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Vorschau: Ji-Hoon Kim vs Alisher Rahimov

Dieses Wochenende gibt es bei ESPN2s Friday Night Fights einen Kampf von Publikumsliebling Ji-Hoon Kim zu sehen. Der stets unterhaltsame Südkoreaner trifft in Missouri auf den ungeschlagenen usbekischen Leichtgewichtler Alisher Rahimov.

Der bereits 34 Jahre alte Rahimov ist den meisten Boxfans noch nicht wirklich ein Begriff, da er noch keine wirklich bekannten Gegner vor den Fäusten hatte. Der Olympionike von Sydney wechselte 2004 ins Profilager, wo er inzwischen alle seine 23 Kämpfe gewonnen hat, 12 davon vorzeitig. Seinen wohl besten Sieg feierte er im Oktober 2010, als er in Mexiko Sergio Thompson knapp nach Punkten bezwang. Thompson ist seitdem in acht Kämpfen unbesiegt und schlug zuletzt unter anderem Jorge Linares.

Ji-Hoon Kim ist da schon deutlich bekannter, da er seit seinem Debüt in den USA immer wieder im Fernsehen zu sehen war. Nachdem er im Februar 2010 Tyrone Harris KO geschlagen hatte, stand er im Mai in einem Eliminator der IBF Ammeth Diaz gegenüber, welchen er in einer Runde stoppte. Im darauf folgenden Titelkampf reichte es gegen Miguel Vazquez nicht für den Südkoreaner, der zwölf Runden lang ausgeboxt wurde. Auch in seinem nächsten Kampf zog er den Kürzeren, als er von Leonardo Zappavigna in Australien in einer Runde gestoppt wurde, doch Kim erholte sich von den beiden Niederlagen mit zwei Siegen seitdem. Zuletzt schlug er Yakubu Amidu nach Punkten.

Kim ist vor allem aufgrund seines Boxstils so beliebt in den USA. Er ist technisch schwach und besitzt so gut wie keine Deckung, doch versucht dies durch unbändige Aggression wett zu machen. Jeden seiner Schwinger schlägt er mit der Absicht den Gegner auszuknocken und sorgt damit für stets spannende und actionreiche Kämpfe.

Rahimov hingegen ist ein ganz anderer Boxer. Er besitzt eine exzellente Deckung und ist technisch gut ausgebildet. Zwar schlägt er nicht so hart wie Kim, doch dafür hat er recht schnelle Hände und schlägt gut und präzise in Kombinationen. Während Ji-Hoon Kim jedoch zu jedem Zeitpunkt des Kampfes seine Fäuste fliegen lässt, ist Rahimov ab und zu ein wenig zu passiv und abwartend.

Das könnte für ihn am Freitag ein Problem werden, da Kim dann durch seine höhere Aktivität Runden stehlen könnte. Und zuletzt zeigte Kim tatsächlich, nachdem er zuvor 2006 das letzte Mal nach Punkten gewonnen hatte, dass er durchaus auch über die volle Distanz gewinnen kann, als er zwei Mal in Folge über die Punkte siegte. Generell geht er jedoch natürlich nach wie vor eher auf den KO, den ich ihm aber gegen Rahimov nicht zutraue. Den Usbeken halte ich für defensiv zu gut und zu diszipliniert, als dass er sich einen weiten Schwinger von Kim fangen würde. Ich denke, dass er in der Lage sein wird Kim relativ komfortabel auszuboxen und mit präziseren Treffern aus der Distanz Runde um Runde einzufahren, ähnlich wie es Miguel Vazquez gegen Kim tat. Rahimov besitzt durchaus auch Schlagkraft und könnte Kim, der gegen Zappavigna ein anfälliges Kinn bewiesen hat, sogar stoppen, doch ich glaube nicht, dass Rahimov dafür das nötige Risiko eingehen wird, sondern stattdessen eine sicherere Kampfführung vorziehen wird um nach Punkten erfolgreich zu bleiben.

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