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Wochenendvorschau 29.-30.01.2010

In Neubrandenburg hat Sebastian Sylvester am Samstagabend in seiner ersten Titelverteidigung eine Pflichtaufgabe zu erledigen, während es bereits am Freitag in Las Vegas zu zwei äußerst spannenden Kämpfen im Halbschwer- und Halbmittelgewicht kommt. Des Weiteren stehen am Wochenende Titelkämpfe im Superfliegen- und Minimumgewicht an, sowie ein interessanter Kampf aus der zweiten Reihe des Supermittelgewichts.

  • Gabriel Campillo – Beibut Shumenov II
  • Erislandy Lara – Grady Brewer
  • Sebastian Sylvester – Billy Lyell
  • Roman Gonzalez – Ivan Meneses
  • Jorge Arce – Angky Angkota
  • Jesse Brinkley – Curtis Stevens

  • Gabriel Campillo – Beibut Shumenov II

    Die Geschichte von Gabriel Campillo ist eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte. Im Juni letzten Jahres reiste der Spanier als Außenseiter nach Argentinien in die Heimat von Hugo Hernan Garay, um gegen ihn um die Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht zu boxen. Große Namen fehlten auf seinem Kampfrekord, in der Ukraine war er bereits von Vyacheslav Uzelkov in 6 Runden gestoppt worden, in seinem zweitletzten Kampf war er in Deutschland von den Punktrichtern gegen Karo Murat um den verdienten Sieg gebracht worden. Doch Campillo überraschte gegen Weltmeister Garay und schlug ihn knapp nach Punkten. Gerade einmal zwei Monate später sollte es zur ersten Titelverteidigung Campillos kommen, und erneut betrat er als Außenseiter den Ring. Obwohl sein Gegner erst seinen neunten Profikampf machte!
    Beibut Shumenov, kasachischer Olympiateilnehmer von 2004, hatte seine Profikarriere bis dahin auf der Überholspur verbracht. Nur 9 Monate nach seinem Profidebüt bezwang er in seinem sechsten Kampf mit Montell Griffin einen ehemaligen Weltmeister, und gewann dabei bei allen Punktrichtern jede Runde. Zwei Kämpfe später, im Mai 2009, benötigte er lediglich 4 Runden für den ehemaligen Supermittelgewichtsweltmeister Byron Mitchell. Als nächstes griff der eigenpromotete Kasache bereits nach dem Weltmeistergürtel.
    Mit Gabriel Campillo suchte sich Shumenov den scheinbar schwächsten Weltmeister als Gegner aus. Campillo, der bereits in den Hinterhöfen seiner Gegner in der Ukraine, in Deutschland, Dänemark, und Argentinien geboxt hatte, fuhr nach Kasachstan um seinen Titel zu verteidigen. Nach 12 hart umkämpften Runden sahen zwei der drei Punktrichter den amtierenden Weltmeister knapp vorne, während der dritte den Kampf unentschieden sah. In der neunten Runde hatte Shumenov Campillo mit einer linken zum Kinn zu Boden geschickt, doch Campillo revanchierte sich in der letzten Runde, nachdem er ab Runde 10 bereits stark aufgekommen war, und schickte Shumenov wiederum mit einem linken Haken zum Körper zu Boden.
    Aufgrund der hohen Qualität des Kampfes, wegen dem knappen Punkturteil, und, da Shumenov weiterhin unbedingt Weltmeister werden will, kommt es nun zum Rückkampf. Keiner der beiden hat in der Zwischenzeit einen Kampf bestritten. Campillo, der es schon gewohnt sein dürfte auf den Heimvorteil zu verzichten, muss dieses Mal nach Las Vegas reisen, wo Shumenov trainiert, und wo der Kampf am Freitagabend stattfinden wird. Nach dem verlorenen Titelkampf gegen Campillo stieg Shumenov auf den erfahrenen Trainer Kevin Barry um, der ihn auf das Rematch vorbereiten soll. Er muss hoffen, dass ihn dieser Trainerwechsel weiter gebracht hat, denn um den weiterhin unterschätzten Spanier zu schlagen, muss er dieses Mal eine bessere Leistung abrufen als zuletzt, als es so gerade nicht reichte. Dass er, der der größere Puncher der beiden ist, Campillo mit seinem Schlag beeindrucken kann, hat er bereits bewiesen, doch ebenso hat dieser aufgezeigt, dass er Shumenov nicht nur ausboxen kann, sondern auch, dass er ihn überpowern und überdauern kann.
    Trotz seines Sieges im ersten Kampf gilt Gabriel Campillo erneut als leichter Außenseiter, wenn er am Freitagabend mit Beibut Shumenov in den Ring steigt. Die Frage wird sein, ob er wieder einmal die Buchmacher Lügen strafen kann. Die Chance dazu hat er mit Sicherheit. Doch, wenn ich wetten müsste, würde ich auf Shumenov setzen. Essentiell haben ihm in dem ersten Aufeinandertreffen die letzten drei Runden den Sieg gekostet. Sein neuer Trainer Kevin Barry ist auch für exzellente Arbeit an der Fitness seiner Boxer bekannt, so dass ihm seine Kondition dieses Mal zum Sieg verhelfen könnte. Shumenov scheint mir einfach der etwas bessere Boxer zu sein, und wenn er in Topform ist und das Tempo 12 Runden lang halten kann, sollte er am Ende den Ring als Sieger verlassen können, vermutlich knapp nach Punkten.


    Erislandy Lara – Grady Brewer

    In seinem zweiten Anlauf gelang es Erislandy Lara 2008 aus seinem Heimatland Kuba per Schnellboot zu fliehen und wie seine Landsmänner Gamboa, Solis und Barthelemy etwa zwei Jahre zuvor ins Profilager zu wechseln, zuerst in Deutschland bei Arena Box-Promotion, später in den USA. Während im Profibereich Gamboa neben unübersehbaren Offensivstärken auch Defensivschwächen zeigte, Solis sich gehen ließ und Kilo um Kilo zulegte, und Barthelemy von Anfang an die Erwartungen nicht erfüllen konnte, rückte Lara immer mehr ins Rampenlicht, was die Betrachtung der kubanischen ehemaligen Amateurstars angeht. Seine konstanten, abgeklärten Vorstellungen in den bisher 9 Profikämpfen machten ihn bald für viele Experten zu einen den perspektivreichsten Talenten überhaupt im Boxsport. Doch am Freitag steht mit Grady Brewer sein mit Abstand schwerster Gegner bisher im Profibereich ihm im Ring gegenüber.
    Brewers Kampfrekord mit 26 Siegen und 11 Niederlagen ist auf den ersten Blick nicht unbedingt besorgniserregend. Doch in seinen letzten fünf Kämpfen schlug Brewer unter anderem Steve Forbes, der daraufhin mit Oscar De La Hoya und Weltergewichtsweltmeister Andre Berto über die Runden ging, Cornelius Bundrage, der im März gegen Cory Spinks um den IBF-Halbmittelgewichtstitel boxen wird, sowie zuletzt den bis dahin ungeschlagenen Kanadier Albert Onolunose, für den Brewer nur 2 Runden benötigte. Genug Erfahrung gegen Topleute bringt er ebenfalls mit, hat er doch schon gegen Kelly Pavlik, Jermain Taylor, Marco Antonio Rubio und andere durchaus bekannte Größen des Sports im Ring gestanden. Lara sollte also gewarnt sein. Brewer ist es durchaus gewohnt als Außenseiter in einen Kampf zu gehen, und hat dort schon so manch höher gehandelten Boxer überraschen können.
    Erislandy Lara scheint jedoch bisher das Komplettpaket zu sein. Technisch ist er absolut erstklassig, er wirkt sehr ruhig und überlegt im Ring, und auch seine Schlagkraft scheint nicht die Allerschlechteste zu sein. Aber auch Brewer ist sehr erfahren und clever. Er bewegt sich exzellent und versteht es das Tempo eines Kampfes zu bestimmen. Wenn eine Sache in diesem Kampf im Voraus feststeht, dann ist es, dass dies kein Kampf sein wird, der Erislandy Lara gut aussehen lassen wird. Brewers Stil ist äußerst unangenehm, und auch Lara wird damit wohl seine Probleme haben. Dass Lara im gerade mal zehnten Profikampf mit so einem Gegner in den Ring geschickt wird, zeigt wie viel seine Promoter und Manager von ihm halten.
    Aufgrund seiner enormen Klasse muss Erislandy Lara als Favorit gelten, aber es wird beileibe kein leichter Kampf für ihn werden. Vor allem anfangs gehe ich davon aus, dass Brewer ihm enorme Schwierigkeiten bereiten wird. Jedoch halte ich Lara für intelligent genug sich im Laufe des Kampfes seinen Gegner auszugucken, und seinen Stil zu ändern, so dass er am Ende als knapper, aber verdienter Sieger nach Punkten dastehen wird.


    Sebastian Sylvester – Billy Lyell

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    Ursprünglich sollte Sebastian Sylvester IBF-Mittelgewichtstitel am Samstag gegen den Spanier Pablo Navascues verteidigen. Dass dieser allerdings positiv auf ein Dopingmittel getestet wurde, und daher am Samstag in Neubrandenburg nicht im Ring stehen wird, könnte sich tatsächlich positiv auf den Kampf auswirken. Denn realistisch gesehen hatte Navascues nicht das Geringste getan, um eine Chance auf einen Titelkampf verdient zu haben. Nicht, dass Billy Lyell, der jetzt für Navascues einspringt, ein Weltklassemann ist, aber er ist zumindest eine kleine Verbesserung gegenüber dem Spanier.
    Denn Lyell hat zumindest eines, was Navascues völlig fehlt: Einen Sieg, der zumindest etwas aufhorchen ließ. Letzten April schlug er die bis dahin ungeschlagene irische Mittelgewichtshoffnung John Duddy in 10 Runden überraschend über die Punkte. Jedoch ist das wohl weniger als Zeichen für Lyells Klasse zu werten, sondern vielmehr als Beweis dafür, dass Duddys Können nicht mit den Lobeshymnen, die es für ihn gab, mithalten kann. Lyell ist ein guter Journeyman, der die guten von den schlechten Talenten trennt, aber nichts auf WM-Ebene zu suchen hat. Halbmittelgewichtstalent Vanes Martirosyan konnte er bei einer klaren Punktniederlage zumindest ab und zu Probleme bereiten, von James Kirkland wurde er acht Runden lang verprügelt, bevor der Ringrichter ein Nachsehen hatte. Von seinen 28 Kämpfen hat er 7 verloren. Gerade mal 3 gewann er per KO, was seine fehlende Schlagkraft statistisch untermauert.
    Sebastian Sylvester muss sich also schon mal keine Sorgen machen KO geschlagen zu werden. In einer wenig beeindruckenden Vorstellung konnte sich Sylvester zuletzt gegen Giovanni Lorenzo dank eines knappen Punktsiegs den lang ersehnten Weltmeistertitel sichern, und nun sollte er also bei seiner ersten Titelverteidigung eine machbare Aufgabe vor der Brust haben. Doch er sollte sich definitiv gegenüber seiner letzten Leistung steigern. Sein Hauptproblem gegen Lorenzo war, dass er nicht aktiv genug war. Sein Ziel am Samstag muss es also sein mehr zu schlagen und mehr Druck aufzubauen. Denn normalerweise dürfte man von einem Weltmeister mit ordentlicher Schlagkraft schon erwarten einen Kontrahenten von der Qualität Lyells vorzeitig zu schlagen. Ich bin mir allerdings nicht ganz so sicher, dass das auch so kommen wird.
    Denn allen voran besitzt Lyell wirklich ein ordentliches Kinn. Der schlagstarke Kirkland hat ihn 8 Runden grün und blau geschlagen, ohne dass Lyell einmal zu Boden ging. Neben Kirkland konnten ihn allerdings auch die eher durchschnittlichen Charles Whittaker und David Lopez stoppen. Seine offensiven Stärken liegen in einem durchaus guten Timing, einer schönen rechten Geraden, und seiner konsequenten Arbeit zum Körper. Sylvesters wichtigste Aufgabe wird es sein Lyell keine Chancen zu Kontern zu geben. Gegen Duddy gelang es Lyell vor allem anfangs immer wieder den Jab von Duddy mit präzisen rechten Geraden zu kontern. Wenn Sylvester den Jab nicht einzeln bringt, sondern ihn zwei- oder sogar dreimal schlägt, macht ihn das weniger ausrechenbar und nimmt Lyell die Konterchancen. Gleichzeitig muss Sylvester seine Hände fliegen lassen und Lyell mit Kombinationen eindecken. Je länger der Kampf dauert, desto öfter wird Lyell wohl die Hände tief hängen lassen und seine Deckung vernachlässigen. Kann Sylvester Lyell mit offener Deckung voll erwischen, ist ein KO-Sieg für ihn sehr gut möglich, ansonsten tippe ich eher auf einen Punktsieg vom „Hurrikan“. Denn, obwohl Lyell mit seinem unermüdlichen Willen unbequem sein kann, muss Sebastian Sylvester, der boxerisch eine Klasse besser ist, sich gegen so einen Mann souverän durchsetzen können.


    Roman Gonzalez – Ivan Meneses

    Letztes Wochenende sollte Ivan Meneses eigentlich WBO-Minimumgewichtsweltmeister Donnie Nietes herausfordern, stattdessen trifft er nun auf den laut Konsens besten Mann der Gewichtsklasse, WBA-Weltmeister Roman Gonzalez.
    Der 22-jährige Nicaraguaner Gonzalez fegte in seinen ersten 22 Kämpfen nur so durch die Gewichtsklasse und die Gegner, doch in seinen letzten beiden Titelverteidigungen tat er sich etwas schwerer als erwartet. In Mexiko schlug er Francisco Rosas nur per Mehrheitsentscheidung, ehe er in seinem nach eigener Aussage schwersten Kampf seiner Karriere Katsunari Takayama in Japan klar nach Punkten besiegte. Zuvor war Gonzalez noch nie mehr als 10 Runden gegangen, nun zweimal in Folge 12. Am Samstag wird Gonzalez erneut in der Heimatstadt seines Gegners boxen.
    Dem Mexikaner Ivan Meneses fehlen Siege über große Gegner, doch er machte es den größeren Namen, mit denen er im Ring stand, meist schwer. In drei der vier großen Verbände ist er unter den ersten 11 im Minimumgewicht zu finden, und auch wenn das nicht unbedingt viel zu bedeuten hat, so gehört Meneses doch zumindest zu den besseren Leuten der Gewichtsklasse.
    Doch für Gonzalez, der in fast allen seiner Kämpfe fantastisch aussah, wird es wohl kaum reichen. Gonzalez ist mit seinen jungen Jahren schon ein sehr kompletter Boxer mit sehr variablen Schlägen, einer soliden Defensive und sehr ordentlicher Schlagkraft. Normalerweise sollte er mit dem hohen Druck, den er aufbaut und mit seiner guten Arbeit zum Körper hin den toughen Mexikaner auch vorzeitig stoppen können.
    Während Meneses ein solider Gegner ist, gehört er nicht zu der Art Gegner, die die Reputation von Gonzalez anheben könnten. Trotz seiner attraktiven Art zu boxen und seinem offensichtlichem Können bleibt er, wie die meisten Boxer aus den ganz niedrigen Gewichtsklassen, eher unbekannt. Gonzalez versucht bereits seit längerem Kämpfe mit den anderen Weltmeistern der Gewichtsklasse zu bekommen, doch leider hat sich dorthin gehend noch nichts materialisiert. Außerdem möchte er in Zukunft gerne gegen Ivan Calderon oder Giovanni Segura boxen, die beide im Halbfliegengewicht, eine Gewichtsklasse, weiter oben unterwegs sind, jedoch will Gonzalez zuerst noch seinen Titel insgesamt fünfmal verteidigen, bevor er die Gewichtsklasse verlässt.


    Jorge Arce – Angky Angkota

    Jorge Arce hat seine letzten beiden Titelkämpfe verloren, boxt aber am Samstag in Mexiko erneut um einen vakanten Titel. Im Kampf gegen Angky Angkota steht der WBO-Titel im Superfliegengewicht auf dem Spiel. Der ehemalige Halbfliegen-, Fliegen-, sowie Superfliegengewichtsweltmeister Arce ist zwar erst 30 Jahre alt, ist jedoch bereits weit über den Berg. Immerhin boxt er auch bereits seit er 16 Jahre ist professionell, und hat bereits 59 Profikämpfe bestritten, viele davon wahre Ringschlachten. Trotzdem könnte er durchaus am Samstag noch einmal einen Titel gewinnen. Für Angky Angkota ist Arce der deutlich stärkste Gegner bisher. Sein bis dato bester Sieg war eine knappe Punktentscheidung gegen einen jungen Donnie Nietes vor 5 ½ Jahren. Angkota ist kein schlechter Boxer, gehört aber bei weitem nicht zur Weltklasse.
    Ich denke, dass Arce tatsächlich noch einmal einen Titel holen wird, obwohl er nicht mal mehr 50 Prozent von dem ist, was er einmal war. Doch auf seine physische Stärke wird er sich wohl noch größtenteils verlassen können, und Angkota ist der deutlich kleinere und schmächtigere der Beiden. Dazu kommt, dass Angkota auch kein überdurchschnittlicher Boxer ist, und sich normalerweise auch eher auf seine Physis verlässt. Ich gehe von einem Punktsieg von Arce aus, der ihn, trotz eines Weltmeistertitels, nicht zurück auf die ganz große Bühne bringen wird. Sollte er jedoch bereits so verschlissen sein, dass es nicht zum Sieg gegen Durchschnittsmann Angkota reicht, hat Arce angekündigt nach dem Kampf direkt vom Sport zurückzutreten. So oder so: Laut eigener Aussage soll es das letzte Jahr im Boxring für Jorge Arce sein, und das ist wohl auch gut so.


    Jesse Brinkley – Curtis Stevens

    Während sechs der besten Supermittelgewichtler im Super Six Turnier verstrickt sind, sucht IBF-Weltmeister Lucian Bute nach würdigen Gegnern, die für ihn in der Zwischenzeit übrig bleiben. Am Freitagabend boxen Jesse Brinkley und Curtis Stevens in Reno den Platz Nr. 2 in der Rangliste der IBF, und somit einen möglichen Gegner für den Kanadier aus.
    Beide sind gute Boxer, die zuletzt gut aussahen, nachdem sie schwierige Phasen ihrer Karriere durchlaufen hatten. Jesse Brinkley ist seit März 2007 ungeschlagen und hatte einige solide Gegner vor den Fäusten, während Curtis Stevens letzte Niederlage im Juni 2007 gegen Andre Dirrell kam. Seitdem sticht bei ihm vor allem der letzte Sieg gegen den vorher ungeschlagenen Polen Piotr Wilczewski ins Auge.
    Der Kampf verspricht spannend zu werden, befinden sich doch beide Boxer in etwa auf einem Level. Brinkley ist der bessere Boxer, Stevens hat mehr Dampf in den Fäusten. Vielerorts gilt der deutlich jüngere Stevens als Favorit, doch ich persönlich tippe mit etwas Risiko auf einen Punktsieg für Brinkley, der mir beständiger erscheint. Stevens, der vermutlich der talentiertere der beiden ist, konnte des Öfteren seit Potenzial nicht komplett abrufen, und ich könnte mir vorstellen, dass Brinkley ihn am Freitag schnell frustrieren könnte, wenn Stevens nicht früh harte Treffer landen kann.

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