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Vorschau: Krzysztof Wlodarczyk vs. Giaccobe Fragomeni II

Beinahe unbeachtet kommt es am Samstag zum Showdown im Cruisergewicht, wenn der Pole Krzysztof Wlodarczyk und der Italiener Giaccobe Fragomeni in Lodz aufeinander treffen. Vor ziemlich genau einem Jahr lieferten sich beide bereits einen aufreibenden Fight, der in einem Unentschieden endete. Nun wollen es beide noch einmal wissen und boxen untereinander den WBC-Titel aus.

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Fragomeni hielt diesen nachdem er Ende 2008 Rudolf Kraj geschlagen hatte und behielt ihn nach dem Unentschieden gegen Wlodarczyk. Im November letzten Jahres verlor er ihn allerdings an Zsolt Erdei, der sich daraufhin entschied wieder zurück ins Halbschwergewicht zurück zu gehen. Der 40-jährige Titel will nun den vakanten Titel zurück ergattern, muss dafür aber dieses Mal ins Heimatland seines Gegners, während der erste Kampf noch in Italien stattfand. Der enge, intensive Kampf im letzten Mai dürfte in etwa aufzeigen, was vom kommenden Kampf zu erwarten ist. Es war einer der aufreibenden Kämpfe, in denen man meint den Schweiß durch den Bildschirm hinweg riechen zu können. Beide Boxer schenkten sich nichts, und auch wenn es kein technisch hochwertiger Kampf war, so zeigte er doch Willen und Entschlossenheit ohne Ende von beiden Boxern. In der neunten Runde wurde Wlodarczyk offiziell ein Niederschlag zugesprochen, doch in Wirklichkeit hatte er Fragomeni in derselben Runde noch ein zweites Mal klar am Boden. Der britische Ringrichter zählte diesen Niederschlag aber unverständlicherweise nicht. Fragomeni fand sich allerdings wieder und legte eine starke Schlussphase in den letzten drei Runden hin. Wlodarczyk hatte in dem Kampf Pech, dass der Ringrichter ihm den einen Niederschlag verweigerte und ihn stattdessen wegen Nachschlagens ermahnte, Fragomeni hatte Pech nicht die Entscheidung über die Punkte zu bekommen, da er doch etwas mehr im Verlauf des Kampfes gemacht zu haben schien.

Es ist schwierig im Rückkampf einen klaren Favoriten ausfindig zu machen. Fragomeni sah im ersten Kampf etwas besser auf, allerdings ist er inzwischen 40 Jahre alt und hat schon einige Schlachten hinter sich. Es wäre nicht ganz überraschend, wenn er langsam abbaut. Zudem muss er dieses Mal nach Polen und gibt damit den Heimvorteil an Wlodarczyk ab. Allein das macht den Polen für mich zum leichten Favoriten. Ich denke, man kann erneut eine auf engen Raum geführte Schlacht zwischen den beiden erwarten, die vielleicht nichts für Boxästheten ist, aber für Spannung garantieren sollte. Fragomeni hat gute Chancen sich seinen alten Titel zurück zu holen, doch ich denke, dass Wlodarczyk sich mit heimischem Publikum im Rücken einen knappen Punktsieg erkämpfen wird.

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