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Yonnhy Perez und Abner Mares trennen sich in starkem Kampf unentschieden

In einem sehr guten Kampf, der vor allem im ersten und letzten Drittel für enorm viel Action sorgte, behielt IBF-Bantamgewichtsweltmeister Yonnhy Perez seinen Titel durch ein mehrheitliches Unentschieden. Einen sehr engen Kampf, den Abner Mares vielleicht knapp verdient gehabt hätte, sahen die Punktrichter 115-113 für Mares und 114-114 und 114-114.

Herausforderer Abner Mares zeigte zu Beginn seinen besseren Handspeed und hielt den Weltmeister Perez mit guten Kombinationen von sich fern. Seine gute Arbeit zum Körper und seine eleganten Meidbewegungen machten Perez das Leben schwer, zudem Mares aggressiver als erwartet agierte. Yonnhy Perez fand ab der zweiten Runde etwas besser in den Kampf, doch Mares landete weiterhin gute Treffer. Dem Kolumbianer gelang es danach immer mehr seinen mexikanischen Gegner in den Rückwärtsgang zu zwingen und ihn den Druck spüren zu lassen, doch Mares antwortete mit einem starken Finish in der dritten Runde.

Von da an übernahm Perez aber erstmal komplett die Kontrolle, und Abner Mares bewegte sich jetzt nur noch rückwärts ohne dabei wirklich planvoll zu wirken. Die härteren Schläge des Weltmeisters schienen sich nun durchzusetzen, und vor allem der linke Haken traf nun immer häufiger und besser. Bereits ab der fünften Runde sah es so aus, als müsse Mares dem enorm hohen Tempo der Anfangsrunden Respekt zollen, während der topaustrainierte Perez weiterhin frisch schien. Nach einer guten sechsten Runde für Mares, da Perez zu passiv agierte und dem Mexikaner ineffektiv durch den Ring folgte, war der Weltmeister auch in der Siebten und Achten weiterhin der bessere Boxer. Sein Jab kam nun deutlich besser, und Mares gestand seiner Ecke nach der achten Runde, dass er sehr müde wurde.

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Merkwürdigerweise kam jedoch hier der Wendepunkt, und Abner Mares schien seine zweite Luft zu bekommen. Nach einer ausgeglichenen neunten Runde mit starkem Endspurt von Mares, ging der Herausforderer plötzlich selbstbewusst nach vorne und drängte nun seinerseits Perez zurück. Immer wieder landete er starke Körpertreffer, die Yonnhy Perez die Luft abzusaugen schienen. Ein paar Runden vorher noch wie der klar frischere Boxer aussehend, schien ihm nun ein wenig die Puste auszugehen. Eine tolle rechte Gerade von Mares akzentuierte zum Schluss die zehnte Runde, und wies auf das hin, was in den letzten beiden Runden noch kommen sollte.

Mares war nun überlegen und schlug starke Kombinationen, gegen die Perez dank Mares überlegener Schnelligkeit kein Mittel fand. Zudem ließ dieser seine Hände nun tiefer hängen, und Mares nutzte dies für sehr gute doppelt geschlagene linke Haken, die zu dieser Zeit das eine oder andere Mal auf Perez nieder krachten. Der Kampf schien weiterhin eng und die letzte Runde möglicherweise entscheidend, und beide Boxer gaben noch einmal alles. Eine großartige zwölfte Runde rundete einen starken Kampf ab, doch Abner Mares hatte auch hier wieder die Vorteile auf seiner Seite und schüttelte Yonnhy Perez ganz zum Schluss mit einer schönen rechten Geraden durch einen Jab vorbereitet noch einmal durch.

Es sah so aus, als hätte der Herausforderer gerade genug gemacht um den Titel zu gewinnen, doch die Punktrichter entschieden auf ein mehrheitliches Unentschieden, so dass Yonnhy Perez seinen Titel behält. Ein baldiger Rückkampf scheint durchaus möglich und ist dank der Qualität des Kampfes durchaus attraktiv und wünschenswert.

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