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Zoff zwischen ‚Prince Charles‘ und dem ‚Bodysnatcher‘

Zoff zwischen ‚Prince Charles‘ und dem ‚Bodysnatcher‘

Nachdem bekannt geworden ist, dass Dillian Whyte wohl seinen nächsten Kampf im August in den USA bestreiten wird, scharrt Charles Martin mit den Hufen. Der ehemalige IBF-Schwergewichtschampion möchte Whyte in den Vereinigten Staaten willkommen heißen, indem er ihn ausknockt. Wie es heißt, soll aber nicht Charles Martin der von Eddie Hearn vorgesehene Gegner sein, sondern sein Landsmann Jermaine Franklin.

Doch das ist offensichtlich kein Grund für ‚Prince Charles‘, die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen. Stattdessen befindet sich der 35-jährige Kalifornier auf dem verbalen Kriegszug gegen Dillian Whyte. Er würde sich hinter Eddie Hearn verstecken, hat Martin erklärt und behauptet, dass ein Kampf gegen den ‚Body Snatcher‘ einfach wäre, weil Whyte „zu viele klare Schläge einsteckt”.

Whyte – auch nicht unbedingt ein „Kind von Traurigkeit“ in Sachen Trashtalk – revanchierte sich in einem „SkySports“-Interview, in dem er sagte, es handele sich bei den Aussagen von Martin um das „Geschwafel eines verblendeten Narren”. Charles Martin sei ein „nutzloser Penner” und „beschädigte Ware”.

Natürlich ließ der amerikanische Schwergewichtler das nicht unkommentiert und veröffentlichte das folgende Video.

Quelle: SkySports

Was wiederum Whyte zu der folgenden Antwort veranlasste: „Seht Ihr, Kinder, deshalb solltet Ihr keine Drogen nehmen. Schaut Euch diesen Crack-Head genau an und bleibt weg von Crack. Dieser Typ würde alles für Crack tun!“

Für Charles Martin – bei Boxrec auf #4 der US-amerikanischen Heavyweights gelistet – wäre eine Begegnung mit Dillian Whyte interessant, für Whyte nicht unbedingt. Falls Eddie Hearn seinen Boxer in den USA bekannter machen möchte, gibt es allerdings nicht viele US-Heavyweights, die für einen Kampf in Frage kommen und bei einigen von ihnen hat der ‚Body Snatcher‘ schon angeklopft: „Der Plan ist, die größten und besten Kämpfe zu machen, die ich haben kann. Ich bin bereit, gegen jeden zu kämpfen. Ich habe (…) versucht, gegen Wilder zu kämpfen. Ich habe versucht, gegen Tyson Fury zu kämpfen, ich habe versucht, gegen Joshua zu kämpfen. Ich habe versucht, gegen Andy Ruiz zu kämpfen, ich habe versucht, gegen Luis Ortiz zu kämpfen. Ich habe versucht, gegen all diese Typen zu kämpfen, aber keiner von ihnen will kämpfen, also muss ich die nächsten verfügbaren gefährlichen Anwärter auf die Liste setzen. Und wenn das in Amerika passiert, dann ist das halt so!“

Mir persönlich würden noch Adam Kownacki, Jarrell ‚Big Baby‘ Miller oder Efe Ajagba einfallen, doch Miller ist nach wie vor gesperrt, ‚Babyface‘ Adam Kownacki will sich am 24. Juli auf der Undercard von „Fury vs Wilder III“ im Rematch mit Robert Helenius rehabilitieren und auch Ajagba ist „schon vergeben“. Der 27-jährige wird ebenfalls auf der Fury-Wilder-Undercard kämpfen. Gegner ist Frank Sanchez, der somit auch wegfällt. Natürlich wäre Trevor Bryan noch eine Option, aber Don King dürfte wohl kaum daran interessiert sein, seinen regulären WBA-Gürtel aufs Spiel zu setzen.

Das schwedische Heavyweight  Otto Wallin hatte Interesse an einer Begegnung mit Dillian Whyte geäußert. Und Wallin dürfte nach seinem Kampf gegen Tyson Fury in Las Vegas auch dem amerikanischen Publikum bekannt sein, doch Hearn scheint wohl einen Kampf gegen einen Schwergewichtler aus den USA vorzuziehen.

Whyte hat im Interview bei „SkySports“ gesagt: „Jermaine Franklin ist im Rennen. Aber es sind auch noch ein paar andere Jungs im Rennen, also warten wir`s ab!“ Und Hearn hat bestätigt, dass Gespräche für einen Kampf gegen Jermaine Franklin laufen. Wie der Matchroom Boxing-Boss weiter erklärt hat, könnte Whyte danach bis zum Jahresende noch einmal in den USA kämpfen. Als mögliche Gegner für einen Kampf im Oktober oder November nannte Eddie Hearn Charles Martin und Chris Arreola. Trashtalk scheint also im Sinne von „Klappern gehört zum Handwerk“ doch irgendwie zu funktionieren.

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1 Kommentar

  1. 7. Juli 2021 at 09:20 —

    Vielleicht gar kein schlechter kampf für whyte. die top 4 des HW sind beschäftigt. er braucht einen gegner und mit einem ex wm hat er einen guten namen den er eig. leicht aus dem weg räumen sollte. whyte ist eig. die ärmste sau im HW. boxt echt reihenweise gute gegner, geht risiken wie gegen povetkin ein ist sein bald 4 jahren PH und bekommt einfach keine titelchance.

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