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Wochenendvorschau 02.10-03.10.2009

  • Vyacheslav Senchenko – Motoki Sasaki
  • Omar Anders Narvaez – Victor Zaleta
  • Tomas Rojas – Evans Mbamba
  • Prizefighter 8: The Heavyweights 3

  • Vyacheslav Senchenko – Motoki Sasaki

    Im Weltergewicht geht es in diesem Kampf um den WBA-Titel. Der Ukrainer Senchenko konnte sich diesen zuletzt von seinem bis dahin ungeschlagenen Landsmann Yuriy Nuzhnenko über die Punkte holen. Ansonsten fehlt es seinem Kampfrekord an echten Gradmessern.
    Das ist aber bei seinem Gegner Motoki Sasaki aus Japan nicht anders. Dieser steigt am Samstag im WM-Kampf in der Ukraine zum ersten Mal außerhalb Japans in den Ring, wo er mit Boxern nationalem Niveaus anstatt internationaler oder sogar Weltklasse konfrontiert wurde. Trotzdem kassierte Sasaki bereits 7 Niederlagen in seinen 39 Kämpfen.
    Senchenko hingegen ist noch ungeschlagen und man weiß, da an Aufnahmen seiner Kämpfe im Gegensatz zu denen von Sasaki relativ leicht heran zu kommen ist, von seiner Klasse. Senchenko mag nicht zu der absoluten Elite des Weltergewichts zählen, in die Boxer wie Shane Mosley, Floyd Mayweather oder Miguel Cotto gehören, doch er sollte gut genug sein, sich eines Boxers der Klasse von Sasaki zu erwehren, auch wenn über diesen generell wenig bekannt ist.
    Anscheinend ist Sasaki ein aggressiver Typ Boxer, der auch zumindest etwas Schlagkraft mitbringt, aber vor allem Druck ausübt. Senchenko hingegen ist ein guter Boxer, der gerne aus der Distanz heraus den Kampf führt und diese Strategie gegen den wohl recht deutlich kleineren Sasaki gut verfolgen sollen könnte.
    Normalerweise sollte sich ein Klassenunterschied zeigen, da Senchenko der deutlich bessere Mann ist, und die einzige Frage scheint zu sein, ob er Sasaki vorzeitig besiegen kann oder nicht. Sasaki konnte bereits in drei seiner sieben Niederlage nicht über die Runden gehen, dennoch tippe ich auf einen sehr deutlichen Punktsieg für Senchenko, da dieser mir eher auf Sicherheit bedacht zu sein scheint.


    Omar Anders Narvaez – Victor Zaleta

    Am Samstag Abend will der Argentinier Omar Narvaez in die Geschichtsbücher eingehen, wenn er in Mexiko auf Victor Zaleta trifft. Sollte er seinen WBO-Titel im Fliegengewicht erfolgreich verteidigen zieht er damit mit 17 Titelverteidigungen in Folge mit dem Titelhalter im Fliegengewicht Pongsaklek Wonjongkam gleich, der zwischen 2001 und 2007 seinen WBC-Gürtel ebenso oft erfolgreich verteidigte bis er ihn an Daisuke Naito verlor, und der inzwischen wieder eine Interimsversion des WBC-Titels gewonnen hat.
    Narvaez ist seit 2002 Weltmeister, als er in seinem zwölften Profikampf Adonis Rivas schlug und sich den Titel holte. Zwei Unentschieden zieren seinen sonst makellosen Kamprekord von 30 Siegen bei keiner Niederlage.
    Victor Zaleta hingegen ist mit gerade mal 11 Profikämpfen deutlich unerfahrener und erlitt vor ziemlich genau einem Jahr auch bereits eine Niederlage. Allerdings hat er auch schon durchaus respektable Gegner geboxt dafür, dass er erst so wenige Kämpfe bestritten hat. Doch der Kampf gegen Narvaez bleibt auf jeden Fall ein großer Schritt nach oben in der Qualität seiner Gegner.
    Von Vorteil könnte für ihn dabei sein Größen- und Reichweitenvorteil sein. Zaleta wog in seinen Kämpfen bisher auch meistens im Superfliegengewicht ein und wird wohl bald schon mindestens eine Gewichtsklasse hochgehen. Gegen den 9cm kleineren Narvaez gilt es für ihn diese körperlichen Vorteile auszuspielen. Boxerisch dürfte es schwer werden.
    Narvaez hat zwar in seinen vielen Titelverteidigungen nicht gerade die Elite des Fliegengewichts geboxt, doch vor allem mit Rayonta Whitfield und Brahim Asloum hat er sehr gute Leute eindrucksvoll besiegt. Das letzte Mal, dass einer seiner Kämpfe wirklich eng war, war vor mehr als vier Jahren, als er gegen Andrea Sarritzu in dessen Hinterhof ein Unentschieden erreichte.
    Narvaez ist ein exzellenter Boxer, der etwas unorthodox agiert und vor allem eine klasse Defensive besitzt, die sich durch gute Reflexe und Meidbewegungen auszeichnet. Desweiteren schlägt er gute Kombinationen und kann, wenn er will, auch durchaus zulangen. Er sollte Zaleta normalerweise klar überlegen sein, für den dieser Kampf wahrscheinlich zu früh kommt.
    In ein paar Jahren könnte Victor Zaleta zur erweiterten Weltklasse zählen, aber er muss sich noch etwas entwickeln und sollte Narvaez, der immerhin schon 34 Jahre alt ist, was bekanntlich ein hohes Alter für einen Fliegengewichtler ist, nicht all zu sehr nachgelassen haben seit seinem letzten Kampf vor 3 Monaten, wird es Zaleta trotz Heimvorteil am Samstag schwer haben.
    Ich tippe auf einen ziemlich deutlichen Punktsieg für Narvaez, wobei ich auch einen Abbruchsieg für ihn in den hinteren Runden nicht ausschließen möchte.


    Tomas Rojas – Evans Mbamba

    Tomas Rojas und Evans Mbamba treffen in Mexiko aufeinander, um den Interimsgürtel der WBC im Superfliegengewicht auszuboxen, den Rojas in seinem letzten Kampf gewann.
    Mbamba ist international ein nahezu unbeschriebenes Blatt und hat bisher ausschließlich in Südafrika geboxt. Dabei blieb er in 16 Kämpfen ungeschlagen und konnte 8 KOs erzielen.
    Rojas hingegen ist bekannt aus Kämpfen gegen Weltklasseleute wie Cristian Mijares, Gerry Penalosa, Anselmo Moreno oder Jorge Arce. Gewinnen konnte er jedoch keinen dieser Kämpfe und er zählt daher eher zu der zweiten Reihe im Superfliegengewicht. Am 12. Dezember soll er bereits seinen nächsten bekannten Gegner bekommen. Im Kampf um den WBC- und WBA-Titel steht er dann, wenn alles glatt läuft, Vic Darchinyan gegenüber.
    Dafür sollte er aber vermutlich den Südafrikaner vorher schlagen. Ob dies auch so leicht wird, ist schwer einzuschätzen, da über Mbamba allgemein recht wenig bekannt ist. Trotzdem wage ich eine Prognose und tippe auf einen Punktsieg für Rojas.


    Prizefighter 8: The Heavyweights 3

    Des Weiteren findet am Samstag in London die dritte Ausgabe des Prizefighterturniers der Schwergewichtler statt. Acht Boxer, unter ihnen Danny Williams und Audley Harrison, treten in einem Turniersystem an, in dem pro Kampf jeweils drei mal drei Minuten geboxt wird. Die 4 Gewinner der ersten Kämpfe ziehen ins Halbfinale ein, wo dann die beiden Finalisten ermittelt werden. Sowohl Viertelfinale, als auch Halbfinale und Finale werden am selben Abend ausgetragen.
    Während wohl, wie in den insgesamt sieben bisherigen Ausgaben dieses Turniers (zwei davon im Schwergewicht), die Qualität nicht all zu hoch sein wird, ist für Spannung und Action definitiv gesorgt.
    Martin Rogan und Sam Sexton waren die Gewinner der beiden bisherigen Schwergewichtsausgaben.

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