Top News

WM im Federgewicht in Manchester – Warrington siegt über Frampton

Ein Beitrag von FW

WM im Federgewicht in Manchester – Warrington siegt über Frampton

 

Sage und schreibe 13 Kämpfe standen am gestrigen Samstagabend in der Manchester Arena auf der Fightcard. Unter anderem gab Tommy Fury, kleiner Bruder des „Gipsy King“ sein erfolgreiches Debut als Profi.

Mainact des Abends war allerdings die Begegnung von IBF-Federgewichtschampion Josh Warrington mit Carl Frampton. Warrington mit einer bis dato makellosen Bilanz mit 27 Siegen, hatte sich über Stationen als britischer Meister, Commonwealth Champ und zuletzt durch einen Punktsieg gegen LeeShelby den IBF-Gürtel gesichert. Mit Carl Frampton – immerhin  Ex-WBA Superchamp im Federgewicht – traf „The Leeds Warrior“ Warrington auf einen brandgefährlichen Gegner, der vermutlich auch mehr KO-Power in den Fäusten hat. Warrington also vielleicht trotz des Weltmeistertitels in der Rolle des Underdog.

Davon ließ sich der Titelverteidiger allerdings nicht beeindrucken. Warrington startete offensiv: mit einem eingesprungenen linken Haken konnte er Frampton überraschen und ließ im Anschluss ein Trommelfeuer los. Sichtlich benommen schien Frampton sich gerade eben noch auf seinen Beinen halten zu können.
Im zweiten Durchgang gab es eine ähnliche Szene, fast konnte man den Eindruck bekommen, als würde das Ganze nicht über die Runden gehen. „The Jackal“ schien Schwierigkeiten zu haben, in den Kampf zu kommen, auch nach einem guten Treffer des Herausforderers direkt auf Warringtons Kinn, zeigte sich der Weltmeister unbeeindruckt. Trotzdem versuchte Frampton dagegenzuhalten, immer wieder trafen sich die Kontrahenten in wildem Schlagabtausch, oft hatte Frampton den Schlagserien von Warrington nicht genug entgegenzusetzen.
Warrington präsentierte sich in weiten Strecken der Begegnung als der bessere Mann, bewegte sich mehr, konnte mehr Schläge anbringen. Im letzten Drittel des Fights merkte man, dass Warrington „viele Körner verbraucht“ hatte, aber auch Frampton wirkte nicht mehr frisch. Doch während der Titelverteidiger – wohl wissend, dass er auf den Punktzetteln vorne lag – unbeirrt weiterhin seinen Schlaghagel abfeuerte, muss Frampton klar gewesen sein, dass ihm nur noch ein KO den Sieg bescheren würde. Frampton versuchte zwar, den Druck zu erhöhen, aber das reichte nicht aus.
Am Ende gewann der alte und neue Weltmeister einstimmig mit 116-113, 116-112 und 116-112.  Promoter Frank Warren lobte den Fight als den besten Kampf, den er je in einem britischen Ring gesehen hätte, auch Gewinner Warrington fand lobende Worte: “Man braucht zwei, um so einen Kampf zu machen! Ich bin immer ein Fan von Carl gewesen und ich bin es jetzt auch noch!“ Frampton selber räumte seine Niederlage ohne wenn und aber ein: „Ich war in einer unglaublich guten Verfassung, aber der bessere Mann hat gewonnen. Josh war fitter und stärker und das ist das Endergebnis!” Nun bleibt abzuwarten, ob Josh Warrington eine Titelvereinigung in Angriff nimmt.

Auf der Undercard dieser Frank Warren-Veranstaltung  setzte sich Hassan N`Dam auf den Punktezetteln mit 114-114, 117-112 und 116-112 gegen Martin Murray durch, Nathan Gorman aus der Verwandtschaft von Tyson Fury verteidigte seinen WBC International Silver Heavyweight Title erfolgreich gegen Razvan Cojanu aus Rumänien und Tyson Furys Bruder Tommy Fury fuhr in seinem Profidebüt einen Sieg gegen den litauischen Journeyman  Jevgenijs Andrejevs mit einer Bilanz von 10-103-3 ein.

Voriger Artikel

Whyte stoppt Chisora in Runde 11

Nächster Artikel

Sophie Alisch wird Profiboxerin

Keine Kommentare

Antwort schreiben