Top News

Vorschau: Juan Manuel Lopez vs Mike Oliver

Knapp ein halbes Jahr nach seiner bislang einzigen Profiniederlage kehrt Juan Manuel Lopez an diesem Samstag wieder in den Ring zurück. Entschlossen die Erinnerungen an die KO-Niederlage gegen Orlando Salido vergessen zu machen stellt er sich dem US-Amerikaner Mike Oliver in einem Zwölfrunder.

Lopez befand sich an der Spitze des Federgewichts und auf Kollisionskurs mit Yuriorkis Gamboa, als er am 16. April in Puerto Rico Orlando Salido gegenüber stand. Es sollte ein weiterer Quervergleich mit Gamboa werden, welcher ein paar Monate zuvor Salido nach Punkten besiegt hatte, um den anvisierten Kampf der beiden Superstars noch größer zu machen. Doch der 30-jährige Mexikaner Salido hatte das Skript anscheinend nicht gelesen und übernahm nach einigen Runden die Kontrolle nur um Lopez schließlich in Runde Acht zu stoppen. Aus waren Promoter Bob Arums Träume vom Superkampf. Statt am wohl größten Zahltag seiner Karriere mit dem Kubaner in den Ring zu steigen sieht sich „Juanma“ nun der Aufgabe ausgesetzt sich langsam wieder hochzuarbeiten. Die erste Hürde auf diesem Weg ist der 31-jährige US-Amerikaner Mike Oliver.

Oliver galt anfangs als viel versprechendes Talent und sammelte als Profi 21 Siege ehe er 2008 auf Reynaldo Sanchez traf, der ihn in drei Runden schwer ausknockte. Nach der überraschenden Niederlage stieg er als nächstes mit Antonio Escalante in den Ring und nach drei Runden fand er sich erneut auf der falschen Seite eines KOs wieder. Seitdem hat Oliver vier Siege gegen limitierte Gegner errungen und macht nun einen riesigen Schritt nach vorne, was die Qualität des Gegners anbelangt.

Doch nicht nur deshalb gilt Oliver als klarer Außenseiter. Sein Stil ist zudem noch wie gemacht für Lopez, der vor allem mit kinnstarken Punchern wie Salido oder Mtagwa Probleme bekam. Mike Oliver hingegen besitzt keine nennenswerte Schlagkraft, und seine mit Abstand größte Schwäche sind seine Nehmerfähigkeiten. Zwar ist er relativ reflexstark und hat enorm schnelle Hände, jedoch sollte ihm das nur sehr begrenzt gegen die Offensivmaschinerie helfen, die Juan Manuel Lopez ist, wenn er in Form ist. Der Puertoricaner wird zwar einen Tick langsamer sein als Oliver, ist dafür aber technisch stärker und wird mit jedem einzelnen Schlag Schaden beim US-Amerikaner anrichten können. Lopez ist der bessere Boxer und wird das Gefecht mit boxerischen Mitteln bestimmen können, und hat außerdem bei Olivers schwachem Kinn stets die Chance mit einem Schlag für das Ende zu sorgen. Deshalb ist der Kampf nicht deshalb interessant, weil irgendjemand ernsthaft den Ausgang anzweifelt, sondern vor allem um zu sehen, wie gut erholt sich Lopez von seiner überraschenden Niederlagen zeigt. In Topform sollte er zumindest wohl kaum mehr als sechs Runden benötigen um Oliver abzuschießen.

Voriger Artikel

Vorschau: Ajose Olusegun vs Ali Chebah

Nächster Artikel

Vorschau: Roman Martinez vs Daniel Attah

1 Kommentar

  1. Sugar
    1. Oktober 2011 at 12:13 —

    Mike Oliver?

    Von dem habe ich noch nie etwas gehört!

Antwort schreiben