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Yakup Saglam unterliegt Joseph Parker

Aus deutscher Sicht leider nicht gerade wunschgemäß ging der Kampf zwischen Yakup Saglam und Joseph Parker zu ende. Dabei ging es am Samstag in Neuseeland um den WBO-Oriental- und den PABA-Titel im Schwergewicht. Nach einer ersten Minute des Abtastens nahm der Kampf bereits in Runde 1 Fahrt auf. Saglam zeigte sich zuerst angriffslustig und konnte einige Treffer bei Parker landen.

Nach 2 Min. Kampfdauer legte der Neuseeländer einen Spurt ein. Er brachte bei Saglam eine Serie schwerer Schläge ins Ziel. Saglam konnte sich durch Klammern aus dieser Situation retten und überstand den Rest der ersten Runde schadlos. Er war aber gewarnt vor dem, was da noch kommen könnte.

Von Beginn der 2. Runde an war man voll im Gefecht. Es dauerte etwa 30 Sekunden und das Ende dieses Kampfes war da. Parker schickte eine krachende Rechte an Saglams Kopf. Dieser Schlag war so passgenau und hart, dass Saglam beinahe abzuheben schien, bevor ihn die Wucht dieses Schlages auf den Rücken warf. Er landete auf dem Ringboden, kam wieder hoch und war sichtlich angeknockt. Bei 7 flog das Handtuch in den Ring. Trainer und Betreuer Detlef Loritz kennt Yakup Saglam ganz genau. Er hatte genug gesehen um zu wissen, dass es in dieser Situation keine Rettung mehr gab. Es waren in Runde 2 noch 2 ½ Min. zu boxen und es war sonnenklar: Parker wird auf jeden Fall nachsetzen und sein Vernichtungswerk beenden wollen. Wenige Sekunden vor Ende der Runde hätte sich Saglam vielleicht durch Klammern oder Flüchten in die Pause retten können, doch in diesem Fall war das sehr unwahrscheinlich.

So kam das Ende dieses Kampfes schneller als erwartet. Nicht gerade wunschgemäß für das Team Saglam und die Boxfans, die sich diesen Kampf per Stream angesehen haben. Das Handtuch zu werfen, war in diesem Moment wohl das einzig Richtige um die Gesundheit des schwer angeschlagenen Saglam zu schützen.

Yakup Saglam äußerte sich heute auf Facebook: „Es tut mir Leid für die Leute, die an mich geglaubt haben. Es sollte leider nicht sein. So ist das beim Sport. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Aber ein riesen Respekt für meinen Gegner. Der wird ein großer Champion.“

Gewiss wird dieses schnelle Kampfende bei einigen Boxfans Anlass zu Diskussionen geben. Doch solche Entscheidungen tragen die unmittelbar Beteiligten in eigener Verantwortung. Saglam allein hätte aller Wahrscheinlichkeit nach weiter gekämpft. Die Erkenntnis: „it`s over“ kommt einem angeschlagenen Boxer meistens erst, wenn gar nichts mehr geht. Um so besser ist es, wenn jemand in der Ecke steht, der die Dramatik der Situation erkennt und verantwortungsvoll eingreift. Für Saglam geht davon die Welt nicht unter. Er wird in den nächsten paar Jahren noch genügend Gelegenheit haben, sich erfolgreich zu beweisen.

Jetzt ist davon die Rede, dass Joseph Parker für einen Kampf gegen Anthony Joshua vorgesehen ist. Beide sind 23 bzw. 25 Jahre alt und gelten als „the next Generation“ des Schwergewichts. Ob es allerdings so besonders klug ist, zwei so junge Talente so früh gegeneinander antreten zu lassen, steht auf einem anderen Blatt.

Wer sich den Kampf noch einmal ansehen möchte, wird auf youtube unter “Joseph Parker vs Yakup Saglam 2015-06-13” fündig.

von Johannes Passehl

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24 Kommentare

  1. 15. Juni 2015 at 09:08 —

    Yakup Saglam unterliegt Joseph Parker dazugibt es einen Artikel?

    Dass am Wochenende Deontay Wilder nach anfänglichen Schwierigkeiten seinen WBC-Titel schlussendlich erfolgreich gegen Eric Molina verteidigt hat, wird durch keinen Artikel erwähnt oder in einem Beitrag mal zur Sprache gebracht…hmmm. -_-

    • 15. Juni 2015 at 22:20 —

      Wilder ist in der Pipeline und eine Telegramm-Zusammenfassung der Kämpfe des letzten Wochenendes kommt auch. Genug Stoff für Zoff … 😉

  2. 15. Juni 2015 at 09:22 —

    Ich glaube, auch die deutschen Boxfans haben sich gefreut, dass der deutlich talentiertere Mann gewonnen hat 😉

  3. 15. Juni 2015 at 14:21 —

    Parker gefällt mir bisher sehr. Er schlägt gute Kombinationen zum Körper und zum Kopf und weiß den Gegner unter Druck zu setzen ohne zu offen zu stehen. Dass er erst 23 Jahre alt ist, ist natürlich auch ein Vorteil. Natürlich muss man erstmal warten bis seine Gegner besser werden, aber ich sehe durchaus eine gute Zukunft für ihn.
    PS: Ein Kampf gegen Kyotaro Fujimoto soll laut Boxrec schon geplant sein, also der Kampf gegen Joshua kommt wohl nicht als nächstes.

    • 15. Juni 2015 at 15:50 —

      Denke auch, dass Parker schon relativ weit ist und in Zukunft noch einiges reißen können wird.
      Von einem Kampf gegen Joshua würde ich ihm (derzeit) dennoch abraten, da er diesen meiner Meinung nach wahrscheinlich verlieren würde.

      • 15. Juni 2015 at 20:19 —

        @ HWFan
        Ja, Joshua hat zwar auch noch keinen richtigen Gradmesser geschlagen, aber irgendwie wirkt er talentierter als der Rest. Er bringt offensiv einfach alles mit (Technik, Kraft, Schnelligkeit, Größe, Reichweite etc.) um ein guter HW-ler zu sein. Wenn er jetzt bei stärkeren Gegnern auch defensiv noch gut agiert, könnte er mMn die neue Nummer 1 im HW werden, aber so weit sind wir noch nicht. 😉

  4. 15. Juni 2015 at 16:27 —

    parker oder joshua würde ich gerne gegen lucas browne boxen sehen um
    den commonwealth titel oder gegen den gewinner price vs teper

  5. 15. Juni 2015 at 17:31 —

    zur theironfist !!!also wie du auf bild kommst da steht sowas nicht drin lustig ha,ha ,über boxnews da musst du mehr lesen als bild !!!!und nochmal zur CW , kann sein das GLOWACKI für die spitze nicht reich!!aber die frage ist USYK ist gute Amateur ,aber das ist jack culcay auch und sieht ja was der als profi prozudiert!!!wer richtig im cruser aufblüht das werden wir sehen jetzt können wir nur tippen!!!ich z.b Beispiel würde gerne WLODA gegen LEBIEDIEW sehen die 2 hardcore aus dem osten!!!

    • 15. Juni 2015 at 18:17 —

      Mein Google Übersetzer hat gerade ausgespuckt das “prozudiert” in Wasserkopf-Sprache soviel bedeutet wie produziert.

      Ich stell dir gerne SKL Bobby als Dolmetscher zu Verfügung wenn diese schwierige Grammatik ggrr wieder schmerzen im Kopf bereitet.

      Jetzt sag mal, wieviel Kurze hat deine Svetlana Mutter während der Schwangerschaft in sich gekippt ?

      • Komm lass einfach gut sein. Es ist doch offensichtlich das er seine Texte ins deutsche übersetzen muss per google oder sowas, dafür ist das ganze noch ok. Keine Ahnung woher er kommt, aber er schreibt immer noch besser deutsch als manche deutsche die 20 Jahre in Spanien leben, spanisch.

        • 15. Juni 2015 at 21:15 —

          Nein das glaube ich eher nicht, ich denke er ist einfach nur ein Holzkopf.
          Beschütz ihn nicht, wer soviel Scheiß erzählt muss da jetzt durch.

          Ggrr……benutzt du einen Übersetzer oder sind deine sprachlichen Fähigkeiten durch andere Faktoren bedingt auf dem Niveau eines Crack süchtigen Schlaganfallpatienten ???

          Ich biete dir hiermit an in deiner Sprache zu kommunizieren nur weiß ich noch nicht ganz wie ich Grunz-Laute in Buchstabenform wiedergeben soll aber ich schaffe das schon.

        • 15. Juni 2015 at 21:28 —

          dr
          dann solltest du ihm ein neues übersetzungsprogramm empfehlen.
          mit den “spaniern” hast du ja recht, scheint aber normal zu sein, ohne sprach- und schriftkenntnisse in andere länder zu gehen.
          lass doch die beiden machen, sind doch lustige sachen bei.
          kennen wir von früher doch viel schlimmer.
          was sagst du zu diesem kampf?
          nicht schlecht, oder?
          wir lesen uns.

  6. 15. Juni 2015 at 20:22 —

    nicht so viel wie deine ,wenn sie anfängt zu zählen wieviel Gastarbeiter und afrikaner die schon hatte !!!!wie sieht du denn aus hast du kleine schwarze locken???oder wie semi kedira als ECHT -deutscher ???

  7. 15. Juni 2015 at 22:43 —

    Boxerkings ist zurück 🙂

    www. boxerkingsrevolution.wordpress.com

  8. 16. Juni 2015 at 02:21 —

    Hier geht es ja wild zu 😉 Ich halte auch was von Parker, Fujimoto ist sicher ein ernsthafterer Test als Saglam. Wüßte aber nicht, wo bspw. Joshuas Mehr an Talent gegenüber Parker zu erkennen sein soll? Technisch doch eher das Gegenteil! Ihm fehlt halt bisschen was an Physis, um gegen einen „Langen“ wie Wilder oder Fury was auszurichten, obwohl er mit um die 230 Lbs. ja schwerer einwiegt als zum Beispiel Wilder. Eher so die Glazkov-/Jennings-Klasse, aber in dieser Kategorie ein Guter.

    • 16. Juni 2015 at 03:42 —

      @ fettundmuskeln
      Naja, erstmal ist wie du ja selber schon angesprochen hast die Physis ein Punkt. Da gehört für mich dann nicht nur die körperliche Überlegenheit (Größe, Reichweite etc.) dazu sondern auch die Power. Parker brauchte bei den bisherigen Gegnern einfach länger um diese zu beeindrucken, was natürlich nicht heißt dass irgendein Sieg großartig in Gefahr war. Technisch sehe ich Parker aber auch nicht wirklich überlegen. Variabeler ist er schon, aber Joshua perfektioniert halt immer mehr seinen rechten Cross und seine Jabs, was im Schwergewicht ziemlich wichtig sein kann. Hoffe doch aber mal dass wir noch eine Antwort bekommen werden wer wirklich besser ist. 😉

      • 16. Juni 2015 at 03:48 —

        Aber wie gesagt ist es auch enorm wichtig wie die beiden sich defensiv anstellen werden wenn sie das erste mal einen Gegner haben der auch viel Gegenwehr zeigt.

      • 16. Juni 2015 at 03:59 —

        Tja, wenn man Talent in Zentimeter misst … Tatsache ist einfach, dass das heutige HW längst nicht mehr mit dem aus den 1970er und -80er Jahren vergleichbar ist. Mangelnde boxerische Klasse wird durch Größe und Masse kompensiert. Die Letzten, bei denen die Relation hier gestimmt hat, waren Lennox Lewis und Evander Holyfield. Es ist m. Mn. nach Zeit für ein Superschwergewicht jenseits der 220/225 Lbs. Dann haben auch Leute, die mehr auf der technischen/boxerischen Seite unterwegs sind sowie starke Cruiser eine Chance im traditionellen HW.

        • 16. Juni 2015 at 09:02 —

          Es wird ja aber kein CW gezwungen, sich hochzufuttern.
          Im HW gibt es einfach mehr Geld zu verdienen, von daher fände ich persönlich die Einführung eines SuperHW unnötig.
          Man darf nicht vergessen: Ab einer gewissen Größe/Gewicht lässt auch die Beweglichkeit merklich nach, so dass da eine physische Unterlegenheit telweise wettgemacht werden kann.
          Ich bin aber zum Teil auch erschrocken über das Niveau in der Königsklasse. Glazkov auf 6 in Boxrec und auch überall sonst in den Top 10, oft auch Top 5. Ohne Worte!
          Joshua oder Parker kann man momentan imho doch gar nicht einschätzen – wen haben sie schon besiegt?
          Sehe in beiden Boxern Leute, die zukünftig eine große Rolle spielen werden; das HW auf ein neues Level werden sie aber nicht heben.

          • 16. Juni 2015 at 10:14

            @ El – die genetische Entwicklung und der wissenschaftliche Fortschritt in der Ernährung und Sportmedizin werden diesen Schritt spätestens in zwanzig Jahren unumgänglich werden lassen. Natürlich hat ein echter Klassemann einer leichteren Gewichtsklasse auch eine gute Chance gegen einen boxerischen untalentierteren Riesen. Darum geht es aber nicht. Einen Kampf eines 6’9” Giganten wie Fury, der mit 265 Lbs einwiegt gegen einen „normalen“ 6’3” HW wie Glazkov mit seinen knapp 220 finde ich einfach nicht fair. Fury kann aber ebenfalls nur bedingt etwas für sein Gewicht (gut trainiert liegt er bei 245 Lbs.), das sind immer noch 25 Pfund Unterschied. So etwas gibt es nur im HW. Und vielleicht bei TR, wo Federgewichtler am Kampftag 145 Lbs in den Ring bringen. Aber das ist ein anderes Thema … auch wichtig für mehr Fairness im Ring.

          • 16. Juni 2015 at 15:00

            @ fettundmuskeln
            Naja, ich sehe ja nicht die Größe als das Talent, sondern die Fähigkeit die Größe durch ein gutes Distanzgefühl auszunutzen und dazu gehört auch ein guter Jab, den Joshua definitiv hat. Es ist einfach sehr schwierig an solchen Leuten ranzukommen. Vor allen Dingen kann man als kleinerer Mann auch nicht zu aggressiv agieren wenn der große Boxer noch Power hat. Dennoch ist es natürlich auch möglich für kleinere Boxer im HW erfolgreich zu sein. Haye und Povetkin sind da 2 gute Beispiele. Ich traue den beiden einiges zu. Noch mehr Gewichtsklassen halte ich aber auch nicht für die Lösung. Es gibt so schon mehr als genug.

            @ El Demoledor
            Dass Glazkov auf Boxrec auf Platz 6 steht, sagt noch lange nicht dass er da auch hingehört. Ich bezweifle einen Top 10 Platz um ehrlich zu sein selbst. Der Grund warum er da steht ist der Sieg gegen Adamek, der erst auch sehr hoch in den Rankings stand.

          • 16. Juni 2015 at 15:09

            das mit glazkov liegt wohl an den titeln, die er gegen adamek und uss geholt hat, u.a ph bei der ibf
            @fetti
            ali hat auch nicht soviel gewogen wie lewis usw, früher gab es auch schon leichtere hwler, aber dafür auch mehr schwere und bessere hwler, und selbst die unter 1,90m haben über 100kg gewogen

    • 16. Juni 2015 at 14:38 —

      so kurz nach seinen letzten kampf geht Fujimoto vollkommen in ordnung, aber ernsthafterer test?
      das würde ich eher über die 3 chinesen behaupten, ganz besonders Zhilei.
      parker muss endlich gegen browne boxen, technisch schätze ich joshua stärker ein, die größe und reichweite von AJ sollte wohl ausreichen, um wilder oder bonzo auszuknocken, 106kg also 8 kg wie storchbein wilder

  9. 16. Juni 2015 at 04:04 —

    Hahahahahahahahahahahahaha….

    Dieser Johannes ist der Hammer…

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