Top News

Vyacheslav Glazkov siegt über Steve Cunningham

15 lange Jahre dauert die professionelle Box-Karierre von Steve”U.S.S” Cunningham 28(13)-7(1)-0 mittlerweile. 35 Kämpfe gegen zum Teil sehr namenhafte Gegner wie z.B Tyson Fury, Tomasz Adamek, Yoan Pablo Hernandez, Marco Huck, Krzysztof Wlodarczyk und Guillermo Jones bestritt der amerikanische Ex-Marine Soldat. 258 Runden die dem nun 38 jährigen viel abverlangten. Seine größte Motivation in den letzten Jahre war der angeborene Herzfehler seiner jüngsten Tochter Kennedy (4Jahre) und die damit verbundenen Kosten. Im Dezember letzten Jahres konnte dann endlich, mit Erfolg, eine Herztransplantation durchgeführt werden.

Nun traf der 1976 in Philadelphia geborene Amerikaner gestern Abend am 14.März auf seinen ukrainischen Kontrahenten Vyacheslav Glazkov 20(12)-0-1.Auf dem Spiel stand der USBA Schwergewichts-Titel. Glazkov, 30 Jahre alt, entschied das Duell nicht unumstritten nach Punkten für sich (116-112/116-112/115-113) und feierte seinen 20 Sieg im 21 Profi-Kampf.

Glazkov versuchte die erste Runde aus der Ringmitte zu führen, was angesichts der tollen Beinarbeit Cunninghams diesen vor keine unlösbare Problematik stellte. Ganz im Gegenteil, Cunningham schlug kleine explosive Kombinationen und entzog sich direkt wieder der Reichweite des Ukrainers. Im zweiten Durchgang versuchte Glazkov phasenweise “U.S.S” Cunningham an den Seilen zu stellen, dieser wich gekonnt mit schnellen Meidbewegungen aus oder blockte die Schläge, glänzte selber aus der Distanz mit seinem bekannten Jab.

Bedingt durch ihr für Schwergewichtler eher geringes Kampfgewicht wirkten beide Boxer sehr flexibel und schnell was im krassen Kontrast zu manch anderem Schwergewichts-Duell steht und Spannung erzeugte. Letztendlich verlief das Duell ohne große spektakuläre Treffer allerdings konnte der Amerikaner Cunningham mehr Treffer aufweisen.

Cunningham schlug 649 mal und erreichte 180 Treffer während der Ukrainer mit 441 Schlägen 144 mal punkten konnte. Trotz dessen musste sich der Amerikaner, der während der Urteilsverkündung die Arme schon siegessicher in die Höhe streckte , Glazkov geschlagen geben. Viele Beobachter hätten auch mit einem weniger klaren Urteil zu Gunsten Glazkov´s leben können. Letztendlich wird jede Runde subjektiv bewertet dennoch ist dieses Ergebnis leider nicht das erste umstrittene Urteil zu lasten des Amerikaners Steve Cunninghams.

Wie die Karierre des talentierten Boxer aus Philadelphia weiter geht steht in den Sternen.
Vyacheslav Glazkov hingegen kann optimistisch in die Zukunft schauen.

Autor Poi

Bild picture alliance

Voriger Artikel

Erkan Teper besiegt Johann Duhaupas nach Punkten

Nächster Artikel

Amateur-Boxer Braydon Smith verstorben

9 Kommentare

  1. 17. März 2015 at 17:57 —

    Ein guter und objektiver Artikel – ich weiß nicht, welche acht (8!!) Runden Glaszkov gewonnen haben will, nur, dass er die ersten drei auf jeden Fall mal verloren hat! Mit einem Draw hätte man vielleicht noch leben können, da der Russe schon die härteren Treffer gesetzt hat und vor allem am Ende des Kampfes noch etwas mehr Dampf im Kessel übrig hatte. Aber nach dem Adamek-Fight (und dem im CW, wo er auch besch.issen wurde) konnte man eigentlich mit so etwas rechnen, wenn er gegen Duvas Leute antritt. Für Glaszkov war es nach dem Draw gegen Scott und dem Sieg gegen Rossy schon das dritte schmeichelhafte Urteil. Gegen einen Reaktorboy, Wilder oder Fury nutzt ihm das aber rein gar nichts, denn da wird er schwer KO gehen.

  2. 17. März 2015 at 18:06 —

    ich hatte es 115:113 für Steve…. draw wär mit augen zu drücken auch noch “vertretbar” gewesen…. 😉

  3. 17. März 2015 at 18:06 —

    Sorry, Glazkov

  4. Cunningham zu bes.cheißen ist quasi ein Volksport im Boxen. Ich glaube sogar Moses hat damals als 10.tes Gebot festgelegt “Cunningham muss möglichst oft bes.chissen werden”.

    Ich kann mich zwar jonnys meinung größtenteils anschließen, aber für mich war USS der sieger.

    • 18. März 2015 at 11:34 —

      Naja – gegen Guillermo Jones ist er krass bevorteilt worden.
      Gegen Glazkov (der wohl ein Fav der Judges zu sein scheint) hatte er in der Tat Pech.
      96:94 USS oder von mir aus auch Draw wäre okay gewesen.

      • 18. März 2015 at 11:37 —

        Dazu kommt der Ninja-Daumen gegen Troy Ross und die jeweils 20 Sekunden Erholung gegen Mansour.
        Fazit: Es gibt Boxer, die unterm Strich schlechter wegkommen.

        • ich habe auch nicht behauptet USS hätte nie glück.

          Jeder boxer wird früher oder später ungerecht behandelt, es sei denn man hat Pabon auf seiner gehaltsliste.

          Und ich weiß auch das USS schon paar mal gut wegkam, aber unterm strich wurde er gerade in wichtigen kämpfen besonders oft vera.rscht. Und so kleinigkeiten wie eine längere erholungspause finde ich nicht erwähnenswert in diesem sport, wo jeder boxer die grenzen auslotet. Der eine hält seine führhand 50 runden lang im gesicht des gegners bis der richter mal was sagt, der andere klammert bis der wille seines gegners zerstört ist, der andere verteilt “ausversehen” öfters lowblows, 1-2 kann mans sich ja erlauben.

          Kein Boxer ist ein Heiliger, darum gehts mir nicht, aber die entscheidungen sind unverhältnismäßig oft gegen USS in wichtigen kämpfen. Der KO von Fury hätte auch nicht gezählt werden dürfen.

          Aber ja stimmt, es gibt boxer die wurden noch öfter bes.chissen, keine frage. Macht die sache aber auch nicht besser.

  5. 17. März 2015 at 22:11 —

    Der Sieg von Glazkov war für mich ein krasses Fehlurteil!!

    Wenn ein jüngerer Boxer gegen einen Älteren kämpft und der Kampf ist knapp und geht über die Runden,bekommt meistens der Jüngere den Kampf zugesprochen,aber das es auch anders geht haben wir vor kurzem hier in Deutschland erlebt und zwar als Kurzawa gegen Ronert gewonnen hat und bei diesem Kampf gab es locker drei Möglichkeiten wie entschieden wird!

    Man kann es drehen und wenden wie man will,gibt es einen KO gibt es so gut wie keine Diskussionen!

    • Selbst bei Fury KO gegen USS hätte es diskussionen geben müssen, aber ich weiß was du meinst.

      Und ich stimme dir auch zu, dass oft der vermarktbarere bevorzugt wird. USS wirds nicht mehr lange machen, während Glazkov noch paar jahre zu melken ist.

      Zudem konnte oder war USS noch nie irgendwie gut zu vermarkten. Keine ahnung woran es liegt, ob er einfach zu ruhig und nett ist. Er ist einfach in der szene nicht auffällig. Immer ein guter boxer, aber sein name fällt immer sehr selten. Und leute die die promoter nicht gut melken können werden oft benachteiligt.

      Aber es gibt boxer, vor allem außerhalb von USA und EU die noch mehr verar.scht werden, weil sie keinen starken backup haben.

Antwort schreiben