Top News

Zab Judah – Hirnblutung nach Niederlage

Magomed Abdusalamow, Daniel Franco, Prichard Colon, Bruce Özbek, Eddy Gutknecht, Alexander Mengis, Adonis Stevenson – die Liste der Boxer, die im Ring Hirnverletzungen erlitten haben, ist nicht lang. Die Auswirkungen sind trotzdem erschreckend. Seit diesem Wochenende sind zwei Faustkämpfer dazugekommen: der 33-jährige Felipe Orucuta und der 41-jährige ehemalige sechsfache Weltmeister Zab Judah.

Bislang gibt es nur wenig Informationen zu den beiden Fällen. Orucuta kämpfte am Freitagabend in Mexico um den WBC FECOMBOX Superfliegengewicht-Titel und verlor durch TKO gegen Jonathan Javier Rodriguez. In Runde 10 ging Orucuta zu Boden, ein Arzt musste noch im Ring eine Herzreanimation durchführen, bevor Orucuta ins Krankenhaus gebracht werden konnte.

 

 

Laut eines Berichts von Worldboxingnews hat der WBC Kontakt mit der Familie von Felipe Orucuta Kontakt aufgenommen. Soweit bekannt, ist Orucuta bereits ein Blutgerinnsel im Gehirn entfernt worden. Der Boxer soll nun im künstlichen Koma liegen.

 

Auch der 41-jährige US-Amerikaner Zab Judah befindet sich nach seiner TKO-Niederlage gegen den 32-jährigen Cletus Seldin in einem New Yorker Krankenhaus. Im Bezug auf Judah gibt es allerdings bislang verschiedene und sich zum Teil widersprechende Informationen.

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

Es gibt Berichte, nach denen Judah ins künstliche Koma versetzt wurde, anderslautenden Aussagen zufolge habe Judah nach dem Kampf lediglich vorsorglich das Krankenhaus besucht. Top Rank-Vizepräsident Carl Moretti, der in der Vergangenheit mit Judah zusammengearbeitet hat, veröffentlichte die folgende Erklärung: „Zab war nie im induzierten Koma. Er hatte eine Gehirnblutung, aber heute wurde ein Scan durchgeführt und die Schwellung ging ein wenig zurück. Er isst, geht und redet.“

Eine Aussage, die Steve Kim von ESPN öffentlich unterstützte:

 

Der britische Boxer Tony Bellew war einer der ersten, der öffentlich seine Mitgefühl bekundete: “Ich bin heute mit der traurigen Nachricht aufgewacht, dass Zab Judah im Krankenhaus um sein Leben kämpft. Ich habe Zab jahrelang beobachtet und ihn aus der Ferne bewundert! Meine Gedanken und Gebete sind bei seiner Familie und seinen Freunden.” Auch Ashley Theophane, Curtis Woodhouse und Dave Coldwell äußerten sich; der ehemalige Fliegengewichtler schrieb: “Ich bin absolut schockiert, die Nachrichten über Zab Judah zu hören. Er war ein guter Kämpfer und ich hoffe wirklich, dass er durchkommt.”

Auch die Redaktion von Boxen.de hofft, dass beide Boxer ihre Niederlagen und die daraus resultierenden Krankenhausaufenthalte ohne gesundheitliche Folgeschäden überstehen.

 

 

Voriger Artikel

Golovkin schlägt Rolls durch KO

Nächster Artikel

Neuer Gegner für Jürgen Brähmer

8 Kommentare

  1. 9. Juni 2019 at 22:50 —

    Alles Gute und viel Kraft für diese beiden Krieger und ihre Familien. Das sollte uns allen (wieder einmal, muss ich leider sagen),ein Mahnmal dafür sein, das dieser Sport nicht nur Unterhaltung ist, sondern auch eine sehr reale Geferahr für die Athleten bedeutet. Wir sollten und ich nehme mich da nicht aus, manch mal ein wenig mehr Demut vor der Leistung der Sportler haben, auch wenn uns der Eine oder der Andere nicht gefällt oder wir nicht mögen. Am Ende setzen sie alle ihre Gesundheit und manch mal auch ihr Leben aufs Spiel um uns zu unterhalten.

    • 11. Juni 2019 at 19:37 —

      bravo gladio,bin da voll bei dir…leider ist das die hässliche fratze unseres geliebten sports…
      und ich erwisch mich selbst auch immer wieder….
      mit, das beste, was ich dieses jahr gelesen habe….

      viel kraft an die familien…yamas auf unsere gesundheit…
      f.ck das leben ist manchmal hart……peace bros…..

  2. 10. Juni 2019 at 02:09 —

    Kampfsport birgt nun mal so seine Gefahren!

    Das Orucuta noch im Ring wiederbelebt werden muss ist schon sehr krass!
    Tja und Judah gehört leider zu den vielen Boxern die nicht wissen wann ihre Karriere vorbei ist! Mit 41 Jahren kann eigentlich nicht mehr viel, in einer niedrigeren Gewichtsklasse, kommen….besonders wenn der Kampfstil hauptsächlich auf Schnelligkeit und Reflexe aufgebaut war!

    Wünsche beiden Boxern eine schnelle Genesung und das möglichst nichts zurück bleibt!

    • 12. Juni 2019 at 14:32 —

      Schon mal daran gedacht, dass Leute wie Judah oder Pacquiao boxen, weil sie finanzielle Probleme haben?

      • 13. Juni 2019 at 00:59 —

        Ja. Geld könnte ein Motiv sein…..besser wäre es sicherlich gewesen es zusammen zu halten als noch viel geflossen ist!
        Manch einen fehlt aber vermutlich auch Ruhm und Anerkennung früher Zeiten!?

  3. 14. Juni 2019 at 16:55 —

    Pacquiao und finanzielle Probleme? So wie Mayweather?

    Hust

Antwort schreiben