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Vorschau: Sergio Gabriel Martinez vs Darren Barker

Mittelgewichtschamp Sergio Martinez verteidigt am Samstag im Hauptkampf von HBOs Veranstaltung in Atlantic City seinen Status als Nummer Eins der Gewichtsklasse bis 160 Pfund gegen den ungeschlagenen britischen Herausforderer Darren Barker. Der 29-jährige Barker gilt als krasser Außenseiter, könnte jedoch zumindest für einen interessanten Kampf sorgen.

Darren Barker hat sich in den letzten Jahren einen ordentlichen Kampfrekord in England aufgebaut und sich langsam aber sicher der Weltklasse angenähert. Über den Commonwealth- und britischen Titel arbeitete er sich zuletzt bis zum europäischen Titel vor, den er im April 2010 gegen Affif Belghecam und ein Jahr später erneut gegen Domenico Spada gewann. Nachdem er in der britischen Szene jedoch kaum Probleme mit seinen Gegnern hatte, waren sowohl der Kampf gegen Belghecam als auch gegen Spada relativ knapp und forderten den Londoner schon deutlich mehr. Mit Sergio Martinez trifft er nun auf den mit großem Abstand besten Gegner seiner Karriere.

In den Pound-For-Pound-Listen findet sich der Argentinier seit etwa zwei Jahren ganz oben wieder und zuletzt landete er einen imposanten Sieg nach dem nächsten. Als Halbmittelgewichtstitelträger ins Mittelgewicht aufgestiegen um Kelly Pavlik den wahren Mittelgewichtstitel abzunehmen hat er diesen inzwischen bereits zweimal verteidigt und zwei Mal vollends überzeugt. Dem brutalen Zweitrunden-KO über Paul Williams folgte eine starke Leistung gegen Sergei Dzinziruk, den er in acht Runden stoppte. Darren Barker gilt als wohl schwächster Martinez-Gegner der letzten drei Jahre und dementsprechend sind die Erwartungen an „Maravilla“ für diesen Kampf hoch, zumal davon ausgegangen darf, dass als nächstes ein wieder hochkarätigerer Kampf für ihn ansteht.

Martinez hat alle Vorteile auf seiner Seite. Er ist unheimlich schnell mit seinen Händen wie auch auf den Füßen, technisch gut, auch wenn er nicht alles lehrbuchmäßig macht, und hat zuletzt ungeahnte Schlagkraft entwickelt. Zudem ist sein Selbstbewusstsein zurzeit himmelhoch nach den letzten paar Kämpfen, und er dürfte sich nicht nur unbesiegbar fühlen, er sah zuletzt ehrlich gesagt auch beinahe unbesiegbar aus.

Barkers Vorteil in diesem Kampf ist seine Größe. Auch wenn Martinez sich nach seinem Aufstieg aus dem Halbmittelgewicht gut ins Mittelgewicht eingelebt hat, ist er doch ein Stück kleiner als der Mann aus England und dürfte auch körperlich etwas schwächer sein. Barker besitzt einen wirklich sehr starken Jab, doch Sergio Martinez zeigte schon gegen Dzinziruk, der als einer der besten Jabber der Welt gab, dass er selbst gegen solche Leute den überlegenen Jab entwickeln kann. Im Gegensatz zu Paul Williams weiß Barker es zu verhindern im Infight dominiert zu werden indem er den Clinch sucht, doch ähnlich wie dieser ist er anfällig für Overhand Lefts, welche womöglich Martinez beste Waffe sind.

Barkers Physis bringt eine interessante Dimension in den Kampf hinein und sollte ihn zumindest für ein paar Runden interessant machen, doch der Klassenunterschied zwischen den beiden Boxern ist nicht zu übersehen. Die schnellen Hände von Martinez und seine puren athletischen Fähigkeiten machen einen enormen Unterschied aus, den Barker wohl kaum überwinden werden kann. Auch wenn Sergio Martinez bereits 36 Jahre alt ist, ist er in Boxerjahren noch sehr jung, da er spät begonnen hat, und wird wohl noch nicht so schnell nachlassen. Mit seiner relativ neu entwickelten Schlagkraft sollte er wohl in der Lage sein Darren Barker am Samstag sogar zu stoppen und erneut eine eindrucksvolle Show aufzuziehen, die das Interesse an weiteren Superkämpfen, eventuell gegen Floyd Mayweather oder Manny Pacquiao, nur weiter steigern dürfte.

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2 Kommentare

  1. Sugar
    1. Oktober 2011 at 12:22 —

    Ich bin ein unverbesserlicher Optimist,ich glaube das der Kampf über die Runden geht und Martinez dabei nicht glänzen kann!

  2. mr loco
    1. Oktober 2011 at 18:03 —

    martinez wird barker zerstören

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