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Zuerst „Fury vs Whyte“, dann „Fury vs Joshua“?

Zuerst „Fury vs Whyte“, dann „Fury vs Joshua“?

Whytes Promoter Eddie Hearn hat in einem BBC-Interview erklärt, er wäre durchaus einverstanden mit dieser Reihenfolge: „Wenn wir bis Juli oder August (2021) auf einen Kampf zwischen Joshua und Fury warten müssen und Whyte im Februar oder März gegen Fury kämpft, haben wir kein Problem damit.”

Dillian Whyte wird am 22. August gegen Alexander Povetkin antreten, ist aber bekanntermaßen schon seit 2018 Pflichtherausforderer beim WBC. Zwar hatte der Verband im vergangenen Jahr  angeordnet, dass ‚Body Snatcher‘ Whyte bis spätestens Ende Februar 2021 seine Titelchance bekommen müsse, aber Dillian Whyte scheint die Lust aufs Warten vergangen zu sein. Gemeinsam mit seinem Promoter macht Whyte Druck, wie Hearn erläutert hat: „Wir haben zusammen mit seinen Anwälten an die WBC geschrieben”, sagte Hearn dem „5 Live Boxing Podcast“. WBC-Präsident Mauricio Sulaiman bestätigte, dass es ein „Verfahren im Hinblick auf das Datum der Pflichtherausforderung im Schwergewicht“ gebe, verweigerte aber jeden weiteren Kommentar.

Fraglich ist, ob es so gelingt, WBC-Weltmeister Tyson Fury zum Kampf zu zwingen.

‚Gypsy King’ Fury und ‚Body Snatcher‘ Whyte „beharken“ sich in den sozialen Netzwerken schon eine ganze Weile. Zielführend ist das Ganze nicht, bislang hat sich Fury geweigert, gegen Whyte anzutreten. Durchaus denkbar, dass Fury seinen WBC-Gürtel niederlegt, wenn der WBC Druck macht.

„Dillian Whyte will nur einen Zahltag … so wie Pulev (gegen Joshua). All diese Herausforderungen lassen sich nicht verkaufen. Vor allem in den USA. Ich möchte noch große Kämpfe machen. Aber ich lasse mir nichts vorschreiben, weil niemand dem Champion Vorschriften machen kann. Gürtel sind nur Lederstücke mit Metallstücken und bedeuten mir nichts.“ hat Tyson Fury in der „Queensberry Lockdown Lowdown Show“ gesagt: „Die Antwort an Dillian Whyte lautet: Bleib einfach in der Warteschlange. Deine Zeit wird kommen. Ich interessiere mich nicht wirklich für dich.“

Grundsätzlich könnte der WBC auch in Betracht ziehen, Tyson Fury zum „Franchise Champion“ zu ernennen, um den „regulären“ Titel für Dillian Whyte freizumachen. Doch Tyson Fury müsste dem zustimmen, seine Unterschrift unter einen siebenseitigen Vertrag setzen.

Was eher unwahrscheinlich ist.

Auch Eddie Hearn hat sich jüngst dagegen ausgesprochen, dass Tyson Fury in den „Franchise-WM-Status“ versetzt wird: „Das  (…) ist nicht gut für den Boxsport”, sagte Hearn im „SI Podcast”: „Wie kannst Du großartig werden, wenn du an den Punkt kommst, an dem du es herausfinden kannst, und Dir dann das alles weggenommen wird? Ich möchte nicht, dass Fury WBC-Franchise-Champion wird und der WBC Dillian Whyte vom Interim-Champion zum Weltmeister macht, weil er dann nie das Gefühl hat, den Weltmeister im Schwergewicht zu schlagen, um der Weltmeister im Schwergewicht zu werden.”

Und so bleibt abzuwarten, was passiert. Und sollte es irgendwann einmal tatsächlich zum Kampf zwischen Tyson Fury und Dillian Whyte kommen, dann weiß der ‚Body Snatcher‘ schon, wie er den ‚Gypsy King‘ knacken kann: „Er sagt, er wird mich vernichten. Aber ich habe schon einmal den Ring mit ihm geteilt und es fand keinerlei Vernichtung statt! Das Problem mit den Leuten, die gegen Fury Wut kämpfen, ist, dass sie zu viel auf den Kopf gehen. Ich werde auf den Körper zielen!“

 

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4 Kommentare

  1. 2. Juli 2020 at 10:42 —

    wäre mein wunschkampf und finde ich interesanter als fury wilder III oder fury joshua. ich hoffe fury stellt sich!

  2. 2. Juli 2020 at 14:14 —

    Ich glaube nicht, dass Whyte es überhaupt schafft, Pove zu besiegen. Pove ist für sein Alter noch richtig gut drauf, während bei Whyte mir alles so halbherzig wirkt.

    • 2. Juli 2020 at 15:50 —

      klar den kampf muss er natürlich gewinnen. auch wenn er es gar nicht nötig hat sucht er sich mit pove wirklich einen starken gegner aus. mal sehen aber wenn er gewinnt hat er sich dem wm kampf mehr als verdient! chisora, parker, rivas und dann pove das sind wirklich gute gegner auf dem weg zum wm kampf. Povetkin hat gegen hunter aber keine gute figur gemacht und wurde nur von einem fehlurteil gerettet. ich denke seine zeit ist um! vielleicht hätte whyte lieber gegen hunter boxen sollen.

      • 3. Juli 2020 at 19:19 —

        Das mit Povetkin und Hunter sehe ich ein wenig anders, obwohl du aber mit dem Ergebnis gar nicht mal so unrecht hast. Der eigentliche Sieger hätte Hunter heissen können, ja, allerdings hat er Povetkin zu Beginn des Kampfes einfach nur mit seiner Speed und seinem 10 jährigen Altersvorteil zu überollen versucht. Das hätte auch beinahe funktioniert, aber Povetkin ist im weiteren Verlauf besser geworden, während Hunter recht schnell seine Vorteile verspielt hat, weil er sich in den ersten Runden völlig verausgabt hat.

        Nach den ersten beiden Runden sah es ja in der Tat so aus, dass Povetkin die ersten vier Runden nicht überstehen wird, dass er aber den Kampf über die Runden und Hunter soger mehrfach in Bedrängnis bringen konnte, spricht eben dafür, dass er gegen Hunter eben gar nicht mal so schlecht aussah.

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