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Wochenendrückschau 13.02.2010

In Las Vegas gab es am Samstagabend vier interessante Kämpfe. Nonito Donaire gewann den Hauptkampf ebenso problemlos wie zuvor Fernando Montiel in seiner Titelverteidigung. Davor gelang es Eric Morel einen Titel im Bantamgewicht zu gewinnen und Bernabe Concepcion sich einen Kampf mit Juan Manuel Lopez zu sichern.

Im Hauptkampf der Latin Fury 13 Veranstaltung aus Las Vegas hatte Nonito Donaire wie erwartet keine Probleme mit Manuel Vargas. Donaire siegte durch KO in der dritten Runde.
Von Anfang an war der Klassenunterschied im Ring deutlich zu erkennen. Donaire war nicht nur zu gut und zu schnell, sondern auch körperlich dem mexikanischen Herausforderer, der kurzfristig eingesprungen war und drei Gewichtsklassen höher boxte als in seinen letzten Kämpfen, stark überlegen. Nach zwei deutlichen Runden landete Donaire in der dritten einen brutalen linken Aufwärtshaken, der Vargas zu Boden schickte. Der Ringrichter zählte den Mexikaner aus und beendete damit den ungleichen Kampf nach einer Minute und 33 Sekunden der dritten Runde.

Zuvor hatte Bantamgewichtsweltmeister Fernando Montiel noch deutlich weniger gebraucht um sich seines Herausforderers Ciso Morales zu entledigen.
Bereits in der ersten Runde landete Montiel einen linken Haken zum Körper seines Gegners, und Morales ging schmerzverzerrt zu Boden, wo er sich krümmte, während der Ringrichter ihn auszählte. Auf den ersten Blick erschien der Schlag möglicherweise unter die Gürtellinie gegangen zu sein, doch die Ecke von Morales wehrte sich nicht gegen den Abbruch, und Wiederholungen des Schlags zeigten, dass der Schlag vermutlich gerade noch im legalen Bereich landete.

Die Interimsversion von Montiels Titel stand davor auf dem Spiel, als Altmeister Gerry Penalosa auf Ex-Fliegengewichtsweltmeister Eric Morel traf. Nach 12 Runden sahen zwei der drei Punktrichter Morel vorne und machten ihn somit etwas kontrovers zum neuen Weltmeister.
Morel fing anfangs an stark zu boxen und bereitete mit seinen schnellen Händen und seinen flinken Bewegungen Penalosa einige Probleme. Doch Penalosa besann sich auf seine alte Stärke zum Körper des Gegners zu gehen und gestaltete die mittleren Runden sehr ausgeglichen und eng. Je länger der Kampf dauerte desto mehr kam Penalosa auf, und auch zwei Cuts von zwei unabsichtlichen Kopfstößen in Runde 6 konnten ihn nicht aufhalten. Zum Ende hin konnte Penalosa Morel immer häufiger stellen und gewann mit seinen härteren Treffer scheinbar die hinteren Runden. Die meisten Beobachter hatten den Philippinen Penalosa am Ende mehr oder weniger knapp vorne, jedoch mit Richard Houck nur einer der drei Punktrichter (115-113). Paul Smith hatte Morel mit 115-113 als Sieger, während Duane Ford ein schwer nachvollziehbares 116-112 für Morel auf seinem Punktzettel stehen hatte.
Nach dem Kampf gab Eric Morel selber zu, dass die Körpertreffer von Penalosa ihm stark zugesetzt hätten und er deswegen zum Ende hin etwas eingebrochen sei.

Der wohl beste Kampf des Abends war jedoch gleich zu Anfang zu sehen. Bernabe Concepcion und Mario Santiago lieferten sich ein gutes Gefecht über 10 Runden, nach denen Concepcion verdient eine einstimmige Punktentscheidung gewann.
Santiago versuchte sich von Anfang an als Boxer, während Concepcion in die Halbdistanz zu gelangen versuchte, um dort die härteren Schläge abzufeuern. Nach drei engen Runden, die Concepcion zu gewinnen schien, kam Santiago in der vierten und fünften Runde etwas besser in den Kampf, bevor Concepcion in Runde 6 eine gute rechte Gerade ins Ziel brachte, die Santiago zu Boden taumeln ließ. Angeschlagen, aber nicht am Ende, schaffte es Santiago die Runde zu überstehen, nachdem er noch einige weitere gute Treffer schlucken musste.
In den folgenden Runden konzentrierte sich Santiago hauptsächlich auf seinen Jab um erneut in den Kampf zu finden, während Concepcion weniger aktiv war, aber die besseren Treffer landete. Vor der zehnten und letzten Runde schien Concepcion auf den Punktzetteln deutlich vorne zu sein und Santiago einen KO zu benötigen. Fest entschlossen kam dieser aus der Rundenpause zurück und ging nun deutlich aggressiver zu Werke als in den vorherigen neun Runden. Die tolle, actiongeladene Runde beherrschte Santiago klar und Concepcion hatte einige Probleme nicht von dem nun verzweifelt boxenden Santiago überwältigt zu werden. Doch als der Gong zum Runden- und damit Kampfende ertönte, war klar, dass Concepcion durch das Überstehen des letzten Ansturms den Kampf gewonnen hatte. Und so sahen die drei Punktrichter den Philippinen auch deutlich vorne. Das Urteil von 96-93, 97-92 und 98-91 fiel zwar etwas zu deutlich aus, doch im Endeffekt gewann mit Bernabe Concepcion der richtige Mann. Er steht damit mit ziemlicher Sicherheit als nächster Gegner für Juan Manuel Lopez fest.

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