Vorprogramm Broner vs. Maidana: Siege für Shumenov, Thurman und Santa Cruz

Beibut Shumenov, Tamas Kovacs ©Tom Casino / Showtime.
Beibut Shumenov, Tamas Kovacs © Tom Casino / Showtime.

Der unlängst von der WBA zum Superchampion ernannte Halbschwergewichtler Beibut Shumenov (14-1, 9 K.o.’s) konnte sich nach einer eineinhalbjährigen Auszeit mit einem vorzeitigen Sieg gegen den Slowaken Tamas Kovacs (23-1, 14 K.o.’s) zurückmelden. Es handelte sich um Shumenovs ersten Kampf für seinen neuen Promoter Golden Boy.

Dem Kasachen Shumenov gelang bereits in der ersten Runde mit einem harten linken Haken ein Niederschlag, Kovacs hatte aber Glück, dass wenige Sekunden später der Gong läutete. In der zweiten Runde ging der Slowake nach einem linken Uppercut mit Verzögerung erneut zu Boden, das Ende kam schließlich in der dritten Runde nach einem weiteren Niederschlag mit einer rechten Geraden.

Shumenov wird im nächsten Jahr zur Pflichtverteidigung gegen Jürgen Brähmer antreten müssen, zuvor will der WBA-Superchampion einen Vereinigungskampf gegen den IBF-Weltmeister Bernard Hopkins bestreiten. „Er hat mir gratuliert. Mein Ziel ist alle Titel zu vereinigen“, sagte Shumenov im Interview mit Showtime. „Bernard will gegen mich kämpfen. Das wäre eine Ehre für mich. Ich bin bereit.“

WBC-Superbantamgewichts-Weltmeister Leo Santa Cruz (26-0-1, 15 K.o.’s) wurde bei seiner Titelverteidigung gegen den Ranglistenfünften Cesar Seda (25-2, 17 K.o.’s) gefordert, wie schon seit längerem nicht mehr. Santa Cruz machte zwar von Beginn an den Kampf und dominierte mit seiner hohen Schlagfrequenz. Der Puerto Ricaner Seda konnte den Mexikaner des Öfteren abkontern.

In der fünften Runde wollte sich Seda aus dem Mann herausdrehen, wurde dabei aber von einem Schlag auf die Schläfe erwischt und wurde angezählt. Seda war jedoch nicht angeschlagen und fand danach wieder in den Kampf zurück. In der achten Runde wurde der Druck von Santa Cruz jedoch noch größer, Seda schien langsam nachzugeben.

Ein vorzeitiger Sieg wollte dem jungen Mexikaner jedoch nicht mehr gelingen, auch wenn er Seda immer öfter in einen Schlagabtausch verwickeln konnte. Das Urteil lautete 116-111, 115-112 und 117-110.

Mindestens gleich spektakulär war der Kampf des WBA-Weltergewichts-Interims-Weltmeisters Keith Thurman (22-0, 20 K.o.’s) gegen den zähen Mexikaner Jesus Soto Karass (28-9-3, 18 K.o.’s). Thurman musste dabei in der ersten Runde eine Schrecksekunde überstehen, wo er von Soto Karass voll erwischt wurde und Schlagwirkung zeigte. Der Amerikaner erholte sich aber schnell wieder und kam noch in derselben Runde zurück.

Da sich Soto Karass trotz zahlreicher harter Treffer nicht gleich beeindrucken ließ, setzte Thurman auch auf seine boxerischen Fähigkeiten, kreiste um seinen Gegner und punktete mit seinem Jab und gelegentlichen Kombinationen. In der fünften Runde musste Soto Karass nach einem linken Uppercut jedoch plötzlich schwer zu Boden, marschierte nachdem er wieder aufgestanden war allerdings weiter nach vorne.

Thurman setzte noch nicht alles auf eine Karte, sondern bearbeitete seinen Gegner weiter mit seiner Führhand und gelegentlichen harten Einzelhänden. In der neunten Runde war Soto Karass nach einem linken Haken sichtbar angeschlagen, Thurman setzte mit einer starken Kombination nach, die Soto Karass in die Arme von Referee Jon Schorle fallen ließ.

„Sie können meine Schläge ein paar Runden lang einstecken, aber nicht für zwölf Runden“, sagte Thurman im Siegerinterview. „Ich habe gesehen, dass er angeschlagen war, ich habe daher die Show zu Ende gebracht. Ich bin erst 25, ich werde Stück für Stück das Weltergewicht zerstören.“

© adrivo Sportpresse GmbH

19 Gedanken zu “Vorprogramm Broner vs. Maidana: Siege für Shumenov, Thurman und Santa Cruz

  1. Das ist einer der schoenste tage meines lebens!! Freudentraenen jubel auf der strasse !!! Argentinien ist wieder dick im boxgeschaeft!! De los barrios pobres de Santa FE hasta las villas de Cordoba!!! hermanos de la gran Argentina hoy es nuestro dia!! siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii

  2. der neue champ ist gekröhnt,
    viva el chino,jetzt schon eine hero für mich,er hat es bronda richtig schön besorgt…..freue mich auf den rückkampf,dann kann sich bronda nochmal ne abreibung holen…….

  3. Hey Leute, was für eine Veranstaltung bei Showtime, Wahnsinn! Aber die in Neubrandenburg war auch „nicht schlecht“ oder?! 😆
    Dieser Freddy Krüger gegen diesen Indianer, 😀 was für Flaschen, was für eine Blamage, dass solche Flaschen um den regulären WBA-Titel boxen dürfen. Neubrandenburg ist der Hammer, all die Leute scheinen richtig Ahnunf vom Boxen zu haben. 😀 Freddy Krüger, mit dem „besten Trainer der Welt“ und mit dem „EX-Champ“ Sebastian Sylvester, der wahrscheinlich zu oft diese Rocky Filme geschaut hat und sich für nichts zu schade ist. Ich wette der hat kein Geld mehr. 😀 Da Schumenow gegen Hopkins boxen wird, wird Brähmer wohl nie Weltmeister Nummer-1 werden, sondern immer die zweite Wahl bleiben. 🙂

  4. Freddy Krüger wurde 2009 kampflos zum WBO-Weltmeister ernannt und 2013 hat er sich den regulären WBA-Titel geholt. Davor sollte man Respekt haben. 😀 Und die Gegner die Krüger alle geboxt, beesser gesagt, besiegt hat, wahren alle Weltklasse. Davor hab ich noch mehr Respekt. 😆

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