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Vorschau: Larry Olubamiwo vs Sam Sexton

Das derzeitige Schwergewicht ist in einem oft beklagten schwachen Zustand, der von vielen unaustrainierten Boxern und unterhaltungsarmen Kämpfen geprägt wird. Und auch wenn weder Larry Olubamiwo noch Sam Sexton auch nur ansatzweise gut genug sind um in der Weltspitze mit zu boxen, sind sie doch ein Teil einer zumindest ausgeglichenen großen britischen Schwergewichtsszene, die immer wieder interessante und zuschauerfreundliche Kämpfe bietet. Am Freitagabend treffen die beiden in London in einem Achtrunder aufeinander.

Sam Sexton wurde in seinen sechzehn Profikämpfen erst von einem einzigen Mann bezwungen. 2008 stieg er in seinem achten Kampf mit Dereck Chisora in den Ring, welcher seinen fünften Profikampf bestritt. Chisora siegte nach sechs Runden durch TKO. Zwei Jahre und drei Monate später kam es zum Rückkampf, nachdem beide in der Zwischenzeit nur Siege gesammelt hatten. Erneut erwies sich Chisora als zu stark und gewann dieses Mal nach neun Runden. Chisora verlor zwei seiner nächsten drei Kämpfe, doch darf nun in einem Titelkampf gegen Vitali Klitschko ran, während Sam Sexton die harte Route zurück nach oben nehmen muss. Sein unmittelbares Ziel dürfte es wohl sein den Commonwealth-Titel zurück zu erobern, den er von 2009 bis 2010 hielt. Im Mai 2009 nahm er diesen dem bis dato ungeschlagenen Martin Rogan überraschend ab, ein Resultat, das er ein halbes Jahr mit einem weiteren Abbruchsieg über Rogan bestätigte. Darauf folgte jedoch die Chisora-Niederlage sowie nur ein weiterer Sieg gegen einen litauischen Journeyman nach mehr als einem Jahr Pause.

Larry Olubamiwo hingegen musste noch in seinem letzten Kampf eine Niederlage hinnehmen. Nach sechs Siegen in Folge, von denen fünf per KO kamen, forderte er John McDermott heraus, der seine letzten vier Kämpfe verloren hatte. McDermott erwischte Olubamiwo kalt und stoppte ihn innerhalb von 75 Sekunden, nachdem Olubamiwo zwei Mal am Boden gewesen war. Der Kampf ist jedoch auch schon wieder elf Monate her, so dass der 33-jährige Londoner gegen Sexton von einer längeren Auszeit zurückkehrt.

Die Vorzeichen stehen klar auf einen Sieg für Sam Sexton, der auch gegen Chisora lange Zeit gut mithielt ehe ihm die Puste ein wenig ausging, doch spannend bleibt der Kampf nichtsdestotrotz. Es scheint beinahe überflüssig zu sein Punktrichter für diesen Kampf zu engagieren, da niemand ernsthaft davon ausgeht, dass der Kampf über die volle Distanz geht, auch wenn er nur auf acht Runden angesetzt ist. Larry Olubamiwo besitzt jede Menge rohe Schlagkraft und konnte neun seiner zehn Siege vorzeitig einfahren, sechs davon gleich in der ersten Runde, während er gleichzeitig ein recht miserables Kinn besitzt. Sam Sexton schlägt zudem härter als es seine KO-Quote von 37,5 Prozent andeutet, und hat andererseits oftmals Konditionsprobleme in den hinteren Runden.

Sexton bleibt jedoch der deutlich besser ausgebildete Boxer und muss nur aufpassen, dass er nicht von einem der schweren Schwinger von Olubamiwo getroffen wird, da diese den Kampf jederzeit vorzeitig beenden könnten. Der 27-Jährige muss einfach geduldig boxen und den KO natürlich kommen lassen. Davon, dass dieser ihm gelingen wird, bin ich überzeugt, da Olubamiwo zu defensivschwach ist und sein Kinn zu anfällig ist um den vielen klaren Treffern, die Sexton setzen sollen dürfte, stand zu halten. Die Außenseiterchance hat Olubamiwo mit seinem Punch definitiv, aber Sexton sollte gut genug sein um diese im Kampf zu eliminieren.

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1 Kommentar

  1. Tom
    13. Januar 2012 at 10:53 —

    @ Benjamin

    Sehr guter Bericht!

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