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Zeynel Elbir möchte Fight gegen Jankovic schneller beenden als Leon Bauer!

Am Samstag, den 16. April 2016 wird der Berliner Zeynel Elbir in der Nürnberger Mehrraumhalle gegen Aleksandar Jankovic in den Ring steigen. Für Elbir wird es der fünfte Profikampf in seiner noch jungen Karriere. Zum ersten Mal wird die junge Boxhoffnung über sechs Runden gehen müssen, wenn er seinen serbischen Kontrahenten nicht vorzeitig besiegen kann. Bei einer K.o.-Quote von 100 Prozent scheint ein schnelles Ende allerdings mehr als wahrscheinlich. Sollte es doch länger dauern wird es eine neue Herausforderung für „Batman“ sich den Kampf gut einzuteilen und gelassen zu bleiben. „Ich muss ruhig in den Kampf gehen und darf den Gegner nicht unterschätzen!“ Der Kampfname kam zufällig beim Einmarsch seines dritten Kampfes in Hamburg zustande, wo Elbir im letzten Jahr ein „Batman“ T-Shirt trug. Dort haben die Leute begonnen ihn so zu nennen und seitdem trägt er diesen Kampfnamen.

Sein Gegner kommt aus Novi Sad und musste sich bereits gegen einige deutsche Boxer geschlagen geben: Denis Liebau, Benjamin Simon, Sebastian Formella, Ismail Özen, Alex Born, Mario Jassmann, Leon Bauer und Adrian Raatz. Nun soll auch ein Sieg für den aufstrebenden 22-Jährigen Boxprofi mit türkischen Wurzeln folgen, der das Duell gerne schneller als die Sauerland-Hoffnung Leon Bauer beenden würde. Dieser siegte Im Oktober 2015 in der dritten Runde durch technischen Knockout gegen Jankovic, der aber wegen seiner größeren Erfahrung von keinem jungen Boxprofi unterschätzt werden sollte!

Der Serbe gilt als Aufbaugegner, was sein Kampfrekord von 51 Profikämpfen mit 41 Niederlagen und 10 Siegen (8 K.o.‘s) zeigt. Bei BoxRec steht er in der Rangliste auf Platz 640 und würde damit für Elbir einen Sprung nach vorne bedeuten, wenn er den Ring als Sieger verlassen kann. Derzeit befindet sich „Batman“ mit 4 Siegen durch Knockout auf Platz 896 bei BoxRec. Dies soll sich schleunigst ändern und daher steht auch schon der nächste Kampftermin für den 6. Mai 2016 im Berliner Huxleys Neue Welt. Bei dem Boxevent von Ahmet Öner wird auch sein Trainingspartner Ünsal Arik gegen Chris Hermann antreten. Zusätzlich wird Nina Meinke ihr Profidebüt mit Coach Sven Ottke feiern und der Berliner Serdar Sahin sowie Avni Yildirim aus der Türkei ihre Titel verteidigen.

Da vor jedem Kampf eine harte Vorbereitung zu absolvieren ist, war Elbir bereits eine Woche mit Ünsal Arik in Nürnberg. Dort hat er gegen den starken GBU Weltmeister im Mittelgewicht Nuhu Lawal gesparrt: „Das Training muss härter sein als der Kampf, deshalb suche ich immer die Herausforderung!“ Danach ging es für den Feinschliff wieder nach Berlin. Da passt es gut, dass der Mittelgewichtler auch als Fitnesstrainer arbeitet. Da kommt man nie außer Form. Derzeit trainiert Elbir zur Probe bei einem sehr erfahrenen Trainer aus Usbekistan, der die russische Boxschule verfolgt und bereits Burak Sahin zur Deutschen Meisterschaft geführt hat. Wenn die Zusammenarbeit sich als fruchtbar erweist, werden sie bald gemeinsam die Boxszene auf sich aufmerksam machen.

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Bereits für seinen letzten Kampf gegen Maik Täubig in Hövelhof hatte sich „Batman“ bei einem namenhaften deutschen Boxstall vorbereitet und ist nach Hamburg zu EC Boxing gefahren. Dort arbeitete er mit dem Coach Nasser Chahrour und stieg zum Sparring gegen Denis Krieger in den Ring. Trotzdem bleibt für den Berliner ein Sparringspartner der stärkste: der Bundesliga-Boxer Firat Tekin vom Berliner Verein Olympia 75. Dennoch gibt es einen gravierenden Unterschied bei den Amateuren und Profis. Im Amateurboxen ist die Technik sehr wichtig, aber die alleine bringt einem bei den Profis nicht viel bei einem Gegner mit Ausdauer und Schlagkraft. Außer bei Ausnahmetalenten wie Floyd Mayweather und Andre Ward. Neben diesen Elite-Fightern beeindrucken ihn international weiter Adonis Stevenson, Gennady Golovkin und Sergey Kovalev. „In Deutschland gefallen mit Jürgen Brähmer und Tyron Zeuge, dem ich im Supermittelgewicht einiges zutraue und noch von den Amateuren kenne.“ In Zukunft würde ich auch gerne gegen eine deutsche Box-Hoffnung von Sauerland boxen, die ich bei den Amateuren im Landesleistungszentrum schon einmal beim Sparring am Boden hatte.

Neben seinem nächsten Duell am Samstag freut sich Elbir auf das Gefecht zwischen Amir Khan und Saul „Canelo“ Alvarez am 7. Mai 2016 in Las Vegas. „Ich denke, dass Canelo bis zur sechsten Runde durch K.o. gegen Khan gewinnen wird. Khans Schnelligkeit wird ihm da nicht viel helfen.“ Davor geht es aber erst am Freitag zum Wiegen um 16 Uhr Richtung Süden, hoffentlich seinem nächsten Sieg entgegen.

Zum Schluss möchte Elbir noch etwas Wichtiges loswerden: „Ich möchte mich herzlich bei meinen Sponsoren Sercan Meral, der mich mit seiner Dönerproduktionsfirma stark unterstützt und Michael Helling, welcher mich ebenso auf meinem Weg nach oben begleitet bedanken. Außerdem noch einen riesen Dank an meine loyalen Brüder vom Team-Mesos, die mich mit Textilien stark unterstützen und immer hinter mir stehen, sowie einer meiner besten Freunde Cihan Borcin, der mit mir seit einem Jahr alles plant und organisiert und ohne den ich viele Kämpfe nicht bestreiten könnte. Ich werde nie vergessen, woher ich komme und meinen Förderern immer dankbar sein. Leider leben wir in einer Welt, wo der eine den anderen leiden sehen möchte und viele Neider und Nichtgönner ihr Unwesen treiben. Vor allem im Boxsport!“

Foto: Zeynel Elbir

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1 Kommentar

  1. 14. April 2016 at 09:31 —

    Bauer hat gute Amateuretechnik, die ihm im Profiboxen jedoch nicht viel nutzen wird ! Ihm fehlt einfach Härte und Athletic, das hat man ja im Kampf gegen Ilshat Khusnulgatin gesehen, er war total überfordert. Und hat meiner Meinung nach den Kampf nicht gewonnen. Von daher könnte gleich gegen Bauer boxen.

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