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Wird Andy Lee der neue Trainer von Joseph Parker?

Wird Andy Lee der neue Trainer von Joseph Parker?

Auf seinen accounts in den sozialen Netzwerken hält Parker sich bedeckt, aber angeblich steht fest, wer den 29 Jahre alten Neuseeländer in Zukunft trainieren wird: der Ire Andy Lee.

Lee ist ehemaliger Profi, war WBO-Weltmeister im Mittelgewicht und ist nicht nur ein Cousin von ‚Gypsy King‘ Tyson Fury, sondern auch einer von Furys Co-Trainern.

Seine Sporen als Coach verdiente sich Lee – der 2018 seine aktive Laufbahn beendete und lange von Emmanuel Steward trainiert wurde – unter anderem als Assistent von Sugar Hill Steward bei der Vorbereitung von Fury auf das Rematch mit Deontay Wilder. Als Trainer betreut Lee den irischen Weltergewichtler Paddy Donovan und Mittelgewichtler Jason Quigley.

Während seiner Zeit als Amateur kämpfte Andy Lee zum Beispiel gegen Gennady Golovkin, Alfredo Angulo und Hassan D`Dam N`Jikam, als Profi kreuzte ‚Irish‘ Andy Lee die Fäuste mit Julio Cesar Chavez jr, Matvey Korobov, Peter Quillin und Billy Joe Saunders. 39 Mal stand Andy Lee als Profi im Ring, Bilanz: 35-3-1 bei 24 KO-Siegen.

Ob der 36-jährige der richtige Mann für Joseph Parker ist, bleibt abzuwarten. Bei seinem bisherigen Coach Kevin Barry und Parker war angeblich unter anderem die räumliche Distanz ein Problem geworden: der Coach ist in Las Vegas ansässig, Parker lebt mit Frau und Kindern im neuseeländischen Auckland. Um nach Großbritannien zu Andy Lee zu kommen, muss Parker allerdings nun eine noch weitere Anreise in Kauf nehmen.

Wie es heißt, sei Parker von zahlreichen Trainern kontaktiert worden, die an einer Zusammenarbeit mit ihm interessiert waren. Möglicherweise war der Rat von Tyson Fury ausschlaggebend: Joseph Parker und Tyson Fury sollen eng befreundet sein.

In einem „SkySports“-Interview sagte Parkers Manager David Higgins über Andy Lee: „Er ist für Trainerverhältnisse jung und hungrig, er hat gute Referenzen und wir haben gute Dinge gehört. Die beiden werden ein bisschen Zeit miteinander verbringen und sich gegenseitig kennenlernen.“

Vermutlich haben Parker und sein Team die Hoffnung, dass die Zusammenarbeit mit Andy Lee dazu führt, dass Joseph Parker im Ring aggressiver zu Werke geht. Ob Lee das allerdings in den verbleibenden sieben Wochen bis zum 1. Mai und dem Kampf gegen Dereck Chisora noch erreichen kann, ist vorerst fraglich.

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7 Kommentare

  1. 12. März 2021 at 07:57 —

    Vielleicht hat die Trennung vom kalifornischen Trainer auch damit zu tun:

    stuff.co.nz/auckland/112436865/crown-says-drug-syndicate-got-help-from-highprofile-sportsman

    stuff.co.nz/national/crime/300249308/boxer-joseph-parker-helped-shift-cash-for-drugs-but-was-never-charged-by-police

    boxingscene.com/joseph-parker-reacts-being-named-drug-importation-case–156062

    Wenn ihr Bock auf so etwas habt, könntet ihr auch gerne mal etwas über diesen Mann schreiben und recherchieren: en.wikipedia.org/wiki/Daniel_Kinahan

    Der Typ ist Mitgründer der Boxer-Beratungsfirma MTK Global (früher MGM Marbella), ein guter Freund von Matthew Macklin, Tyson Fury und Billy Joe Saunders und genießt einen zweifelhaften Ruf. Unter anderem soll er die Initiative für den AJ/Fury-Deal gegeben haben und mischt angeblich bei der Vergabe der Veranstaltung an ein Land im mittleren Osten mit, wo er eine Megen guter Kontakte besitzt. Ich versuche seit dem Regency Hotel Shooting 2016 vor dem Kampf zwischen Jamie Kavanagh und Antonio João Bento damals, immer wieder mal, Quellen zu durchforsten und es gibt jede Menge interessanter Videos und Artikel, ohne dass jemand tatsächlich exakt sagen kann, ob und wenn ja, was, an den ganzen Vermutungen dran ist. Eine Real-Life-Conspiracy-Story, die es in sich hat … in den letzten 10 Jahren sind allein durch die sogenannte „Hutch–Kinahan feud“ mehr als 20 Menschen im Umfeld irischer Drogenkartelle brutal ermordet worden.

  2. 12. März 2021 at 08:22 —

    @ ak

    Ich habe mich schon mit dem Thema Kinahan beschäftigt.
    Aber darüber kann man wohl eher ein Buch schreiben, als einen Artikel.

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