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Zu schnell, zu beweglich, zu gut – Calderon schlägt Iribe deutlich

Mit Ausnahme der zweiten Runde verlief der Titelkampf zwischen Ivan Calderon und Jesus Iribe ganz genau so, wie es zu erwarten gewesen war. Der WBO-Halbfliegengewichtsweltmeister Calderon frustrierte mit seinem Stil den langsameren Iribe und punktete ihn deutlich aus.

Dabei kam in der zweiten Runde durchaus Hoffnung für den Mexikaner auf, als dieser mit einer langen rechten Geraden Calderon am Kinn erwischte, während dieser sich von ihm weg bewegte. Calderon dünkte sich offensichtlich außer Reichweite und wurde etwas außer Balance erwischt, was dazu führte, dass er durch den Schlag zu Boden ging. Kaum angeschlagen stand er aber schnell wieder und kehrte zu dem Stil zurück, für den er bekannt ist, und der ihm die erste Runde und den Anfang der zweiten Runde gewonnen hatte.

Als kleinerer Boxer bestimmte er den Kampf aus der Distanz und bewegte sich konstant flink durch den Ring. Schnelle Jabs und linke Geraden sowie gelegentliche Uppercuts und Haken fanden immer wieder ihr Ziel an Iribes Kopf und Körper, während Calderon den Schlägen des Mexikaners durch seine Beinarbeit und durch exzellente Reflexe aus dem Weg ging. Es war frustrierend für Iribe, dass seine meisten Schläge nur die Luft trafen, und mit fortschreitender Dauer des Kampfes wurde er immer wilder mit seinen Schlägen und packte teilweise weite Schwinger aus.

Calderon blieb bei seiner beweglichen Art und zirkelte den Ring in beide Richtungen, und setzte dabei die klareren Treffer um die Runden für sich zu entscheiden. Das Gefecht erinnerte so stark an ein Duell zwischen Stier und Meistermatador, dass die Zuschauer gegen Ende jedes Mal Olè-Rufe von sich gaben, wenn Calderon sich wieder unter einem verzweifelten Schlag von Iribe hinweg duckte. Zwar war es nicht so, dass dieser gar nicht traf, doch seine Schläge waren rar gesät inmitten der deutlich häufigeren Treffer vom Weltmeister, denen allerdings natürlich die Schlagkraft fehlte um Iribe auch nur ansatzweise anzuklingeln.

Der Kampf war nicht schwer zu scoren, und nachdem der Schlussgong ertönt war, kürten die Punktrichter Ivan Calderon einstimmig zum verdienten Sieger. Zwei sahen es mit 118-109 goldrichtig, während John Stewart bei seiner Wertung von 116-111 schon überraschend viele Runden für Iribe fand.

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