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Willie Savannah – Tod mit 85

Willie Savannah – Tod mit 85

Weltweit mag Willie Savannah kein wirklich bekannter Boxtrainer gewesen sein, im texanischen Houston war Savannah ein Schwergewicht im Boxsport. Jetzt ist Willie Savannah im Alter von 85 Jahren verstorben.

In den vergangenen Jahren litt der Coach und Manager zunehmend unter Nieren- und Lungenproblemen, musste dreimal pro Woche zur Dialyse ins Krankenhaus. Soweit bekannt, hatte sich Willie Savannah vor etwa zwei Wochen dazu entschlossen, seine Dialysebehandlungen abzubrechen.

Clara Savannah, seine Frau, bestätigte seinen Tod auf ihrer Facebook-Seite und schrieb dazu: „Mit großer Trauer teile ich Ihnen allen mit, dass mein Mann Willie Savannah friedlich zu Hause verstorben ist. Bitte sehen Sie von Telefonanrufen ab und schließen Sie uns in Ihre Gebete ein. Ich danke Ihnen, Clara.“

Ende der 70er Jahre hatte Willie Savannah angefangen, mit Amateuren und professionellen Boxern in Houston zu arbeiten. In den 80er-Jahren eröffnete er zusammen mit seiner Frau das Savannah Boxing Gym im Südwesten der Stadt.

Durch Savannahs Schule ging zum Beispiel Ronnie Shields, der später als Coach unter anderem Evander Holyfield, David Tua, Kassim Ouma, Arturo Gatti, Guillermo Rigondeaux, Erislandy Lara und Pernell Whitaker betreute.

Auch Juan Diaz war ein Schützling von Willie Savannah. Im Interview mit Boxingscene.com hat sich Diaz an seine Anfänge erinnert: „Ich war 8 Jahre alt. Ein kleiner dicker Junge und Mr. Savannah wollte das Boxen aufgeben. Er hat mir die ganze Zeit diese Geschichte erzählt, dass sie aufgeben und das Gym schließen würden, wenn ‚dieses dicke Kind‘ geht. Also trainierte ich weiter und hörte ihm zu und wir blieben dabei.“

Und zwar mit Erfolg: als Amateur hatte Diaz eine Bilanz von 105 Siegen bei nur 5 Niederlagen. Er gewann die mexikanischen Meisterschaften 1999 und die mexikanische Olympiaausscheidung im Jahre 2000, durfte aber aufgrund seines Alters von nur 16 Jahren nicht zu den Olympischen Spielen nach Sydney fahren.

Noch im Jahre 2000 wechselte er ins Profilager und wurde schließlich und endlich  Leichtgewichtsweltmeister der Verbände WBA, WBO, IBF und IBO. „Wenn er nicht gewesen wäre, wäre ich kein Weltmeister geworden.“ sagte ‚The Baby Bull‘ Diaz später über Willie Savannah.

Regis Prograis trainierte ebenfalls in Savannahs Gym in Houston. „Als ich in Savannahs Boxhalle anfing, war (Evander) Holyfield dort, Juan Diaz war dreimaliger Weltmeister. Er war da, Rocky Juarez und Raul Marquez waren da, die Charlo-Zwillinge …  Hyland Williams, Omar Henry, Vanes Martirosyan, Erislandy Lara, Guillermo Rigondeaux  … und da war eine Stimme in mir, die sagte: Das alles kannst du auch.“ hat Prograis einmal im Interview mit dem „Ring Magazine“ erklärt.

Kein Wunder, dass ‚Rougarou‘ ebenfalls Willie Savannahs Tod betrauert:

Rougarou / Twitter

„Die Boxwelt hat eine weitere Legende verloren. Ich bin für immer dankbar für alles, was Herr und Frau Savannah für mich getan haben. Wer weiß, wo ich wäre, wenn es diesen Mann nicht gegeben hätte.“

„Es ist ein trauriger Tag. Und wir konnten es kommen sehen, alle Menschen um ihn herum, die ihm nahe standen“ hat Juan Diaz zum Tode seines ehemaligen Trainers gesagt: „ … manchmal wollen die Leute nicht mehr kämpfen. Man kommt an den Punkt, an dem es genug ist. Vor ein paar Wochen begann sich sein Gesundheitszustand zu verschlechtern und er war nicht mehr wirklich er selbst. Er begann sehr schnell zu sinken”.

Ruhe in Frieden, Wille Savannah.

 

 

 

 

 

 

 

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