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WBA-Titelkämpfe in Marseille

Neben dem ECB / Sauerland Event in Hamburg gibt es selbstverständlich auch an diesem Wochenende andere beachtenswerte Boxveranstaltungen. Eine davon findet im Marseille statt, wo zwei WBA-Titelkämpfe und eine teilweise recht interessante Undercard ausgetragen werden. Was dabei nicht selbstverständlich, sondern eher verwirrend ist, betrifft den Hauptkampf um den vakanten WBA-Gürtel im Cruisergewicht zwischen dem Franzosen Arsen Goulamirian (22(14)-0-0) und dem Belgier Ryad Merhy (24(20)-0-0).

Eigentlich will die WBA ihren Titelwald etwas lichten. In Zukunft soll es wieder nur einen Champ pro Gewichtsklasse geben. Das klappt in einigen Gewichtsklassen schon ganz gut und in anderen steht diese Prozedur noch aus. Die gegenwätige Situation im WBA-Cruiser ist etwas verwirrend. Man führt gegenwätig 2 Superchamps. Es gibt Murat Gassiev als „aktuellen“ und Denis Lebedev als „pausierenden“ Super-Champ. Einen „regulären“ Weltmeister hat man nicht. Da der einzige Titelanspruch in allen Gewichtsklassen irgendwann zwischen Superchamp und regulärem Champ ausgetragen werden soll, muss nun auch erst einmal wieder ein regulärer Champ gefunden werden. Nur deshalb kommt es jetzt zum Kampf zwischen Goularmirian (WBA #1) und Merhy (WBA #2).

Beide Boxer sind bisher ungeschlagen, haben eine gute KO-Quote, sind aber international wenig bekannt. Merhy trug bisher den WBA-Interconti. Goularmirian war 2016 WBA Continental Titelträger. Viel mehr weiss man über Beide nicht. Gemessen an ihren Kampfrekorden wird es womöglich ein nettes Gemetzel geben, weil es neben demTitel auch darum geht, wer seinen 0 verliert. Der Sieger kann sich auf eine gute Börse im zu erwartenden Entscheidungskampf gegen den Superchamp freuen. Wann auch immer es jemals dazu kommen wird.

In einem weiteren WBA-Titelfight geht es um den Interim-Gürtel im Super-Welter. Auch hier ist die Situation etwas merkwürdig. Es gibt Erislandy Lara als Superchamp. Dann gibt es den regulären Champ Brian Carlos Castano, der den Ex-Titel von Jack Culcay trägt. Der im Ranking auf #1 stehenden Kenat Islam wird nicht berücksichtigt. Der Interimtitel, den eigentlich kein Mensch braucht, wird in Marsaille zwischen #2 John Vera und #3 Michel Soro ausgeboxt. Die angebliche Titelreduzierung zieht sich hin und es werden angeblich immer mehr Kämpfe „notwendig“. Man hat fast den Eindruck, die WBA will nur Kasse machen.

Neben einigen anderen Kämpfen gibt es auf der Undercard auch eine indirekte deutsche Beteiligung. Der in Berlin lebende Kameruner Bernd Donfack kämpft im Super-Mittelgewicht gegen den Franzosen Louis Toutin. Der 20-jährige Franzose hat 8 von seinen bisher 9 Siegen vorzeitig erzielt. Man kann gespannt sein, ob ihm der 37-jährige Donfack mit seiner Ringerfahrung mehr Paroli bietet als seine bisherigen Gegner. In einem weiteren Undercard-Kampf tritt der bei SES Magdeburg unter Vertrag stehende Marokkaner Mohammed Rabii gegen den altbekannten italienischen Haudegen Guiseppe Lauri an. Der fast 42-jährige Lauri lebt mittlerweile in Ungarn und ist längst auch als Trainer tätig. Er hat 75 Kämpfe auf der Uhr, von denen er 56 gewann. Für den 24-jährigen Rabii, der als Amateur in Rio die Bronzemedaillie holte, ist es erst der 5. Profikampf. Man wird sehen, ob die erfahrenen Kämpfer zum Stolperstein für die jüngeren Boxer werden.

Die Veranstaltung wird im Internet auf ranfighting.de übertragen. Wer einen „Black-Pass“ hat, wird zusätzlich mit 3,99 € zur Kasse gebeten.

 

 

 

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5 Kommentare

  1. 24. März 2018 at 09:58 —

    Ist ne ziemlich interessante Veranstaltung in Marseille. Sowohl Goulamirian, Soro als auch Toutin werden alle samt von Dr. Abel Sanchez betreut. Mal gucken ob Sanchez seinen bisherigen 16 Weltmeistern die unter seiner Ägide hervorgegangen sind, weitere drei hinzufügen kann.

    • Dr.
      hahaaahhhahahaha

      Mexikanischer Gynäkologe vielleicht der Schnurrbart-Creep!

      Aber wenn Samuel Peter unter Abels Ägide demnächst zu seinem zweiten Frühling findet, kommt der 17 Weltmeister-Titel ziemlich sicher dazu…

    • Es gibt übrigens Gerüchte, dass Abel Sanchez der Familie Alvarez für eine Familienfeier einige Tage vor Canelos positiven Dopingtests die Adresse seines mexikanischen Lieblingsrestaurants zugesteckt haben soll…

      The Summit in Big Bear wurde Anfang der 2000er kurz bevor Abel dort sein Gym aufbaute von einem gewissen George Soros erworben und auf eine gemeinnützige Stiftung namens “Seventeen world titels for my boy Abel” übertragen.

    • 24. März 2018 at 17:37 —

      Die Wettquoten deuten ja auch eher auf einen Sieg von Goulamirian hin als auf einen von Ryad Merhy. Mal schauen.

  2. 26. März 2018 at 21:55 —

    Was ist bei Euch los?
    Von Hamburg nichts aktuelles, kein Bericht, keine Kommentare !!!!!!!!!!!!

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