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Wladimir Klitschko – Plant er seine Rückkehr in den Boxring?

Ein Beitrag von F. W.:

Dr. Steelhammer schließt Comeback nicht aus. Im August 2017 war es, als Wladimir Klitschko ankündigte, seine Karriere beenden zu wollen. Vorausgegangen war ein Kampf gegen Anthony Joshua – verbunden mit einer Niederlage für Klitschko.

Viele fanden nach dem Kampf, sie hätten den „besten Wladimir Klitschko“ aller Zeiten gesehen, denn nicht allen hatte sein Boxstil gefallen. Zudem hing ihm – seit der Niederlage gegen Lamon Brewster im Jahr 2004 – der Makel eines „Glaskinns“ nach. Auch Klitschkos Gegnerwahl stieß oft nicht auf Begeisterung: Er würde nur „Fallobst“ boxen, warfen Kritiker ihm vor.

All das konnte Klitschko in seinem letzten Kampf ins Reich der Fabel verweisen: spätestens als Anthony Joshua ihm mit einem wuchtigen Haken den Kopf in den Nacken schlug und Klitschko trotzdem weiterboxte. In der sechsten Runde ging der Brite zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere zu Boden, am Ende blieb er aber durch KO in der 11. Runde siegreich.

Der Rückkampf lockte, doch Klitschko war wohl nicht mehr motiviert genug. Am Ende habe er sich aus dem Bauch heraus entschieden, sagte der ehemalige Schwergewichtsweltmeister im Interview.

Nun ist völlig überraschend von einer Rückkehr in den Ring die Rede. Im Interview mit dem amerikanischen Kabelsender Fox Sports Networks mit Sitz in Los Angeles zieht Klitschko das durchaus in Erwägung, wenn es denn eine historische Bedeutung besäße, etwas wirklich Unglaubliches, Außergewöhnliches sei.

Geld bietet – anders als bei Floyd Mayweather – für Wladimir keinen Anreiz, wieder in den Ring zu steigen: Dr. Steelhammer hat ausgesorgt, der 42jährige ist Wissenschaftler, Investor, Hotelier, Trainer, Dozent – unter anderem an der Havard University in Cambridge.

Was Klitschko reizen würde, wäre zum Beispiel ein Altersrekord als Weltmeister im Schwergewicht. Dieser Rekord liegt nach wie vor bei Big George Foreman, der mit fast 46 Jahren im November 1994 Michael Moorer spektakulär ausknockte und sich dessen Titel holte. Um Foremans Altersrekord zu knacken, müsste Klitschko allerdings noch rund 3 Jahre warten. Man darf also gespannt sein: „Ich habe es noch drauf“, soll Dr. Steelhammer dem TV-Sender gesagt haben, „aber ich weiß nicht, wie lange ich diese Form noch halten kann.“

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2 Kommentare

  1. 6. November 2018 at 18:21 —

    Bitte nicht!

  2. 7. November 2018 at 10:27 —

    Denke schon, dass WK sich schon noch “relativ locker” in den Top 10 etablieren könnte, für die Top-Leute wie Joshua, Wilder (,Fury je nach Form) und ggf. auch Ortiz und Povetkin wird es aber nicht mehr reichen. Denke nicht, dass das nach jahrelanger “Dominanz” Klitschkos Anspruch ist.
    Für Charrs Fake-Titel (sofern er nicht aberkannt wurde) sollte es dagegen noch reichen. Diesen dann aber noch für 3 Jarhe zu halten, dürfte allerdings schwer werden, und da der “reguläre” WBA-WM eben doch kein wirklicher Champion ist, wäre man damit auch kein würdiger Foreman-Nachfolger…

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