Top News

WBO-Präsident Francisco Valcarcel: 2020 keine großen Fights mehr

WBO-Präsident Francisco Valcarcel: 2020 keine großen Fights mehr

Nachdem die World Boxing Organisation schon Ende des vergangenen Monats beschlossen hatte, Boxkämpfe wieder erst nach dem 15. Juli zu sanktionieren, geht WBO-Präsident Valcarcel nun davon aus, dass das noch lange nicht „das Ende der Fahnenstange“ ist. Auch ob die für Oktober geplante Jahreskonferenz der WBO wegen der COVID 19-Pandemie stattfinden könne, sei noch ungewiss, sagte Valcarcel in einem ESPN-Interview.

Falls die WBO ihre Boxsperre auch nach dem 15. Juli fortsetzt, wäre damit auch der Kampf zwischen Anthony Joshua und Kubrat Pulev vorerst vom Tisch. Ebenso der Fight zwischen Dillian Whyte und Alexander Povetkin, der zuletzt auf den 4. Juli verschoben worden war. Wann die für den 23. Mai geplante Begegnung zwischen Oleksandr Usyk und Dereck Chisora stattfinden wird, steht in den Sternen.

Neben den großen Verbänden hat natürlich auch noch das British Boxing Board of Control, der Dachverband des Profiboxens in Großbritannien, ein Wörtchen mitzureden. Ende März verkündete das BBBofC, alle Veranstaltungen bis vorerst Ende Mai auszusetzen.

Francisco Valcarcel geht allerdings davon aus, dass das Profiboxen noch sehr viel länger beeinträchtigt sein wird. Der WBO-Präsident bezweifelt, dass bis zum Jahresende überhaupt große Boxevents stattfinden können. Auch weil sie Publikumsveranstaltungen sind: „Ich denke, die Fans sind ein wesentlicher Bestandteil des Boxens”, sagte Valcarcel. „Es heißt, dass es vielleicht im August oder September wieder möglich ist, aber ich habe meine Zweifel. Die Fans sind der Schlüssel. Wir müssen Geld oder Zeit opfern und auf einen Impfstoff warten.“

Laut WBO-Anwalt Gustavo Olivieri bleiben alle WBO-Ranglisten auf dem Stand vom 8. März 2020, bis es wieder losgeht: „Wir haben keinen festen Zeitplan, wann das Boxen wieder beginnt.”

Auch WBA-Präsident Gilberto Jesús Mendoza hat in einem Interview mit der venezolanischen Zeitung „El Siglo“ vor ein paar Tagen erklärt, er wisse nicht, wann und wie es weitergehen könne. Schwierigkeiten im kommerziellen Teil, kämen zu denen auf sportlicher Seite noch hinzu, sagte Mendoza: „All dies hat weitreichende Auswirkungen.“ Für den WBA-Präsidenten hängt jedoch vornehmlich alles von den Athleten und ihrer körperlichen Verfassung ab: wer nicht richtig trainieren kann, der kann auch nicht kämpfen.

Die anderen großen Boxverbände halten sich beim Thema „Corona“ anscheinend bedeckt, was zugegebenermaßen Sinn macht. Mehr als Durchhalteparolen, Absagen und weitere Sperrzeiten kann man vor dem Hintergrund der aktuellen Situation kaum von sich geben.

 

Voriger Artikel

Casimero vs Inoue in Japan?

Nächster Artikel

Mairis Briedis vs. Yuniel Dorticos in Riga abgesagt!

1 Kommentar

  1. 17. April 2020 at 14:34 —

    Tja, irgendwie habe ich das gleiche Gefühl/Ahnung wie Valcarcel das wir dieses Jahr keine großen Boxkämpfe mehr zu sehen bekommen!?

    Auf der einen Seite finde ich es ja richtig das keine großen Veranstaltungen statt finden dürfen, andererseits fehlt da was!

    Wenn man demnächst Geschäfte bis 800 Quatratmeter öffnen darf, sollte es doch zumindest möglich sein kleine Veranstaltungen im Gym ohne Zuschauer, aber über Stream abzuhalten……zumindest für diejenigen die sich im Aufbau befinden!?

Antwort schreiben