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Wer wird Golovkins neuer Trainer?

Wer wird Golovkins neuer Trainer?

Nachdem sich in der vergangenen Woche Gennady Golovkin und sein langjähriger Trainer Abel Sanchez getrennt haben, stellt sich nun die Frage, wer den ehemaligen Mittelgewichtsweltmeister in Zukunft trainieren wird.

Sanchez hat seine Honorierung als Grund für die Trennung benannt, möglicherweise ist Golovkin aber nach den verlorenen Kämpfen gegen „Canelo“ Alvarez der Meinung, dass ihm ein anderer Trainer – sozusagen nach dem Motto „neue Besen kehren gut“ – im Herbst seiner Karriere nochmals einen Leistungsschub geben könnte. Da GGG schon am 8. Juni gegen Steve Rolls im Ring steht, ist Eile geboten. Doch wer könnte der neue Trainer an Golovkins Seite sein?

Ins Gespräch gebracht hat sich schon mal Robert Garcia. Der 44-jährige Mexikaner war IBF-Weltmeister im Superfedergewicht und ist einer der besten Boxtrainer der Welt. Unter seinen Fittichen hat bzw. hatte er zum Beispiel Fernando Vargas, Brandon Ríos, Nonito Donaire, Kelly Pavlik,  Marcos Maidana, Antonio Margarito,  Chris Algieri, Victor Ortiz oder Egidijus Kavaliauskas, um hier nur einige zu nennen. Garcia hat bereits Schwachpunkte bei GGG analysiert und im Interview benannt: „Er kann sich bei seiner Beinarbeit verbessern, seinen Jab öfter nutzen und ein bisschen schneller werden.“ Rund eine Stunde Autofahrt liegt zwischen GGG und der Robert Garcia Boxing Academy in Oxnard.

Golovkin soll geäußert haben, dass er in der Nähe seines Wohnsitzes in Santa Monica, Kalifornien, trainieren will und damit ist der nächste in Frage kommende Trainer fast schon wieder aus dem Spiel.

Virgil Hunters Studio ist mehr als fünf Stunden von Golovkins Haus in Santa Monica entfernt. Davon abgesehen wäre Hunter eine gute Wahl. Er könnte Golovkins Defensive verbessern und ist zudem bekannt dafür, gute Taktiken planen zu können, wenngleich das zuletzt bei Amir Khans Kampf gegen Terence Crawford nicht unbedingt funktioniert hat, was allerdings nicht zwangsläufig an Hunter liegen muss.

Nach rund 40 Minuten Autofahrt wäre Gennady Golovkin im Wildcard Gym von Freddie Roach. Roach, der nach einer überschaubaren Laufbahn als Profiboxer über Stationen als Hilfskellner und unbezahlter Trainerassistent der Trainer von Mickey Rourke wurde, erbte 1995,  als Rourke seine Boxerlaufbahn aufgab, die gesamte Ausrüstung dessen Gyms – der Grundstock von Roach` Wild Card Gym. Im Lauf der Jahre wurde Freddie Roach einer der erfolgreichsten Boxtrainer weltweit, machte unter anderem  James Toney, Johnny Tapia, Manny Pacquiao, Miguel Cotto und Ruslan Provodnikov zu Weltmeistern. Roach formt eher aggressive Boxer, ist aber nach eigenen Angaben bislang noch nicht von GGG kontaktiert worden.

Ebenfalls rund 40 Minuten Autofahrt liegen zwischen Golovkin und James „Buddy“ McGirt, der in Northridge sein Studio hat. McGirt wurde 1982 Boxprofi, Manager und Trainer war  Al Certo, dem Presse und Politiker Mafia-Kontakte nachsagten. Als McGirt 1997 seine Karriere beendete, konnte er mit 73-6-1 eine überaus erfolgreiche Bilanz vorweisen. Nach seinem Karriereende wurde Buddy McGirt Trainer und betreute unter anderem Antonio Tarver, Arturo Gatti, Mike Tyson, Jameel McCline und Paul Malignaggi. McGirt führte auch „Crusher“ Kovalev in seinem Rematch mit Eleider Alvarez zum Sieg und wäre nicht die schlechteste Wahl.

Bliebe vielleicht noch Ignacio „Nacho“ Beristain. Der 79-jährige gilt als einer der besten Trainer der Boxgeschichte. Das mexikanische Boxteam trat unter seiner Leitung bei den Olympischen Spielen 1968, 1976 und 1980 an,  er trainierte unter anderem Óscar de la Hoya, Juan Manuel und Rafael Márquez, Ricardo López und Gilberto Roman. Beristain ist bekannt dafür, seinen Boxern eine gute Defensive als auch die Fähigkeit zu kontern beizubringen, dürfte aber wegen der räumlichen Entfernung – Beristain lebt in Mexico – allenfalls für ein Trainingslager in Frage kommen. Zudem trainert „Nacho“ in der Regel nur Boxer aus seinem Heimatland.

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8 Kommentare

  1. 29. April 2019 at 17:58 —

    Die Trennung von Abel Sanchez kam viel zu spät. Sanchez wird sportlich überschätzt. Er hat Golovkin mit seiner Obsession vom “Mexican Style”-Boxen nicht gut getan. Sanchez hat Golovkin nie als technisch versierten Boxer trainiert, sondern nur auf seine natürliche Begabung und seine Schlagstärke gesetzt. Das ist aber nicht alles. In den beiden Álvarez-Fights und gegen Jacobs
    hat man Golovkins Grenzen gesehen. Er nimmt zuviele Schläge und seine Verteidigung ist schwer unterkomplex.
    Neben dem zunehmenden Alter sind solche Defizite ruinös. Beispiele schlagender Hengste gibt es zuhauf. Jamie Mungia ist so einer, Brandon Bam Bam Rios war es auch. Dieses “Mexican Style”-Boxen ist durchaus spektakulär, aber als Trainer hat man bei seinem Boxer auch an die Gesundheit denken. Sanchez hat Golovkin wie eine entgrenzte Bulldogge behandelt. Beißen kann er zwar wie eine, aber seine Natur ist es nicht. Sanchez kannte nur eine Richtung, aber Golovkin kan mehr. Seine bocerischen Fähigkeiten zu kanalisieren hat Sanchez nie verstanden,, weil ihm dazu der intellektuelle Horizont fehlt. Fresseschlagen bis keiner mehr steht ist Barbarei. Und Barbarei hat mit Preisboxen nichts zu tun.

  2. 29. April 2019 at 17:58 —

    mal ganz kurz…hat jemand die Kämpfe am WE gesehen. Da war der Kampf Sims Jr. vs Alexander. Eine geballte Ladung Ringintelligenz traf auf Dummheit.
    Wahnsinn! Schön lang boxen, permanenter Rückwärtsgang, klammern, wenn es ein Infight geben sollte und im rechten Moment den Kopf so wegdrehen, dass der gegnerische Schlag auf dem Hinterkopf landet, so dass der RR eingreifen musste.
    und dieses idiotische Publikum, dass KEINE Ahnung hatte, worauf es beim Boxen WIRKLICH ankommt.
    Dr. Fallobst, bitte erkäre doch mal einem ausverkauften Haus die Hoppelhäschen-Mentalität und öffne Ihnen die Augen, damit sie ihr Herz für Weicheier entdecken.
    im Gegensatz dann Garcia gegen Soto. Garcia sah nicht gut aus in den ersten Runden und versäumte den Ausstieg nach der vierten Runde, den er aufgrund eines Cuts nehmen konnte. DER war NICHT ringintelligent. Stattdessen bekammen wir es mit Mut, Willenskraft und ENtschlossenheit zu tun. Ekelhaft! Und dann wird er dafür auch noch belohnt, in dem er Soto KO schlug.
    Dr. Fallobst, bitte, bitte, erkläre uns, was es bedeutet als Siegerpflaume den Ring zu verlassen.

    • Danke du hast damit bewiesen, dass du immer noch nichts begriffen hast. Selbst die offensichtlichsten dinge kann man einem ignoranten wie dir nicht beibringen.

      Vielleicht solltest du den Leuten mal erklären wie man trotz “wegrennen” den gegner öfter trift? Scheint Magie zu sein oder?

      Sowieso, leute die mit “wegrennen” Argumentieren, nehmen sich in Sachen Boxverstand selbst aus dem Rennen.

    • 30. April 2019 at 16:19 —

      Jessie Vargas war das, nicht Garcia.

  3. 29. April 2019 at 18:00 —

    Ach ja, Dr Pfläumchen, es gibt durchaus viele Gründe warum man einen Trainer wechselt. Den Hauptgrund für so eine Entscheidung solltest Du am besten kennen: Frust! 😉

    • Kaum fällt der name GGG, springt Adrenalinmonster wie ein Laka aus dem Gebüsch vor seinen Meister, um ihn vor jeglicher Kritik zu schützen. 😀

      Bist du nicht derjenige der mir Private Nachrichten schreibt und jetzt in dieser neuen News einer Antwort hinterher hechelt? 😀

      Der Frust spricht klar aus dir, weil die Boxwelt nicht so ist wie du es gern hättest. Ich habe kein Problem egal ob offensiver boxer oder defensiver. Es tut immer gut ignoranten wie dir einen Spiegel vor zu halten.

      Verstehe zwar, dass du immer noch frustriert darüber bist, dass GGG entzaubert wurde, aber irgendwann musst du einfach loslassen. Realitätsverdrängung ist keine alternative mein Sohn.

      • 30. April 2019 at 19:21 —

        Ich habe auf dein GGG Kommentar, den du in einem anderen Thread geschrieben hast, reagiert. Verdrehst mal wieder alles. Kenne ich von dir. Mit Wahrheit hattest du noch nie was am Hut.
        Und Magie ist das auch nicht….ja, die treffen, aber unbedeutend. Wie Mädchen, die ganz viele kleine Patschehändchen schlagen. Dein Ding, ich weiß.
        Einer der rennt will nicht kämpfen. Ich weiß, dass du das krampfhaft anders sehen willst, weil dich sonst doch selbst im Spiegel nicht erträgst.
        Und mit deiner Entzauberung stehst du auch weltweit alleine da.
        Lügen über Lügen. Du bist so eine Pfeife. 😀

      • 30. April 2019 at 21:16 —

        Und ich habe noch eine Überraschung für dich, mein kleines Weichei…eine Adresse für einen richtigen guten Streichelzoo, wenn du mal in Berlin bist. Da gibt es so richtig viele Hoppelhäschen 🙂

        Sie werden es nie schaffen einen Wolf zu erledigen, aber sie treffen trotzdem. Niedlich, oder?

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