Top News

WM-Ausscheidungskampf von Howik Bebraham wird ein “Heimspiel”

Petkos Boxpromotion hat sich die Austragungsrechte für den WM-Ausscheidungskampf der IBO zwischen Howik “der Löwe” Bebraham und dem Russen Fedor Papasov gesichert. Der Kampf soll im März nächsten Jahres stattfinden. Der Sieger wird Pflicht-Herausforderer von Weltmeister Emmanuel Tagoe.

Der WM-Ausscheidungskampf findet auf Augenhöhe zweier IBO-Box-Größen statt. Howik Bebraham ist amtierender IBO Internationaler Champion im Leichtgewicht, hat bisher alle seine elf Profikämpfe gewonnen; Fedor Papasov ist IBO Intercontinental Champion ebenfalls im Leichtgewicht, hat 20 seiner bislang 22 Profikämpfe gewonnen, gilt als Knockout Man, da er zwölf dieser Kämpfe vorzeitig gewann. Seine beiden Niederlagen resultieren gegen WBO-Weltmeister Terry Flanagen (nach Punkten) und US-Boy Miguel Angel Gonzales.

Natürlich hätte es für Nadine Rasche und Alex Petkovic so kurz vor dem Jahreswechsel keine bessere Nachricht geben können. “Das ist ein ganz bedeutender Meilenstein für unsere Boxpromotion. Und es kann ein Monument werden für unsere noch junge Boxpromotion,” betont Nadine Rasche. Und Alex Petkovic fügt hinzu: “Ich bin so unglaublich stolz auf Howik und unser gesamtes Team, es bis dorthin geschafft zu haben. Dies ist eine gigantische Leistung von allen und zeigt wieder einmal, dass wir auf die richtigen Sportler setzen.” Diese These unterstreichen u.a. Vartan Avetisyan, Edgar Walth, Serge Michel und Petar “Anton” Milas, die allesamt auf WM-Titelkämpfe hoffen, um nur einige aus dem Petko Gym zu nennen.

Howik Bebraham ist nun der erste Kämpfer aus dem bayerischen Boxstall, der diese Chance erhält – und auch wahrnehmen will. “Ich bereite mich auf jeden Kampf intensiv vor. Das habe ich schon zu meinen Amateurzeiten so gehandhabt. Aber jetzt werde ich die Trainingsintensität noch einmal steigern, vom ersten Tag des neuen Jahres an. Das verspreche ich meinen Fans, meinem Trainer und meinem Promotor.” Howik hat schon immer Vollgas gegeben, vom ersten Tag an, als er bei 1860 München das Boxen erlernte und dort auch seinen heutigen Promotor und Mentor Alex Petkovic kennenlernte.

Aber auch Fedor Papasov ist von sich und seinen Qualitäten überzeugt. “Ich bin in jedem Kampf immer bestens vorbereitet. Deshalb liebt mich auch mein Publikum, das meinen Kampfstil so sehr mag. Ich kenne Howik noch nicht so genau, aber sein Kampfrekord zeigt mir, dass er es ernst meint.” Sein Manager Yury Fedorov ist hocherfreut, dass er seinen Schützling in Deutschland präsentieren kann. “Fedor ist ein überaus spektakulärer Kämpfer. Bebraham wird es im Ring sehen, dass dies sein schwerster Kampf bislang wird.”
Davon gehen selbstverständlich auch Nadine Rasche und Alexander Petkovic aus. Aber die beiden letzten Siege gegen die Südamerikaner Christian Ruben Mino und Franklin Mamani, die er förmlich auseinandernahm, machen beiden Hoffnung. “Da hat Howik gezeigt, welches Potential in ihm steckt. Howik kann der erste Münchner Weltmeister eines der großen Boxverbände werden. Er darf nur noch nicht an Emmanuel Tagoe denken, sondern nur Fedor Papasov vor Augen haben.”

Quelle: Petko’s Boxpromotion

Voriger Artikel

ECB-Weihnachtsboxen in Hamburg

Nächster Artikel

Tippspiel KW 52 - 29.-31.12.2017

12 Kommentare

  1. 27. Dezember 2017 at 20:44 —

    Wow, hier geht es um den Ausscheidungskampf für einen zweiklassigen Gürtel für zwei Boxer, die zwei drittklassige Gürtel halten.

    17 Gewichtsklassen x 3 Titel macht bei der IBO also im worst case 51 unwichtige Gürtel…Respekt.

  2. 27. Dezember 2017 at 20:47 —

    Erinnert mich immer wieder daran, wo Mairis Briedis gegen Marco Huck gewann und schon im Ring abgewunken hat, als man ihm den IBO Lamettagürtel umhängen wollte.

  3. 27. Dezember 2017 at 22:43 —

    Die WBO hat doch damals genauso angefangen. Immer diese negativgerede.

    • 28. Dezember 2017 at 08:38 —

      Genau und irgendwann etablieren wir 20 Boxverbände und jeder Kampf von Leuten auf Platz 500 der boxrec Liste geht um nen WM Titel.

  4. 27. Dezember 2017 at 22:54 —

    Boxen findet eben auf den verschiedensten Levels statt. Genau wie alle anderen Sportarten auch.

    • 28. Dezember 2017 at 09:59 —

      Mag sein, aber dann soll man auch realistisch bleiben. Von beiden Boxern lese ich hier das erste Mal, aber der Artikel suggeriert mir als würden die beide auf Topniveau unterwegs sein. Dabei sind beide grad mal irgendwo laut boxrec in den Top 50 vertreten.

    • Journalistische Boxsportfachartikel finden auch auf verschiedensten Levels statt…

    • 29. Dezember 2017 at 08:35 —

      Da hast du recht, aber in anderen Sportarten gibt es einen Weltmeister, einen Europameister, die andere sind Bezirks-meister, Landesmeister, oder von mir aus eben Hausmeister oder Jägermeister.

  5. 29. Dezember 2017 at 19:46 —

    Also ich sehe das nicht so eng, wie andere hier, um welchen “WM-Titel” es letztendlich geht. Ist doch völlig egal welche Buchstaben auf den Gürtel stehen, auf die Leistung der Kontrahenten kommt es an und das der WM auch ein würdiger WM ist.
    Natürlich ist es ein Hohn das es mittlerweile an die 20 Weltboxverbände gibt oder sogar mehr, aber die IBO hat im Gegensatz zu z.B. UBO, IBA, IBU, WBB, IBC,WAA, UBF, WBU, GBC, GBU, WBFound, etc. einen weitaus höheren Stellenwert!

    • 29. Dezember 2017 at 21:15 —

      die IBO ist eben der größter der kleinen verbände. oder doch schon der kleinste der großen verbänden. die IBO ist in jedem Fall der 5. Verband. Für mich hat der Titel eine gewisse Bedeutung und um für mich als undisputed zu gelten muss man 6 gürtel halten (WBA, WBC, IBF, WBO, IBO, RING und auch bei allen Organisationen als lineare wm anerkannt sein)

Antwort schreiben