Top News

Wilder doch nicht gegen Breazeale?

Ein Beitrag von FW

Wilder doch nicht gegen Breazeale?

Während der Kampf für viele schon beschlossene Sache zu sein scheint, obwohl es dazu bislang keinerlei offizielle Verlautbarung gab, gibt es nun Neuigkeiten von Deontay Wilder:  wie “The Bronze Bomber” gestern in einem Radiointerview erklärt hat, habe er ein Angebot von Top Rank über mehrere Kämpfe erhalten. Wilders Co-Manager Shelly Finkel lehnte es bisher ab, Einzelheiten zu verraten,  laut Wilder soll aber der Rückkampf gegen Tyson Fury ebenfalls Bestandteil des Deals sein. Der nächste Fight – so Wilder weiter – werde aber noch mit Showtime und Al Haymon stattfinden.

Für Finkel scheint die Angelegenheit allerdings noch lange nicht „in trockenen Tüchern“ zu sein: „Wir haben ein Angebot bekommen  und  ich habe zurückgeschrieben, dass wir es erhalten haben.“ sagte Finkel: “Wenn das Angebot interessant für uns ist, kommen wir vielleicht zusammen. Wenn nicht, dann nicht.” Erst müsse er – sagte Finkel weiter – die Einzelheiten mit Wilder und den Mitmanagern Al Haymon und Jay Deas (der Wilder auch trainiert) besprechen: „Dann werden wir eine Entscheidung treffen.“ Käme der Deal mit Top Rank tatsächlich zustande, stünden dem Rückkampf zwischen Wilder und Fury zumindest keine wirtschaftlichen Interessen mehr entgegen, denn Tyson Fury hat einen Co-Promotionsvertrag mit Bob Arum von Top Rank.

Möglicherweise wird nun die ganze Geschichte um ein kurzfristiges Rematch also wieder aufgerollt. Wie ESPN berichtet, habe WBC-Präsident Mauricio Sulaiman noch am Freitag bestätigt, dass er mit beiden Teams in Kontakt stehe, aber dass es erst eine Mitteilung des Verbandes geben werden, wenn der WBC offizielle Informationen von beiden Seiten erhalten habe. Das – so Sulaiman weiter –  habe bis zum kommenden Mittwochabend zu geschehen.

Sollte es tatsächlich zu einem schnellen Rematch zwischen Wilder und Fury kommen, dann werden die Karten im Schwergewicht neu gemischt: Dominic Breazeale würde wieder in der Pflichtherausforderer-Warteschleife von Wilder verschwinden und auch der potenzielle Gegner von Fury, nämlich Joseph Parker, stünde erst mal ohne Kampf da. Ärgerlicher sicherlich für Breazeale, der seit 2017 Pflichtherausforderer von Wilder ist und den eine lange persönliche Feindschaft mit Wilder verbindet, seit die beiden vor Jahren mal in einer Hotellobby aneinandergeraten sind.

Zudem hatte Wilder gesagt, falls es je zu einem Aufeinandertreffen im Ring käme,  dann solle Breazeale seinen Sohn mitbringen, damit der dem Mann ins Auge sehen könne, der seinen Vater zum Krüppel schlagen würde. Nicht nur viele Boxfans zeigen sich entsetzt, auch Tyson Fury äußerte Kritik an Wilders Aussage:

Breazeale antwortete auf Instagram wie folgt: „Wilder, Du bist Scheisse! Wenn Du über den Sohn eines anderen Mannes redest und darüber sprichst, diesen Mann im Ring zum Krüppel zu machen, dann bist Du ein Nichts! Du hast einen Gürtel, aber das war es auch schon! Sonst hast Du zwei Frauen, drei Freundinnen und drei Kinder, von denen eines behindert ist. Dein Leben ist völlig verrückt. Du und ich, wir können das im Ring austragen und du wirst das Einzige verlieren, was du jemals in deinem Leben gehabt hast.“

So wie es aussieht, könnte es bis zum Showdown zwischen Wilder und Breazeale allerdings doch noch etwas dauern.

 

Voriger Artikel

Ilbay: „Die Geburt meines Sohnes beflügelt mich ungemein“

Nächster Artikel

Eusebio "El Alacran" Pedroza stirbt mit 62

Keine Kommentare

Antwort schreiben