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Weltmeister Brähmer: WM-Titel statt Olympia in Rio!

Vorbildlich und fair! Klare Worte von Weltmeister Jürgen Brähmer zum Thema „Profiboxer bei olympischen Spielen“! Bei einem Pressegespräch machte der Schweriner vor seiner Titelverteidigung am 12. März gegen Eduard Gutknecht (live ab 22:30 Uhr in SAT.1) in Neubrandenburg klar, dass eine Teilnahme an den olympischen Spielen für ihn keine Option sei. Zudem sieht er in der Entscheidung der AIBA eine mögliche Degradierung der Amateurboxer.

„In Schwerin habe ich, während meiner eigenen Wettkampfvorbereitungen, fast täglich mit den Amateuren zu tun. Das sind junge Kerle, für die momentan Olympia das große Ziel ist – darauf bereiten sie sich seit vier Jahren vor“, so Brähmer vor Medienvertretern in seiner Heimatstadt. „Wieso soll ich diesen Jungs die Chance nehmen, sich ihren Traum zu erfüllen? Dazu muss ich sagen, dass ich eine offizielle Anfrage des deutschen Box-Verbandes hatte, in Rio zu starten“, verriet der 37-jährige Rechtsausleger. Übrigens erhielt Jürgen Brähmer als einziger deutscher Profiboxer eine Anfrage seitens des DBV! Der deutsche Verband der Amateurboxer ist die einzige Vereinigung, die deutsche Boxer überhaupt bei olympischen Spielen melden darf. Und auch wenn eine Olympiateilnahme finanziell durchaus attraktiv und mit viel Renommee verbunden ist, zeigt der Schweriner klare Kante. Eine Haltung, der auch Sauerland-Geschäftsführer Frederick Ness großen Respekt zollt: „Ich habe vor dieser klaren Positionierung von Jürgen großen Respekt und denke, dass er vielen jungen Sportlern einmal mehr ein Vorbild ist.“

Mit Blick auf sein erneutes Duell mit Rivale Eduard Gutknecht ließ der Champion wissen, dass ein WM-Kampf vor ausverkauftem Haus in Neubrandenburg und weitere hochkarätige Titelkämpfe für ihn momentan einen größeren Reiz haben. Jürgen Brähmer: „Ich bin hungrig nach Erfolgen, habe noch große Ziele.“ Und seinen Gegner Eduard Gutknecht, der in einem Interview behauptet hatte, dass „Brähmer satt sei“, konterte der Halbschwergewichts-Weltmeister typisch norddeutsch mit den Worten: „Satt werde ich höchstens beim Essen.“

Übrigens: Für Brähmers Coach Karsten Röwer gibt es Zuwachs in der Trainingsgruppe! Ab sofort wird Vincent Feigenbutz beim ihm trainieren. Das erst 20-jährige Talent aus Karlsruhe hat kürzlich seine Lehre als Feinmechaniker erfolgreich abgeschlossen und kann sich jetzt unter Anleitung von Coach Karsten Röwer und seinen neuen Team-Gefährten wie Weltmeister Jürgen Brähmer, Enrico Kölling und Stefan Härtel vollkommen dem Boxsport widmen.

Restkarten für die Box-Nacht am 12. März im Jahnsportforum sind noch im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de, unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 sowie beim Veranstaltungszentrum Neubrandenburg erhältlich.

Quelle: Sauerland Event

Foto: picture alliance

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2 Kommentare

  1. 6. März 2016 at 17:18 —

    Das Brähmer keine Ambitionen zeigt zum grössten Sportevent des Planeten zu reisen um für Olympisches Gold zu kämpfen, zeigt nur, dass es wirklich nur noch um Kohle und Show geht und der Sport absolut im Hintergrund steht! Respekt für den Pacman, der Gold für die Philippinen holen will!

  2. Da steckt doch viel mehr dahinter.
    Beispiel: Huck würde auch gerne, aber in der Gewichtsklasse ist für Deutschland schon Dominik Graf qualifiziert.
    Keine Ahnung in welchen anderen Gewichtsklassen überhaupt noch freie Quali-Plätze zu vergeben sind.

    Feigenbutz fährt übrigens einen Monat später im September nach Rio…

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