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Was macht eigentlich … Filip Hrgovic?

Was macht eigentlich … Filip Hrgovic?

Ruhig ist es geworden um den mittlerweile 29 Jahre alten Kroaten, der derzeit – zumindest laut Berichterstattung kroatischer Medien – „vielleicht das am meisten gemiedene Schwergewicht ist“.

Ich tendiere eher zu einer anderen Meinung und behaupte: Ne. Ist er vermutlich nicht. Womit ich mich wahrscheinlich erneut als nicht allzu großer Anhänger des ‚Stone Man‘ oute. Sei‘ s drum. Ich bleibe dabei. MICH hat Filip Hrgovic bislang nicht überzeugen können.

Auch nicht in seinem letzten Kampf gegen den in die Jahre gekommenen „Aufbauhelfer“ Rydell Booker im November 2020. Mir ist ohnehin nicht klar, wie sich der hüftsteife ‚Stone Man‘ mit seinen Siegen über Boxer aus der fünften bis siebten Reihe des Heavyweights in die vorderen Ränge der Verbände boxen konnte.

Und nun soll es weiter aufwärts gehen. Nachdem seit Jahresbeginn schon Martin Bakole, Michael Hunter, Joseph Parker und Oleksandr Usyk als potentielle Gegner gehandelt wurden, dürfen wir jetzt auf den nächsten Namen gespannt sein.

Bei Instagram hat Filip Hrgovic verkündet, dass er am 28. August in den USA boxen wird: „Endlich mal wieder gute Nachrichten! Seht mich am 28. AUGUST in den USA wieder in den Ring steigen!  Während wir auf die Bekanntgabe meines nächsten Gegners warten, reise ich nach einem kurzen Urlaub in meiner Heimat Kroatien zurück nach Miami.“ postete der Kroate am 10. Juli.

Passiert ist bislang nichts, auch bei Boxrec findet sich auf Hrgovics Profil kein dementsprechender Eintrag. Kommt es nun doch zum – bereits im Januar von Kalle Sauerland in Aussicht gestellten – Fight gegen den in Großbritannien trainierenden Kongolesen Martin Bakole? Bakoles Trainer Billy Nelson hatte seinerzeit auf Anfrage von Boxen.de geantwortet, dass es einen „ersten Kontakt“ gegeben habe, „aber mehr nicht!“. Zwar ist beim auch beim Boxrec-Eintrag von Bakole nichts über einen Kampf am 28. August zu finden, aber das ist auch bei anderen Kämpfern der Fall, die laut Eddie Hearn für dieses Datum fest eingeplant sind.

Wie Hearn jüngst im Gespräch mit „IFL TV“ ausgeplaudert hat, werden auf einer Veranstaltung am 28. August in Los Angeles unter anderem Hiroto Kyoguchi gegen Elwin Soto und Murodjon Akhmadaliev gegen Ronny Rios boxen. Auch Filip Hrgovic, Dalton Smith und Joe Cordina sollen laut Hearn dort antreten. Und auch der Kampf von Dillian Whyte gegen Jermaine Franklin dürfte – wenn er zustande kommt – wohl für dieses Datum geplant sein.

Womit wir dann vielleicht doch wieder bei Martin Bakole wären. Die Vorbereitungszeit wäre zu kurz, hat Bakoles Trainer zwar aktuell geäußert, aber das muss nicht unbedingt aussagekräftig sein. Unterm Strich – so vermute ich zumindest – ist es nicht so, dass sich niemand traut, gegen Filip Hrgovic anzutreten. Wahrscheinlich ist die von Hearn und Sauerland/Wasserman ausgelobte Börse vielen zu niedrig.

Andererseits, so schrieb ein User via Twitter an Bakoles Trainer Billy Nelson: „Warum nicht gegen Hrgovic kämpfen? Bakole ist ein fähiges Schwergewicht. Das wissen Sie besser als ich. Meiner Ansicht nach gehört er aber zum „die will keiner haben“-Club. Wenn er gegen Hrgovic antritt, wird ihn das zu den Whytes, Parkers und Chisoras dieser Welt führen.“

Und so bleibt abzuwarten, ob es für den ‚Stone Man‘ am 28. August gegen Martin Bakole geht, oder ob Hearn und Konsorten erneut einen Boxer jenseits der Top 100 aus dem Sack ziehen. “Wir würden gern gegen Bakole, Zhilei Zhang, Sergey Kuzmin oder Michael Hunter kämpfen”, hatte Nisse Sauerland noch im Februar erklärt. Jetzt wäre es schön, wenn solchen vollmundigen Ankündigungen auch entsprechende Fights folgen. Und nicht wieder „beeindruckende” Siege gegen Graupen aus der fünften Reihe.

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