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Vorschau: David Price vs Sam Sexton

Einer der interessantesten Kämpfe dieses Wochenendes ist der Schwergewichtsshowdown zwischen David Price und Sam Sexton. In Liverpool treffen die beiden Engländer aufeinander um den vakanten britischen Titel untereinander auszufechten. Der ungeschlagene Price, von dem in England Großes erhofft wird, geht dabei als Favorit ins Gefecht.

David Price machte sich schon als Amateur in Großbritannien einen Namen. Besonders seine Bronzemedaille bei den olympischen Spielen in Peking 2008 ließ die Boxfans aufhorchen, als er schließlich 2009 ins Profilager wechselte. Dort hielt er sich bislang schadlos und gewann alle seine zwölf Kämpfe, zehn davon vorzeitig. Zuletzt bekam er dann auch etwas bessere Gegner vor die Fäuste gesetzt und brauchte kombinierte vier Runden für Raphael Butler, Tom Dallas und John McDermott.

Sam Sexton ist seit knapp sieben Jahren Profi und besitzt einen Kampfrekord von 15 Siegen und zwei Niederlagen. Während er unter anderem britische Größen wie Martin Rogan und Larry Olubamiwo besiegen konnte, reichte es zwei Mal gegen Dereck Chisora nicht. 2008 stoppte Chisora in seinem fünften Profikampf Sexton in sechs Runden, 2010 benötigte er neun.

David Price ist 2,03 Meter groß, während Sam Sexton unter 1,90 misst, was den offensichtlichsten Unterschied in diesem Kampf ausmachen wird. Noch wichtiger wird dies, da Price diese Größen- und Reichweitenvorteile durchaus auszunutzen weiß. Er besitzt einen wirklich sehr guten Jab und enorm viel Power in der rechten Hand, die der Jab vorbereitet. Zudem besitzt er überraschend flinke Hände und ist technisch gut ausgebildet. Das einzige Fragezeichen, was ihn betrifft, ist sein Kinn. In seinen zwölf Profikämpfen wurde dieses noch nicht wirklich getestet, doch als Amateur war er öfters am Boden, unter anderem gegen Tyson Fury, auch wenn Price Fury in diesem Duell bezwang.

Sam Sexton auf der anderen Seite ist ein guter Offensivboxer, der sich überraschend gut bewegt, wenn man bedenkt, dass er trotz seiner geringen Körpergröße oft mit etwa 240 Pfund einwiegt. Er besitzt jedoch eine schwache Deckung und ist relativ leicht zu treffen. Zudem besitzt er allenfalls ein durchschnittliches Kinn, wurde in seinen beiden Profiniederlagen gestoppt, und musste auch schon als Amateur häufiger zu Boden.

David Price ist der haushohe Favorit, da fast alle Vorteile auf seiner Seite liegen. Das Interesse an diesem Kampf besteht eher darin herauszufinden wie gut Price wirklich ist. Sexton ist gut genug um ihm ein paar Runden einen ordentlichen Kampf zu liefern, auch wenn daraufhin Sextons eher schwache Kondition und Prices boxerische Überlegenheit eine klare Sprache sprechen sollten, und es wird interessant sein heraus zu finden, wie Price reagiert, wenn Sexton ihn voll erwischt.

Chisora benötigte 2010 neun Runden um Sexton zu stoppen und etablierte sich bald darauf in der erweiterten Weltspitze. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass es Price gelingt einen früheren Feierabend herbei zu führen. Zuletzt sah David Price ganz stark in seinen Siegen aus und ich glaube nicht, dass Sam Sexton am Samstagabend in der Lage sein wird viel länger als fünf Runden aufrecht zu stehen, wenn die Treffer reihenweise bei ihm aus der Distanz einschlagen.

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1 Kommentar

  1. Rodens
    19. Mai 2012 at 18:19 —

    price machts!

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