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WBA und WBC: „Geisterkämpfe“ möglich

WBA und WBC: „Geisterkämpfe“ möglich

Unter der Leitung von Präsident Gilberto Mendoza haben sich Mitglieder der World Boxing Association in den vergangenen Tagen virtuell darüber beraten, ob und wie man in näherer Zukunft zu Boxaktivitäten zurückkehren könne. Auch Kämpfe hinter verschlossenen Türen wurden nicht kategorisch ausgeschlossen. Einzelheiten zu den Ergebnissen sollen in Kürze bekanntgegeben werden. Zuvor steht jedoch noch ein erneutes Arbeitstreffen der Verantwortlichen an.

Beim World Boxing Council sind die Entscheidungsträger schon etwas weiter: der WBC will Kämpfe hinter verschlossenen Türen erlauben. Ausschlaggebend ist wohl der Umstand, dass viele Boxer ohne Kämpfe kein Einkommen haben. Soweit bekannt, will der WBC in den kommenden Tagen ein Protokoll für die Durchführung von „Geisterkämpfen“ erstellen, das Verhaltensrichtlinien und weitere Vorgaben enthalten soll.

WBC-Präsident Mauricio Sulaiman hat in einem Interview erklärt, dass angesichts der COVID-19-Pandemie der gesamte Sport zusammenarbeiten müsse.  „Der WBC bereitet ein Protokoll vor, das in ein paar Tagen fertig sein wird und das als Leitfaden für Boxkommissionen zum Durchführen von Veranstaltungshallen dienen kann, sobald es wieder erlaubt ist.“ sagte Sulaiman.

Diesen Schritt hat man in Nicaragua schon hinter sich gelassen. Am kommenden Wochenende werden im Alexis Arguello Sportzentrum in Managua die Superfedergewichtler Ramiro Blanco und Robin Zamora aufeinandertreffen. Wie Rosendo Alvarez von der „Bufalo Boxing Promotions“ dem TV-Sender ESPN mitgeteilt hat, sind auch Zuschauer zugelassen, sie müssen aber Abstand voneinander halten.

„Hier in Nicaragua gibt es keine Quarantäne”, erklärte Alvarez: „Aber als Förderer des Boxens haben wir die Verantwortung, allen Fans, die an der Veranstaltung teilnehmen, die notwendigen Bedingungen für ihre Sicherheit zu bieten. Wir werden die Temperatur aller  Teilnehmer, Kommissare und Fans messen. Sicherheit  und Gesundheit haben höchste Priorität.“ Untersuchungen der John Hopkins University zufolge, gibt es in Nicaragua  nur 11 an COVID-19 erkrankte Personen, die Schulen sind offen, selbst die Fußballliga läuft weiter.

Anders im Rest der Welt. Hier sind bislang nicht nur alle Boxveranstaltungen auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Während Top Rank und PBC es aufgegeben haben, neue Termine für verschobene Kämpfe bekannt zu geben, hofft Eddie Hearn von Matchroom Boxing wohl noch darauf, dass im Juni in Großbritannien wieder geboxt werden darf.

 

Bils: Matchroom Boxing (Bearbeitung: Boxen.de)

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