Top News

Vorschau: Marco Huck vs. Brian Minto

Marco „Käpt’n“ Huck verteidigt am Samstagabend in Oldenburg seinen Cruisergewichtstitel gegen Brian Minto. Zwar ist Minto ein etwas enttäuschender Gegner für Huck, doch der Kampf verspricht zumindest zuschauerfreundlich zu werden.

Für Huck ist es bereits der zweite Kampf dieses Jahr und kommt gerade einmal sieben Wochen nach seinem leichten Sieg über Adam Richards. Wenn so zumindest die Qualität der Gegner in den letzten Kämpfen etwas zu wünschen übrig lässt, ist es zumindest gut, dass Marco Huck so aktiv ist.

Sein Gegner Brian Minto hatte seinen letzten Kampf im Dezember letzten Jahres, als er gegen Chris Arreola chancenlos war. In den vier Runden, die der Kampf dauerte, steckte Minto einiges ein vom körperlich klar überlegenen Arreola. Dabei zeigte Minto nicht nur eine äußerst couragierte und beherzte Vorstellung, sondern konnte auch seinerseits immer mal wieder Treffer setzen. In der vierten Runde bezog er jedoch mächtig Prügel und ging zweimal zu Boden bevor der Ringrichter den Kampf abbrach. Minto hat seine komplette Profikarriere bisher im Schwergewicht verbracht, und tritt am Samstag zum allerersten Mal im Cruisergewicht an. Am bekanntesten ist er hier sicherlich durch seinen TKO-Sieg über Axel Schulz vor dreieinhalb Jahren, als dieser einen Comebackversuch startete.

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

Marco Huck hat gesagt, dass er Schulz rächen wolle und Minto für den Kampf bestrafen wolle. All zu schwer sollte das auch nicht werden, da Mintos Kampfstil dem WBO-Weltmeister sehr entgegen kommt. Der US-Amerikaner ist kein Techniker, sondern ein sehr gradliniger Fighter, der den offenen Schlagabtausch sucht und dabei sehr viel einstecken kann. Er ist eher langsam und hat solide, aber keine Angst einflößende Schlagkraft. Er lebt davon, dass er ziemlich aktiv ist und seine Gegner dadurch demotiviert, dass er durch alle Schläge einfach durchmarschiert.

Damit kommt er Marco Huck beinahe wie auf dem Präsentierteller entgegen. Huck ist schlagstärker, schneller, defensiv besser und ausnahmsweise mal nicht technisch unterlegen. Er wird sich eines stets nach vorne kommenden Gegners erwehren müssen, besitzt dafür aber jedoch mit seinem überlegenen Punch das nötige Rüstzeug.

Der inzwischen bereits 35-jährige Minto wird wohl seine Momente im Kampf haben und möglicherweise Huck sogar ein bisschen frustrieren können, wenn er Runde um Runde harte Treffer wegsteckt, doch im Endeffekt muss und wird Marco Huck diesen Kampf klar gewinnen. Brian Minto sollte keine Messlatte für Top-Cruisergewichtler darstellen, zu denen Marco Huck zählt. Ich rechne damit, dass es einen höchst ansehnlichen, actionreichen Kampf gibt, den Huck entweder mit einem späten KO oder einem recht deutlichen Punktsieg für sich entscheidet.

Der Kampf ist am Samstag in der ARD zu sehen.

Voriger Artikel

Mayweather gegen Mosley: Offizielle Pressekonferenz vorm Mega-Fight am Samstag

Nächster Artikel

Montiel mit Überraschungssieg gegen Hasegawa – TKO in Runde 4

Keine Kommentare

Antwort schreiben