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War Dillian Whyte gedoped?

War Dillian Whyte gedoped?

Wie britische Medien übereinstimmend berichten, sind in der A-Probe, die der „Body Snatcher“ vor dem Kampf gegen Oscar Rivas abgegeben hatte, eine oder mehrere verbotene Substanzen gefunden worden. Bislang ist nicht bekannt, um welche Stoffe es sich handelt. Da Whyte beim Wiegen vor Begegnung mit Rivas mit 117,5 kg fast 6 kg schwerer war, als vor dem Fight gegen Dereck Chisora im vergangenen Dezember, steht das vielleicht im Zusammenhang mit dem aktuellen Dopingvorwurf.

Nach Informationen von „Boxing Scene“, sind Whytes Team und das British Boxing Board of Control drei Tage vor dem Kampf über das positive Testergebnis informiert worden. Der WBC und Whytes Gegner Oscar Ricas waren vor dem Fight allem Anschein nach nicht über das Ergebnis der Untersuchung in Kenntnis gesetzt worden.

Whyte hat das grundsätzlich das Recht, gegen das Ergebnis Einspruch einzulegen. Sein Promoter Eddie Hearn hat auf die Behauptung, dass Whyte möglicherweise gedoped in den Kampf gegangen sein, reagiert. Hearn ließ bei Twitter verlauten: „Mir liegen Berichte vor, die bestätigen, dass sowohl Dillian Whyte als auch Oscar Rivas umfangreichen VADA- und UKAD-Tests unterzogen wurden. Beide Kämpfer wurden von beiden Institutionen und dem BBBofC für den Kampf freigegeben.”

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Obwohl Whyte am Clean Boxing Program des World Boxing Council teilnimmt, das von der Voluntary Anti-Doping Association (VADA) verwaltet wird, wurde der Test, dessen Befund positiv ist, von UK Anti-Doping (UKAD) und nicht von der VADA durchgeführt. Das erklärt auch, warum wohl weder der WBC, noch Oscar Rivas informiert worden waren. Das VADA-Protokoll hätte dem World Boxing Council und dem Rivas-Lager eine entsprechende Mitteilung zukommen lassen.

Noch unklar ist allerdings, warum das British Boxing Board of Control – der Dachverband des professionellen Boxens in Großbritannien – Whyte trotz des positiven Befundes boxen ließ. Whyte war in der Vergangenheit bereits schon einmal für 2 Jahre gesperrt, als er beim Kampf gegen Sandor Balogh im Jahr 2012 positiv auf Methylhexanamin getestet wurde. Nun bleibt abzuwarten, wie die Untersuchung der B-Probe ausfällt. Whyte hatte am vergangenen Samstag seinen Gegner Oscar Rivas einstimmig nach Punkten besiegt. Möglicherweise wird der WBC Dillian Whyte den Interims-Titel und damit das Recht, Deontay Wilder herauszufordern, nun entziehen.

In diesem Fall wäre der polnische Schwergewichtler Adam Kownacki möglicherweise der Nutznießer der Situation. Eine saubere B-Probe könnte aber noch dafür sorgen, dass Whyte mit einer weissen Weste davonkommt.

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7 Kommentare

  1. 25. Juli 2019 at 10:29 —

    Wenn Whyte gedopt hat gehört ihm die Interims-WM entzogen und der letzte Kampf annulliert.

    Gabe es das eigentlich schon mal das die A-Probe positiv, aber die B-Probe negativ war??

    • 25. Juli 2019 at 12:33 —

      ja das gibt manchmal. manchmal liegt der wert in der a probe nur minimals über dem grenzwert und bei der messung der b probe dann knapp darunter. kleine schwankungen sind möglich und da es einen fixen grenzwert gibt kann dies tatsächlich immer sein wenn es knapp ist.

      • 27. Juli 2019 at 21:25 —

        … das mag bei körpereigenen oder körperähnlichen Stoffen so sein, die unerlaubt erhöht werden, aber nicht bei den meisten Chemiecocktails, die sich die Typen reinhauen … da gibt es normal keinen Grenzwert.
        Wenn Dein Testosteronwert unüblich hoch ist, versucht man dies über Grenzwerte zu regeln und zu schauen, wo das her kommt, hast Du aber Methyl(1R,2R,3S,5S)-3-(benzoyloxy)-8-methyl-8-azabicyclo[3.2.1]octan-2-carboxylat im Blut, hilft Dir auch kein Grenzwert. Das gehört da einfach nicht hin und gut.
        Was Dillian Whyte im Blut gehabt haben soll, gehört wohl eher zur letzteren Kategorie.

        • 27. Juli 2019 at 21:42 —

          selbst wenn keine grenzwert gäbe gibt es ihn doch. denn es gibt die nachweisbarkeitsgrenze. erst ab einer bestimmten Konzentration lassen sich Stoffe nachweisen. so ist es übrigens genau bei whyte. beite stoffte wurden in extrem kleiner Konzentration nahe der Nachweisbarkeit getestet. daher ist es durchaus möglich dass whytes b probe clean ist.

          • 27. Juli 2019 at 21:57

            “selbst wenn keine grenzwert gäbe gibt es ihn doch. denn es gibt die nachweisbarkeitsgrenze”.

            Amen

          • 3. August 2019 at 01:13

            … die Probe ist clean, wenn genug gezahlt wird oder der Verband dies ausdrücklich wünscht … aber Du wirst dies nicht aufnehmen können …

  2. 25. Juli 2019 at 11:05 —

    Im Leistungssport öfter …. im Profiboxen mal bei Soliman

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