Wilder vs Helenius – was erwartet uns?

Wilder vs Helenius – was erwartet uns?

Wenn am Samstagabend ‚Bronze Bomber‘ Deontay Wilder und ‚The Nordic Nightmare‘ Robert Helenius im Barclays Center in Brooklyn, New York, aufeinandertreffen, dann wird Wilder zum ersten Mal seit einem Jahr wieder im Ring stehen.

Am 9. Oktober 2021 ging Deontay Wilder im Kampf gegen Tyson Fury in der elften Runde KO, die zweite Niederlage gegen den ‚Gypsy King‘. Schon im Februar 2020 hatte der ‚Bronze Bomber‘ durch TKO 7 gegen den Briten verloren.

Danach hatte Wilder lange offen gelassen hat, ob er überhaupt noch einmal ins Seilgeviert zurückkehren würde. Im vergangenen August gab Wilders Manager Shelly Finkel dann bekannt, dass Wilder ein Comeback machen würde, gerüchteweise war schon seinerzeit zu hören, es kämen mehrere Gegner für den Comeback-Fight in Frage, einer der Namen: Robert Helenius.

‚The Nordic Nightmare‘, mittlerweile 38 Jahre alt, kommt mit dem Rückenwind von drei Siegen in diesen Kampf, gleich zwei Mal konnte sich der Finne zuletzt gegen den favorisierten Adam Kownacki durchsetzen.

Nun bleibt abzuwarten, in welcher Konstitution der ‚Bronze Bomber‘ in den Ring zurückkehrt. Hat Wilders Psyche durch die beiden Niederlagen gegen Fury „einen Knacks“ bekommen?

Andre Ward konnte das im Interview bei ESPN nicht ausschließen: „Die einzige Frage, die ich an Deontay Wilder habe, ist, welche bleibenden Auswirkungen diese Kämpfe (gegen Fury), auf seine psychologische Verfassung und seinen Physis haben werden. Man sieht seltsame Dinge im Boxen. Jemand wird zum ersten Mal in seiner Karriere KO geschlagen und plötzlich kann er einen Schlag nicht mehr auf die gleiche Weise einstecken.“

Und so darf man gespannt sein, ob Robert Helenius tatsächlich ein Prüfstein sein wird oder nur ein weiteres „KO-Opfer“ für Wilder (Bilanz 42-2-1 bei 41 KO Siegen). Für Tyson Fury ist die Angelegenheit klar: „Ich denke, dass Wilder ein Monster-Puncher ist und sobald er Helenius trifft, ist der raus“, hat der ‚Gypsy King‘ in einem Video von „iD Boxing“ auf YouTube erklärt: „Ich habe gesehen, wie Gerald Washington Helenius KO schlug, und Wilder hat Washington KO geschlagen, also.“

Deontay Wilder geht als großer Favorit in diesen Kampf, Helenius ist trotzdem glücklich darüber, dass er diese Chance bekommen hat: „2010 und 2011 habe ich Lamon Brewster, Samuel Peter, Siarhei Liakhovich und andere solche Typen KO geschlagen. Danach hatte ich eine schwere Verletzung und war lange weg. Und jetzt fühle ich mich zum ersten Mal wieder im Geschäft.“

Für Wilders Coach Malik Scott ist allerdings klar: Wilder wird gewinnen und auch wieder Weltmeister. Scott plant, dass sein Boxer nach dem Sieg über Helenius gleich wieder einen großen Kampf macht. Im Gespräch mit BBC Sport sagte Scott, er sei „nicht daran interessiert, Deontay gegen Andy Ruiz oder Frank Sanchez kämpfen zu sehen.“ Wie Scott  es formulierte,  werde der nächste ein „gewaltiger Kampf für Wilder. Er will unangefochtener Weltmeister im Schwergewicht werden.“

Was ja auf eine Begegnung mit Oleksandr Usyk hindeutet. Wilder selber hat allerdings in einem Interview gesagt, er werde alles daran setzen, in naher Zukunft gegen Andy Ruiz jr anzutreten. Der ‚Destroyer‘ hatte Deontay Wilder nach seinem Sieg über Luis Ortiz herausgefordert und auch ein fiktives Kampfplakat gepostet.

Bild: andy_destroyer13 / Instagram

Wilder dagegen erklärte, er habe Ruiz schon einmal „gesegnet“, wenn auch ohne Wissen des Mexikaners, er wolle darauf aber nicht weiter eingehen.

Zuerst einmal heißt Wilders Gegner Robert Helenius. Was denken die Leser von Boxen.de: wie wird dieser Kampf ausgehen?

4 Gedanken zu “Wilder vs Helenius – was erwartet uns?

  1. Na ja, seine Schlagkraft hat Wilder nicht verloren und alles andere als ein eindrucksvoller KO-Sieg von Wilder würde mich schon überraschen.

    Andererseits würde ich auch gerne sehen das Helenius die richtige Taktik parat hat um Wilder zu bezwingen, dazu muss allerdings die Deckung stehen.

  2. Helenius ist kein Schlechter. Denke das ist schon ein guter Gegner den Wilder sich für ein Comebackfight ausgesucht hat. Wenn man mit einbezieht das Wilder gerade aus drei Backtoback Niederlagen gegen Fury bzw. einem geschenkten Draw und zwei Niederlagen und einem Jahr Ringabstinenz kommt, dann ist das eine richtig starke Gegnerwahl.

    Helenius kann boxen und kann hauen. Wilder rechte bombe wird wieder alles entscheiden aber um ehrlich zu sein sah er bei den veröffentlichten Campvideos verbessert aus. Er hat sich auch Don House als Technik Trainer mit ins Boot geholt und sas war schon sehr clever. Don House ist vielleicht nicht die Hausnummer im Trainerbusiness und eher als UFC Cutman bekannt, aber er kann selbst hervorragend boxen kann dir vorallem auch das boxen beibringen. Er kommt aus der selben Boxschule wie die Mayweathers und ist auch mit Jeff und dem Sr. zusammen aufgewachsen.

    Ich bin auf jedenfall gespannt, das Gefecht dürfte aufgrund der Schlaghärte an Wilder gehen aber Helenius ist nicht Chancenlos……………

    65/35 für Wilder

  3. Für mich hat Helenius auf jeden Fall die Außenseiter Chance das Ding vielleicht zu machen,
    er hat 2 starke kämpfe gegen Kownacki gezeigt und er kennt Wilder aus dem Sparring gut.
    Fury kann es natürlich sehr gut beurteilen wie gewaltig Wilder zuschlagen kann .
    Wenn Helenius sich nicht voll treffen läßt, kann er womöglich gewinnen unentschieden wäre schon ne sensation.

  4. Rein von den skills her ist Helenius der bessere..
    Bezüglich Schlagkraft nehmen sich beiide mMn nicht viel, wobei Schnelligkeit und Explosivität klar für Wilder spricht..

    Wer auch immer den ersten harten Treffer setzt wird siegen, wobei ich da dann doch klar zu Wilder tendiere.. Er ist einfach mental der stärkere und hat auf großer Bühne deutlich mehr Erfahrung..

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