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Vorschau: Nonito Donaire vs Jorge Arce

Der größte Kampf des Wochenendes steigt am Samstagabend in Houston. Nonito Donaire und Jorge Arce kämpfen um den WBO-Gürtel im Superbantamgewicht. Nachdem der interessante Undercardkampf zwischen Guillermo Rigondeaux und Poonsawat Kratingdaenggym kurzfristig abgesagt wurde, nachdem Poonsawat durch drei Bluttests gefallen war, wollen die beiden Publikumslieblinge im Alleingang dem Publikum etwas für ihr Geld bieten.

Für Nonito Donaire ist der Kampf am Samstagabend nur ein weiterer hoch publizierter Kampf, in dem er seine Stellung als einer der besten Boxer der Welt gewichtsklassenübergreifend bestätigen muss. Seit er 2007 überraschend Vic Darchinyan ausknockte ist das Ansehen des inzwischen 30-jährigen Philippinen ebenso angestiegen, wie die Gewichtsklassen, in denen er nach neuen Herausforderungen sucht. Nach vier Titelkämpfen im Fliegengewicht, zwei im Superfliegengewicht und zwei weiteren im Bantamgewicht, stellt das Duell mit Arce nun bereits schon den vierten Titelkampf im Superbantamgewicht für Donaire dar. Und nach Siegen über Wilfredo Vazquez Jr., Jeffrey Mathebula und Toshiaki Nishioka hat er sich einen Platz ganz oben in den Ranglisten des Superbantamgewichts gesichert, auch wenn er nicht unumstritten die Nummer Eins der Gewichtsklasse ist, in der allen voran Guillermo Rigondeaux und Abner Mares ebenfalls ihre Visitenkarte abgeben.

Jorge Arce hat, auch wenn das bei ihm nicht so oft erwähnt wird, einen ähnlichen Gewichtsklassenanstieg hinter sich wie Donaire. Bereits 1998 wurde er zum ersten Mal Weltmeister im Halbfliegengewicht. Nachdem er den Titel gegen Michael Carbajal verlor wurde er 2002 wieder Halbfliegenweltmeister und verteidigte den Titel sieben Mal. Fünf erfolgreiche Kämpfe um den Interimsgürtel der WBC im Fliegengewicht folgten vor dem erneuten Aufstieg in Superfliegengewicht. Dort musste er sein langem mal wieder Niederlagen hinnehmen und unterlag Cristian Mijares, Vic Darchinyan und Simphiwe Nongqayi, gewann jedoch trotzdem einen Titel. In den letzten drei Jahren versuchte er sich dann im Bantam- und Superbantamgewicht, wo er jeweils Weltmeister wurde und unter anderem Siege über Wilfredo Vazquez Jr. als auch im Rückkampf über Simphiwe Nongqai feierte.

Arce ist ein aggressiver und äußerst zuschauerfreundlicher Boxer, der nur den Vorwärtsgang kennt. Auch wenn er in seinen 70 Profikämpfen bereits drei Mal KO ging, gilt er als extrem zäher Hund, der bekannt dafür ist zwei Schläge hinzunehmen um einen auszuteilen. Er ist technisch nicht besonders stark, lebt dafür aber von einer recht hohen Workrate und guter Schlagkraft, mit der er immerhin schon 46 KO-Siege erzielen konnte. Über lange Strecken in seiner Karriere war er immer der größere und physisch stärkere Mann im Ring, doch nun im Superbantamgewicht und gegen Nonito Donaire ist das nicht mehr der Fall.

Donaire genießt außer seinen Größen- und Reichweitenvorteilen zudem vor allem natürlich Schnelligkeitsvorteile. Er hat mit die schnellsten Hände im Boxsport und ist zudem sehr schlagstark, technisch gut und clever. Er hat sich im Grunde zu einem kompletten Boxer in den letzten Jahren entwickelt, der nur wenige Schwächen hat. Er ist vielseitig genug um sich dem Stil seines Gegners anzupassen, doch wenn eine Sache ihm in den letzten Jahren Probleme bereitet hat, war dies meistens eine hohe Workrate, da er selber eher unterdurchschnittlich viele Schläge pro Runde abfeuert.

Daran muss Jorge Arce natürlich anknüpfen. Er wird versuchen müssen den Kampf in die Halbdistanz zu verlagern, was sowieso in jedem Kampf sein Ziel ist, und dort die Hände kontinuierlich fliegen lassen müssen. Dabei läuft er allerdings Gefahr in gut getimte Konter von Donaire zu laufen, die verheerenden Effekt haben können, wie unter anderem Vic Darchinyan oder Fernando Montiel berichten können. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass Arce es Donaire schwer machen können wird mit seinem ultraagressiven Stil. Donaire sollte jedoch die härteren Treffer landen können und mit der Zeit Arce zermürben. Ich rechne mit einem zuschauerfreundlichen Kampf, den Donaire ab den mittleren Runden mit seiner Schnelligkeit, Power und allgemeinen boxerischen Klasse bestimmt und somit auf einen recht souveränen Punktsieg oder sogar einen späten Abbruchsieg zusteuert.

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2 Kommentare

  1. BoxingIsLive
    15. Dezember 2012 at 19:15 —

    Vic Darchinyan ^^ Ein Fight nochmal zwischen den beiden wäre interessant ^^ 🙂

  2. El Demoledor
    15. Dezember 2012 at 22:01 —

    Klar der beste Kampf des Wochenendes.

    Bin ein großer Fan von Donaire, der leider in der breiten Öffentlichkeit nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient.

    Arce ist ein Veteran mit großer Power, aber Donaire ist ja ein formidabler Konterboxer und es dürfte einen richtig tollen Fight geben.

    Donaire durch UD im Bereich 7-10 Runden Vorsprung inklusive Knockdown durch Abkontern.

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