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Vorschau: Thangthong Kiattaweesuk vs Macbute Sinyabi

Zwei interessante Superbantamgewichtstalente kollidieren am Freitagabend in Thailand miteinander um das Herauforderungsrecht für IBF-Weltmeister Jeffrey Mathebula zu erhalten. Der 25-jährige Südafrikaner Macbute Sinyabi fordert dabei Lokalmatador Thangthong Kiattaweesuk heraus. Beide Boxer könnten sich mit einem Sieg in der erweiterten Weltspitze etablieren.

Macbute Sinyabi hat seine gesamte bisherige Profikarriere, die er 2006 im Alter von 19 Jahren begann, in Südafrika verbracht. In der sehr soliden südafrikanischen Szene wehrte er sich fast ausschließlich gegen nationale Konkurrenz, gewann den südafrikanischen Titel und verteidigte ihn sieben Mal erfolgreich. Sein einziger nicht-südafrikanischer Gegner war der brasilianische Veteran Giovanni Andrade, den er vor einem Jahr in der ersten Runde KO schlug. Vor seinem Sprung auf die internationale Bühne steht Sinyabi nun bei achtzehn Siegen und einer Niederlage, wobei alle seine achtzehn Siege durch KO zu Stande kamen, elf davon gleich in der ersten Runde.

Auf der anderen Seite hat Thangthong Kiattaweesuk als Profiboxer Thailand noch nicht verlassen und fast alle seine Kämpfe gegen Kontrahenten aus Südostasien bestritten. Der 33-Jährige sicherte sich schon in seinem sechsten Kampf den panpazifischen Titel der IBF im Bantamgewicht und verteidigte ihn daraufhin elf Mal erfolgreich. Insgesamt hat er alle seine 23 Kämpfe gewonnen, 16 davon vorzeitig. Sein wohl bester Gegner bisher war Nick Otieno, welcher bereits mit Z Gorres, Alexander Bakhtin und Jamie McDonnell über die Runden gegangen ist.

Kiattaweesuk ist ein recht eindimensionaler Boxer, der immer wieder als Rechtsausleger den Jab gefolgt von der linken Geraden schlägt. Kaum einmal greift er zum rechten Haken oder gar zum Aufwärtshaken. Er besitzt schnelle Beine und gute Schlagkraft und boxt aggressiv. Zudem kontert er auch recht ordentlich, wenn er es darauf anlegt.

Macbute Sinyabi ist, wie sein Kampfrekord es auch unmissverständlich anzeigt, hauptsächlich ein Puncher. Er bezeichnet sich zwar selbst als großen Fan von Floyd Mayweather, doch sein Boxstil, der von Deckungslücken und generell nicht all zu subtilem Boxen geprägt ist, erinnert im Grunde gar nicht an den US-Amerikaner. Der Südafrikaner boxt sehr aggressiv, sucht stets den KO-Schlag, und ist vor allem mit seinem linken Haken gefährlich.

Der Kampf zwischen Kiattaweesuk und Sinyabi fliegt insgesamt in der Boxwelt unter dem Radar her, doch in Südafrika und vor allem in Thailand findet er durchaus Beachtung. Es ist der erste IBF-Eliminator aller Zeiten, der in Thailand stattfindet, und seit Poonsawat Kratingdaenggym seinen WBA-Titel vor anderthalb Jahren verlor, hat Thailand keinen Superbantamgewichtsweltmeister mehr gehabt, was Kiattaweesuk hofft bald ändern zu können. Für beide Boxer ist es der größte Kampf der bisherigen Karriere und eine riesige Chance. Sinyabi hat im Vorfeld erstklassige Sparringpartner heran gezogen und sich mit Evans Mbamba, Zolani Tete und Vusi Malinga hervorragend auf die Rechtsauslage von Kiattaweesuk vorbereitet.

Der Südafrikaner geht jedoch nicht nur deswegen als leichter Favorit in den Kampf. Zwar boxt er das erste Mal außerhalb von Südafrika, und dann gleich im weit entfernten Thailand, doch seine überragende Schlagkraft lässt viele Experten die Vorteile bei ihm sehen. Ich glaube, dass Kiattaweesuk sich jedoch auch im Klaren darüber sein wird, dass er sich in keinen offenen Schlagabtausch mit Sinyabi begeben darf, und versuchen wird den Kampf von außen zu führen und in die Länge zu ziehen, da Sinyabi erst zwei Mal mehr als sechs Runden gehen musste, während Kiattaweesuk sogar schon sechs Mal die vollen zwölf Runden gegangen ist. Und sollte es ihm gelingen den schlagstarken Südafrikaner anfangs zu bändigen und die ersten Runden unbeschadet zu überstehen, denke ich, dass er gute Chancen hat für die leichte Überraschung zu sorgen und nach Punkten zu gewinnen, da er die nötige Klasse und die höhere Aktivität mit sich bringt um aus der Distanz heraus sich zu einem Punktsieg zu boxen.

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