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Wo geht`s hin, Dereck Chisora?

Wo geht`s hin, Dereck Chisora?

Auf jeden Fall noch nicht in den Ruhestand. Das hat der 36-jährige schon kurz nach seiner Niederlage gegen Oleksandr Usyk am vergangenen Wochenende konstatiert.

Dies möchte ich übrigens hier nur am Rande erwähnen. Ich finde die – gerne nach einer Niederlage gestellte – Frage nach dem Karriereende übrigens in den meisten Fällen fehl am Platz und sogar beleidigend. Wer käme denn zum Beispiel auf die Idee, einen Pizzabäcker, dem mal eine Calzone im Ofen verkohlt ist, zu fragen: „Hören Sie jetzt auf?“

Aber zurück zum Thema Dereck Chisora. Die Pleite gegen Usyk ist zu verschmerzen. Sie hat aber auch noch einmal die Defizite von ‚Del Boy‘ aufgezeigt: überschaubare Schlagkraft und mäßige Technik. Erschwerend kam noch dazu, dass Chisora den Sieg „mit der Brechstange“ holen wollte, dabei überpaced hat und „hintenrum keine Körner mehr“ hatte, was Usyks Sieg aber nicht schmälern soll.

Während Oleksandr Usyk nun auf einen Kampf gegen Anthony Joshua drängt, muss sich Chisora aber fragen, wie es nun weitergeht. Glücklicherweise ist der Londoner bei Eddie Hearn unter Vertrag, was sicher den Zugang zu Kämpfen erleichtert.

Zu Chisoras Fürsprechern gehört auch sein Manager David Haye. Und der ist nicht unzufrieden mit seinem Boxer: „Dereck hat bewiesen, worum es ihm geht. Es geht um Krieg. Um reinkommen und die Waffen abfeuern. Das ist das erste Mal, dass er in optimaler Form war. Und er kann noch besser werden. Ich war stolz auf seine Leistung.“

So stolz, dass David Haye nach dem coronabedingten Ausfall von Alexander Povetkin ins Auge gefasst hat, Chisora am 21. November gegen Dillian Whyte in den Ring zu schicken.

Zwei Mal haben Whyte und Chisora schon den Ring miteinander geteilt. 2016 verlor Chisora durch eine Split Decision, 2018 durch KO in Runde 11. Und 2020? „Ich würde diesen Kampf annehmen. Ich habe keine blauen Flecken und bin bereit für Rock`n`Roll!“ hat Chisora bereits erklärt und auch David Haye hält das für eine gute Idee.

Dillian Whyte zeigte sich bislang nicht sonderlich begeistert: „Nein, du bist nicht bereit. Keiner will Dich wieder schlafen gehen sehen!“

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