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Vorschau: Thomas Oosthuizen vs Brandon Gonzales

Zwei viel versprechende, ungeschlagene Supermittelgewichtler treffen am Samstagabend in Connecticut aufeinander. Im Vorprogramm des Kampfes zwischen Gennady Golovkin und Matthew Macklin treten der 25-jährige Südafrikaner Thomas Oosthuizen und der 29-jährige US-Amerikaner Brandon Gonzales gegeneinander an.

Thomas Oosthuizen gilt schon seit langer Zeit als eines der größten Talente Südafrikas. 2010 fing er an so richtig auf sich aufmerksam zu machen, als er zuerst Saul Roman KO schlug und dann Unentschieden gegen den ebenfalls hoch gehandelten Malawier Isaac Chilemba boxte. Seitdem hat Oosthuizen acht Siege in Folge gefeiert und dabei unter anderem Aaron Pryor Jr., Marcus Johnson und Fulgencio Zuniga geschlagen. Mit drei Auftritten in den USA hat er sich international etabliert, und nachdem er den IBO-Supermittelgewichtstitel sechs Mal erfolgreich verteidigt hat, scheint er sich nun an die wirklichen WM-Titel heran wagen zu wollen.

Sein Gegenüber Brandon Gonzales hat im Profibereich noch nicht ganz so viel Erfahrung gesammelt. Dafür hat der 29-Jährige eine lange und erfolgreiche Amateurkarriere hinter sich, wo er es unter anderem ins Finale der US-Meisterschaften schaffte. Seine stärksten Profigegner waren unterdessen wohl Darnell Boone, Ossie Duran und Don Mouton, die zusammen einen Kampfrekord von 55-26-5 zu den Zeitpunkten der Kämpfe aufwiesen. Alle drei konnte Gonzales nur über die Runden bezwingen, und gegen Duran durfte er sich sehr glücklich schätzen überhaupt als Sieger den Ring verlassen.

Generell täuscht seine KO-Quote von 55% ein wenig, da er zwar am Anfang seiner Karriere einige Kämpfe vorzeitig beenden konnte, aber meist die volle Distanz gehen musste, seitdem seine Gegner etwas besser wurden. Er lebt von seinen recht schnellen Händen und einer hohen Workrate, die seine Gegner zermürbt. Zudem arbeitet er gut zum Körper, doch er ist oft noch zu leicht zu treffen, und in seinem schwersten Kampf gegen Ossie Duran hatte er enorme Probleme mit einem Gegner, der Druck ausübte.

Oosthuizen ist allerdings kein konventioneller Pressure-Fighter, sondern ein für die Gewichtsklasse extrem lang gewachsener Boxer mit starkem Jab und Distanzgefühl. Er ist technisch ordentlich, relativ schnell, zäh und einigermaßen schlagstark. Seine größte Stärke ist aber, dass er seine Reichweite auszunutzen weiß und gut durch den Ring zirkelt um stets die Distanz zu halten. Gelingt es seinem Gegner jedoch diese zu überbrücken, ist Oosthuizen meist viel zu offen für dessen Schläge.

Thomas Oosthuizen muss als klarer Favorit gelten, allein aufgrund der bisherigen Ergebnisse der beiden. Während Gonzales seine Grenzen im Kampf mit Journeyman Ossie Duran aufgezeigt wurden, stand Oosthuizen schon mit anderen Kalibern im Ring, die er – mit Ausnahme von Isaac Chilemba – alle besiegt hat. Zudem scheint mir Gonzales mental nicht stark genug zu sein um regelmäßig die Distanz zu überbrücken und die Treffer auf dem Weg nach innen zu kassieren um in der Halbdistanz arbeiten zu können. Thomas Oosthuizen sollte meiner Meinung nach aus der Distanz heraus den Kampf bestimmen, und auch wenn ich mir aufgrund von Oosthuizens Konditionsproblemen vorstellen könnte, dass Gonzales am Ende noch einmal aufkommt, sollte Oosthuizen den Kampf nach Punkten für sich entscheiden.

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1 Kommentar

  1. Carlos2012
    30. Juni 2013 at 05:27 —

    Oosthuizen hat deutlich nach Punkten verloren.Was für ein Betrug. 🙁

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