Top News

WBO entzieht Briedis den Titel

WBO entzieht Briedis den Titel

Die WBO hat in einer Erklärung bekanntgegeben, dass sie Mairis Breidis mit sofortiger Wirkung den WBO-Cruisergewichtsweltmeister-Titel entzieht. Briedis – so die Begründung – habe WBO-Regularien (…) nicht eingehalten und deshalb würde das WBO-Exekutivkomitee den Titel als vakant deklarieren.

Bild: WBO

Dieser Verstoß gegen die „WBO-Regularien“ bezieht sich auf den von der WBO angeordneten Rückkampf zwischen Mairis Briedis und Krzysztof Glowacki. Beide Boxer hatten sich im vergangenen Juni in einem unrühmlichen Kampf schon einmal gegenübergestanden (KLICK). Gegen das Urteil – einen Sieg von Briedis – legte Glowacki Protest ein, die WBO ordnete daraufhin einen Rückkampf an und setzte eine Frist, die Briedis verstreichen ließ. Offenbar ist dem Letten die Teilnahme am World Boxing Super Series-Cruisergewicht-Finale und der Fight gegen den Kubaner Yunier Dorticos, der seinen IBF-Titel mit in den Kampf einbringt, wichtiger.

Nun werden möglicherweise Krzysztof Glowacki und der britische Cruisergewichtler Lawrence Okolie um den vakanten Titel boxen, den Glowacki durch KO in der 11. Runde im Jahr 2015 Marco Huck abnahm. Auch der Name Firat Arslan taucht in diesem Zusammenhang in verschiedenen Berichten auf. Je nach Quelle rangieren jedoch Okolie oder Arslan auf #1 der WBO-Rangliste, deren Veröffentlichung für den November noch aussteht.

Bild: WBO

Arslan allerdings hat schon einen WM-Kampf „vor der Brust“: am 8. Februar kommenden Jahres boxt der 49-jährige Donzdorfer in Göppingen um den Weltmeistergürtel der International Boxing Organization gegen deren amtierenden Champion Kevin Lerena aus Südafrika.

Im Falle eines Sieges – ganz egal ob über den 33 Jahre alten Glowacki oder den 27-jährigen Lerena – wäre Arslan der älteste Boxweltmeister aller Klassen und aller Zeiten. ‚Big George‘ Foreman war 45 Jahre, als er 1994 den hohen Favoriten Michael Moorer schlug und sich zum WBA- und IBF- Champion krönte, Bernard Hopkins überflügelte das noch: mit 46 erkämpfte er im Mai 2011 einen einstimmigen Punktsieg über 12 Runden gegen den kanadischen Lokalmatadoren Jean Pascal und wurde noch einmal WBC-Weltmeister.

Abzuwarten bleibt nun, ob ähnliches auch Arslan gelingt. Für die Leser der polnischen Sportseite ‚WP Sportowefakty‘ ist jetzt wohl schon klar, wie ein Kampf zwischen Glowacki und Arslan ausgehen würde.

Aber auch ein Kampf gegen Kevin Lerena, der sich seinen IBO-Weltmeistergürtel im September 2017 gegen den Kongolesen Youri Kalenga gesichert und seitdem fünf Mal verteidigt hat, ist kein Selbstläufer. Der deutsche Hoffnungsträger Artur Mann musste gegen den Südafrikaner im März 2019 seine erste KO-Niederlage hinnehmen, Sefer Seferi ging gegen Lerena ebenfalls auf die Bretter.

Auch wenn Quervergleiche nicht funktionieren: Seferi konnte Firat Arslan im November 2018 über 12 Runden ein Draw abtrotzen.

Voriger Artikel

Berlin: Titelgewinne für Jack Culcay und Björn Schicke

Nächster Artikel

‘Clash on the Dunes’ mit Whyte vs Wach?

1 Kommentar

  1. 26. November 2019 at 20:46

    Die Kommentarfunktion ist dank der themenfernen Anmerkungen von User “adolf klitschko” für diesen Artikel deaktiviert.