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WBA – Präsident Mendoza: „Das ist ein komplizierter Moment …

aber nichts wird uns zurückwerfen.“ So ist es im neuen Newsletter des Boxverbandes WBA zu lesen. Gemeint ist die momentane Corona – Krise, die auch den Boxsport-Veranstaltungsbetrieb vollständig zum Erliegen gebracht hat. Wann und wie es zukünftig weiter gehen soll, ist noch völlig offen. Verbände und Veranstalter haben keine Einnahmen. Die aktiven Boxer und ihre Teams natürlich ebenfalls nicht.

Über die gegenwärtig anhaltende Covid 19 – Pandemie sprach Gilberto Jesus Mendoza in einem Interview mit der venezolanischen Zeitung „El Siglo“. In dem Gespräch ging es um einige sportliche Themen und natürlich um die besondere Situation im Boxsport. „Wir arbeiten hinter verschlossenen Türen, wobei jeder erst einmal seine Meinung sagt. Wir sind sehr betroffen von der gesamten Coronavirus-Situation. Es ist ein sehr komplizierter Moment, aber nichts wird uns zurückwerfen. Wir haben dies verfolgt, seit es in Wuhan angefangen hat. Wir werden uns anpassen und versuchen, das Beste daraus zu machen“, sagte Mendoza sinngemäß.

Bezogen auf die Situation zum Zeitpunkt der Ausbreitung der Pandemie und deren Auswirkungen sagte Mendoza, was auf der Tagesordnung stand: „Wir hatten einen umfangreichen Veranstaltungskalender. Allein im März waren ungefähr acht (Titel-)Kämpfe geplant, die alle nacheinander abgesagt wurden.“ Mendoza weiter: Wenn wir über Boxen sprechen, ist es immer wichtig, auch die „Starfiguren“ zu erwähnen. Gemeint sind Saul „Canelo “Alvarez, Anthony Joshua und Manny Pacquiao. Canelo war für Mai geplant, Joshua für Juni und Pacquiao für Juli. Im Moment ist unklar, was mit diesen Kämpfen passieren wird. Was vereinbart wurde und aus kommerzieller Sicht wichtig war, ist bereits verloren.“

Mendoza ließ nicht unerwähnt, dass zwei Veranstalter der “alten Dino-Garde”, Bob Arum und Don King, gerade versuchen Genehmigungen für Kämpfe hinter verschlossenen Türen zu bekommen. Diese „Geisterkämpfe“ ohne Publikum sollen dazu beitragen, dass der Boxbetrieb überhaupt erst einmal weiter geht. Auch bei Mannschaftssportarten, die in nationalen Ligen organisiert sind, hat man solche Vorstellungen. Dass bei solchen Veranstaltungen ohne jede Live-Zuschauerresonanz natürlich keinerlei Stimmung aufkommt, sollte klar sein. Es geht dann im Boxen wohl nur darum, diese Veranstaltungen über Pay-TV zu vermarkten und wenigstens damit Einnahmen zu generieren.

Boxen ohne Publikum und ohne die dazu gehörige Live-Atmosphäre? Was halten die Boxen.de – Fans von dieser Idee? Selbst wenn so etwas genehmigt werden sollte, würde es jetzt sowieso noch Wochen oder Monate dauern, bis solche Kämpfe stattfinden könnten. Boxer müssen eine gute Vorbereitung haben und auf den Punkt fit sein, wenn sie in den Ring steigen. Das bedeutet einen aufwendigen Trainings- und Sparringsbetrieb, der dann ja auch erst einmal genehmigt werden muss. Einziger Vorteil: Man brauchte für solche großen Titelfights keine Hallen oder Stadien mieten. Es würde sogar ausreichen, einen Boxring in einen TV-Studio aufzubauen. Aber ist es dann wirklich das Boxen, was wir sehen wollen? Und vor allem: Ist es auch das, was die Boxer wollen?

Wenn Mendoza sagt: „Das ist ein komplizierter Moment, aber nichts was uns zurückschrecken würde.“ meint er damit vielleicht schon seine Zustimmung für solche Geisterkämpfe“? Schließlich brechen ja auch für die Verbände alle Einnahmen weg, wenn nicht geboxt werden kann.

Beitragsbild: WBA-Präsident Mendoza

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2 Kommentare

  1. 9. April 2020 at 08:42 —

    Letztendlich geht es nicht um den sportlichen Wert, sondern nur mal wieder ums liebe Geld!
    Man könnte den Eindruck gewinnen das nur die Boxer, Veranstalter und Boxverbände derzeit keine Einnahmen haben! Gerade die Verbände sollten doch in Geld schwimmen, allen voran die WBA mit ihren diversen WM pro Gewichtsklasse!

    Ich habe es schon mal geschrieben, Boxen ohne Zuschauer ist wie ein Käsebrot ohne Käse!

    • 9. April 2020 at 10:50 —

      “Ich habe es schon mal geschrieben, Boxen ohne Zuschauer ist wie ein Käsebrot ohne Käse!”

      du magst recht haben aber wenn ich hunger habe dann nehm ich lieber das käsebrot ohne käse als gar nichts. von daher lieber boxen ohne zuschauer als gar kein boxen!

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