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WBC kämpft weiter gegen Gürtelfälscher

Seit Jahren führt der Boxverband WBC einen Kampf gegen die Herstellung und den Handel mit gefälschten WBC-Gürteln. Diese Replikate werden zum größten Teil über Ebay verkauft oder über illegale Web-Seiten angeboten. Illegal deshalb, weil der Handel mit WBC-Meistergürteln nicht vom Verband autorisiert ist.

Allein schon in diesem Jahr wurden über 150 gefälschte Gürtel bei Ebay aufgespürt und aus dem Angebot entfernt. Wie viele der Fälschungen über Merchandiser und deren Web-Seiten verkauft wurden, lässt sich nicht nachvollziehen. Teilweise haben die sogar auf Facebook Werbung für ihre Fälschungen gemacht.

Manche Webseiten hinterlassenden Eindruck, als wären sie dem WBC zugehörig. Man rührt kräftig die Werbetrommel für den Vertrieb von WM-Gürteln. Auch wer auf diesen Seiten die Meistergürtel anderer Verbände sucht, wird dort sofort fündig.

Normalerweise muss man für einen Meistergürtel jahrelang hart trainieren, sich hocharbeiten, kämpfen und neben harten Schlägen „mitten in die Fresse” zu kassieren, auch sonst noch so manche Entbehrungen aufbringen. Das ist der normale Weg und der Gürtel ist dann auch ehrlich verdient. Ein Meistergürtel repräsentiert oft den Höhepunkt einer boxerischen Leistung, auf die die Sportler ihr ganzes bisheriges Boxer-Leben lang hingearbeitet haben. Diese Gürtel auch noch in Sonderangeboten zu verramschen und zu verschleudern, kann nicht im Sinne des Boxsports sein.

Da es aber Boxfans gibt, die solche Gürtel gerne als Dekoration verwenden oder sich an dessen Besitz erfreuen, blüht auch der Handel mit nicht autorisierten Fälschungen. So, wie das gerade aus dem Ruder läuft, ist das Produktpiraterie, die nicht länger hingenommen wird. WM-Gürtel sind eine Anerkennung von Talent, harter Arbeit und höchsten sportlichen Leistungen, aber keine Ramschware.

WBC-Präsident Mauricio Sulaiman: „Den WBC-Gürtel gab es nicht zu kaufen und wird es nie zu kaufen geben. Sie sind heilig. Der WBC wird in Zukunft gegen jeden mit der vollen Härte des Gesetzes vorgehen, der mit diesen illegalen Raubkopien Handel treibt.“

Die Besitzer der Internetseite www.WBCBelts.com waren Pakistaner, die Boxartikel herstellen und verkaufen wollten. Diese Seite wurde zur Anzeige gebracht. Man hat dann versucht, die User der Seite auf http://www.allboxingbelts.com/ umzuleiten. Das ist mittlerweile unterbunden. Der Verband WBC hat eine Beschwerde bei der “Internet Corporation für Assigned Names und Numbers” (ICANN) gegen die Besitzer von www.WBCBelts.com. gemacht. Ebenso bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO). Jetzt ist diese Domain im Besitz des Verbandes WBC und die User werden zum legalen Shop http://www.wbcboxing.com/store/ umgeleitet. Dort kann man viele WBC-Sport- und Fanartikel kaufen. Meistergürtel sind verständlicherweise nicht dabei. Die muss man sich nach wie vor unter Blut, Schweiß und manchmal auch Tränen im Ring hart erarbeiten.

von Johannes Passehl

 

 

 

 

 

 

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16 Kommentare

  1. 31. Mai 2015 at 11:49 —

    Jetzt wissen wir, wo der gute Manuel die letzten Jahre immer seine WBC Gürtel-“Charr” eingekauft hat.

    • 31. Mai 2015 at 11:57 —

      Zumindest der “WBC-Arab” scheint aus dieser Richtung gekommen zu sein. Es gibt weder den Verband, noch hat er jemals darum gekämpft.

      • 31. Mai 2015 at 16:13 —

        Doch, er Gürtel wurde offiziell abgesegnet.
        wbcboxing.com/wbceng/news/1590-manuel-charr-aims-to-become-first-arabic-wbc-heavyweight-champion

        • 31. Mai 2015 at 16:22 —

          Na … eine “Offizielle Absegnung” sieht wohl anders aus. Es gibt nicht einmal einen Verband, der WBC-Arabic heißt, geschweige denn einen offiziellen Gürtel. Das istein selbstgebastelter Gürtel. Der Blick in seinen Kampfrekord sagt, dass er nie darum geboxt hat.

          • 1. Juni 2015 at 15:52

            Du hast tatsächlich recht. Habe die Überschrift “Manuel Charr aims to become first Arabic WBC heavyweight champion” so verstanden als wäre er der erste WBC-Arabic-Champion, dabei ist nur gemeint, dass er das Ziel hat erster Arabischer WBC-Weltmeister zu werden. Hab da “Arabic WBC heavyweight Champion” mit “WBC Arabic heavyweight Champion” verwechselt.
            Sorry!

  2. 31. Mai 2015 at 16:36 —

    Dieser Gürten wird an Sieger fürs Kranzkuchenessen vergeben.

  3. 31. Mai 2015 at 16:51 —

    Also 1. machen die Verbände die Massenproduktion von Titeln doch mit, auch wenn es bei jedem Verband natürlich nur einen wirklichen WM-Titel gibt (nein warte, bei der WBA gibt es ja 2 WM-Gürtel 😉 ) und 2. kann es doch scheißegal sein ob jemand einen Fake-Gürtel hat. Jeder weiß wer wirklich WM ist wenn man sich ein bisschen informiert. Wenn ich morgen meinen Nachbarn mit einem WBC-Gürtel sehen würde, würde ich nicht glauben dass er WM bei der WBC ist.

    • 31. Mai 2015 at 20:04 —

      1. Es geht nicht um Titel, sondern um Gürtel.

      2. Das kann man so oder so sehen. Der Verband will, dass diese Gürtel erkämpft und nicht als Handelsware verramscht werden. Ansonsten könnte man ja auch gleich Olymiamedaillien en gros an Jeden verhökern, der eine haben will.

      • 31. Mai 2015 at 20:54 —

        @ reineckefuchs
        1. Richtig, ich meinte einen Gürtel, aber ist ein bisschen kleinlich oder? 😉

        2. Was ich damit eigentlich sagen wollte ist dass die Verbände doch selbst entscheiden welchen Wert so ein Gürtel in den Ranglisten und damit auch in der Außendarstellung bekommt. Egal ob jemand einen Fake-Gürtel hat oder nicht, aber wenn er nicht vom Verband aktzeptiert wird, hat man daran nichts. Ist ja bei anderen Sportarten nicht anders. Wenn du die Torjägerkanone nachmachst und diese in deinem Schrank stellst, bist du noch lange nicht Toptorschütze der Bundesliga.

  4. 31. Mai 2015 at 17:28 —

    fehlt nur noch der WBC Gay Titel.

  5. 31. Mai 2015 at 17:29 —

    oder der WBC Clinch Titel wer die meisten Clinches schaft bekommt ihn.

  6. 31. Mai 2015 at 18:00 —

    Der Sinn dieses Beitrages erschließt sich mir nicht wirklich.

    • 31. Mai 2015 at 18:26 —

      Weil es dabei mal nicht um einen Boxkampf geht oder was ist dein Problem dabei?

      Der Verband WBC will nicht, dass WBC-WM Gürtel im Umlauf sind, die nicht im Ring erkämpft wurden.

      Oder wenn man es brutal einfach sagen will: Der Verband WBC will nicht, dass sich irgendwelche Leute eine goldene Nase verdienen, weil sie mit WBC-Piratenprodukten handeln.

      Was ist daran so schwer zu verstehen?

      • 1. Juni 2015 at 15:54 —

        Wobei sich die WBC ja eigentlich auch nur eine goldene Nase verdient, weil sie Piraterie am Boxsport ausübt 😀 😀

      • 1. Juni 2015 at 17:21 —

        Weil
        1. dasselbe für Krokodil-Shirts, Rolex-Uhren, Nike-Schuhe und gefühlt 8746 andere Markenartikel gilt
        2. der WBC-Gürtel nicht mal einen wirklichen Markenwert besitzt
        3. niemand auf die Idee käme, der Nachbar hätte sich den erkämpft, wenn der sich einen an die Wand nageln würde und
        4. die Story auch ansonsten Merkwürdigkeiten aufweist, z.B. “nicht autorisierte Fälschungen” (wie sähen denn autorisierte aus?) usw.

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