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WBA ordnet “Bivol vs Ramirez” an

WBA ordnet “Bivol vs Ramirez” an

Wie die World Boxing Association jetzt bekanntgab, hat das WBA-Meisterschaftskomitee den Kampf zwischen WBA-Halbschwergewicht-Champion Dmitry Bivol und Gilberto ‚Zurdo‘ Ramirez angeordnet.

Am Montag ging die Mitteilung an die Teams beider Boxer. Gemäß den WBA-Regularien bleiben jetzt 30 Tage Zeit, um den Kampf „festzuzurren“. Am 10. August läuft die Frist ab, dann hat die WBA das Recht, den Kampf in die Purse Bid zu geben. Da Matchroom Boxing (Bivol) als auch Golden Boy Promotions (Ramirez) Verträge mit DAZN haben, dürfte es zumindest keine Probleme wegen der Übertragungsrechte geben.

Bivol hat in seinem letzten Kampf gegen ‚Canelo‘ Alvarez wohl die beste Leistung seiner Karriere gezeigt, der geschlagene Alvarez will zwar ein Rematch, aber tritt vorher am 17. September in Las Vegas zu einem dritten Kampf gegen Gennadiy Golovkin an. Man kann wohl davon ausgehen, dass der Rückkampf zwischen Dmitry Bivol und Saul Alvarez am Cinco De Mayo-Wochenende 2023 stattfinden wird.

Eddie Hearn hat allerdings in einem Interview erklärt, ein Termin im kommenden Mai wäre zu spät: „Tatsache ist, um gegen Canelo Alvarez zu kämpfen, müsste Bivol zuerst gegen Zurdo Ramirez boxen. Dieser Kampf (das Rematch zwischen Alvarez und Bivol) ist nicht endgültig, weil wir nicht bis Mai warten können.“ Ich zumindest wüsste nicht, was gegen ein Rematch im Mai 2023 spricht. Möglicherweise haben Hearn und ‚Canelo‘ aber schon wieder ganz andere Pläne.

Aber zurück zu „Bivol vs Ramirez“: Gilberto Ramirez sicherte sich das Recht als Pflichtherausforderer mit einem Sieg über Dominic Bösel im vergangenen Mai. Ramirez-Kritiker gehen aber davon aus, dass die Zeit der großen Erfolge für ‚Zurdo‘ vorbei ist: mit dem Wechsel ins Halbschwergewicht sei Ramirez langsamer geworden, habe Handspeed verloren, aber keine Schlagkraft hinzugewonnen. Keine guten Voraussetzungen, um gegen Bivol zu bestehen oder sogar gewinnen zu wollen.

Gleichwohl hat Ramirez immer wieder erklärt, er wolle gegen den Russen antreten. Fraglich ist, warum Golden Boy Promotions nicht eher daran interessiert war, Gilberto Ramirez in die Richtung von WBC-Cruisergewicht-Champion Ilunga Makabu zu lenken, ein Kampf, den Ramirez durchaus für sich entscheiden könnte. Möglicherweise wäre ‚Zurdo‘ im Cruisergewicht auch besser aufgehoben. Wir erinnern uns: beim Kampf gegen Dominic Bösel war Ramirez beim Wiegen zwar mit  79,287 kg im Limit, brachte im Ring dann aber erstaunliche 92,5 kg auf die Waage. Was Ramirez aber nicht daran hinderte zu erklären: „Ich habe das Gefühl, dass dies (das Halbschwergewicht mit 79,378 kg = 175 Pfund) mein natürliches Gewicht ist.“

„Jeder weiß, dass ich Bivol will“, hat Ramirez mehrfach in Interviews gesagt: „Er muss aufhören vor mir wegzurennen und den Vertrag unterschreiben. Ich denke, ich kann ihn schlagen, da ich größer, stärker und klüger bin.“ Nun bleibt abzuwarten, ob Gilberto Ramirez seinen Worten auch Taten folgen lassen kann.

Was denken die Leser von Boxen.de? Hat ‚Zurdo‘ Ramirez tatsächlich die Chance, Weltmeister Dmitry Bivol zu entthronen? Oder wird Ramirez zum ersten Mal in seiner Karriere (Bilanz: 44-0-0) KO gehen?

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6 Kommentare

  1. 13. Juli 2022 at 13:14 —

    Kleiner Hinweis am Rande. War bestimmt spät als du den Artikel verfasst hast aber es sollte doch lieber Superleichtschwergewicht WM heißen.

  2. 13. Juli 2022 at 14:18 —

    KO geschlagen wird Zurdo nicht aber klar nach Punkten verlieren

    • 14. Juli 2022 at 21:44 —

      Sehe ich auch so!

      Wird ein frustrierender Fight für “Zurdo” und Bivol wird ihn über die ganze Distanz weichklopfen 😉

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