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Wochenendrückschau 04.09.-05.09.2009

In einem recht ruhigen Boxwochenende sorgte vor allem Marvin Sonsona für Schlagzeilen, der mit 19 Jahren der jüngste philippinische Boxweltmeister aller Zeiten wurde.
Des Weiteren blieb der junge Japaner Koki Kameda ungeschlagen und bleibt damit ebenso wie Daniel Ponce De Leon, der einen Eliminator im Federgewicht gewann, auf Titelkurs.

Bereits am Freitag hatte der wohl am heißesten erwartete Kampf des Wochenendes stattgefunden, der von der Ansetzung her viel versprochen hatte und das meiste hielt.
Der 37-jährige Veteran und WBO-Weltmeister im Superfliegengewicht Jose „Carita“ Lopez traf in Kanada auf den jungen Philippiner “Marvelous” Marvin Sonsona, der alle seine 13 Profikämpfe gewonnen hatte, 12 davon per KO. Für Lopez war es die erste Titelverteidigung, nachdem er zuvor den vakanten Titel gegen Pramuansak Posuwan gewonnen hatte.
Sonsona, der bereits als „nächster Manny Pacquiao“ gehandelt wird, bereitete dem gut geschulten Puerto Ricaner Lopez einige Probleme durch seine Rechtsauslage und unorthodoxe Art und Weise. Dass er zudem noch ordentlich Dampf in den Fäusten besitzt, bewies Sonsona spätestens in der vierten Runde, als er Lopez mit einer linken Hand zu Boden schlug.
Lopez konnte die Runde jedoch überstehen und meldete sich direkt in der nächsten Runde gut zurück und gewann diese, so dass es ein interessantes und enges Gefecht blieb, bei dem Sonsona jedoch die meisten Runde etwas besser abzuschneiden schien.
In Runde 8 wurden Lopez schließlich noch zwei Punkte für Tiefschläge abgezogen, was ihn dann auf den Punktzetteln doch deutlich nach hinten warf. Dazu kam, dass Sonsona, der zuvor noch nie mehr als fünf Runden für einen Kampf gebraucht hatte, in den letzten Runden noch mal stark aufdrehte und den Kampf damit nach Punkten recht deutlich gewann.
Letztlich setzten sich Sonsonas Schnelligkeit und Jugend durch gegen das intelligente Konterboxen des Puerto Ricaners.
Die drei Punktrichter sahen den Kampf mit 114-111, 115-110 und 116-109 allesamt richtig.

In einem Vorkampf hatte der Kanadier und Ex-Weltmeister im Superbantamgewicht Steve Molitor wie erwartet in 5 Runden schnellen Prozess mit seinem überforderten Gegner Feliciano Ledezma gemacht.
Damit bleibt Molitor auf einem guten Weg zu einer erneuten Titelchance.

Diese erhielt sich auch Daniel Ponce De Leon, der sich seit er vor mehr als einem Jahr in einer Runde seinen Titel an die puertoricanische Sensation Juan Manuel Lopez verloren hat weiter ungeschlagen hält.
Roinet Caballero besiegte er in einem Federgewichts-Eliminator der WBA deutlich nach Punkten.

In Japan brauchte währenddessen der ehemaligen WBA-Weltmeister im Halbfliegengewicht Koki Kameda, der mittlerweile im Fliegengewicht antritt, nur 5 Runden für Humberto Pool.
Pool, der drei mal im Kampf am Boden war, war von Anfang an nur als Vorbereitungsgegner gedacht, da Kameda bereits am 29. November einen Kampf mit WBC-Weltmeister und Landsmann Daisuke Naito stehen hat.

Zu guter Letzt verteidigte John Simpson noch seinen Commonwealth-Titel im Federgewicht in einem Rückkampf gegen Paul Truscott.
Im ersten Kampf wurde Truscott kontrovers nach acht Runden zum Verlierer erklärt, nachdem eine Verletzung, die von einem Kopfstoß stammte, ihn am Weitermachen hinderte.
Dieses Mal war Simpsons Sieg deutlicher. Der erneut stark verletzte und blutende Truscott wurde nach 10 Runden aus dem Kampf genommen, als er sich kaum mehr zu wehren vermochte und eine Fortsetzung des einseitigen und blutigen Kampfes unnötig erschien.

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