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Vorkämpfe in München: Siege für Gutknecht, Pulev und Britsch

Lorenzo Di Giacomo ©Team Di Giacomo.

Lorenzo Di Giacomo © Team Di Giacomo.

Eduard Gutknecht hat seinen EM-Titel im Halbschwergewicht erfolgreich gegen den Italiener Lorenzo Di Giacomo verteidigt. In einem zerfahrenen Duell konnte Gutknecht auf Grund seiner besseren Technik beinahe jede Runde dominieren. Di Giacomo griff ab der zweiten Hälfte auf einige Tricks zurück, um über die volle Distanz zu kommen.

Gutknecht hatte gegen den kleineren Italiener aus der Distanz deutlich Vorteile, ließ sich anfangs aber zu oft auf den Infight ein, wo Di Giacomo ab und zu mit wilden Schwingern traf. In der dritten Runde erzielte Gutknecht nach einer Serie leichte Schlagwirkung, Di Giacomo fing sich aber recht schnell wieder. Auch die mittleren Runden bestimmte Gutknecht relativ klar, richtig glänzen konnte er gegen den unangenehm zu boxenden Di Giacomo aber nicht.

In der achten Runde schien Di Giacomo konditionell bereits deutlich abgebaut zu haben, ein Knockdown Gutknechts wurde aber nicht gegeben, da sich der Gifhorner nach den Körpertreffern auf seinen Gegner aufgestützt hatte. Di Giacomo klagte ab der elften Runde über Probleme mit dem Ohr, möglicherweise waren es aber auch nur Mätzchen, um über die Zeit zu kommen. Insgesamt zwei Punkte bekam Di Giacomo, der nicht mehr sonderlich an dem Kampf interessiert zu sein schien, in dieser Runde abgezogen. Gutknecht suchte zwar noch die vorzeitige Entscheidung, der finale Treffer wollte aber einfach nicht gelingen. “Irgendwie ist er mir immer weggerutscht”, sagte Gutknecht nach dem Kampf. Für den 29-jährigen Gutknecht gilt es aus diesem klaren Punktsieg (119-107, 119-107, 120-105) die richtigen Erkenntnisse zu ziehen, gegen den als Stinker bekannten Di Giacomo sieht aber kaum ein Boxer richtig gut aus.

Ebenfalls in München geboxt hat Mittelgewichtler Dominik Britsch: der 23-jährige Wegner-Schützling konnte sich gegen den Amerikaner Ryan Davis seinen ersten Titel sichern, nämlich die IBF-Intercontinental-Meisterschaft. Britsch bestimmte in den Anfangsrunden klar den Kampf, ließ aber ab der vierten Runde Davis wieder in das Gefecht zurückkommen. Eine mahnende Ansprache von Ulli Wegner erzielte Wirkung und Britsch dominierte ab der sechsten Runde wieder klar.

In der neunten Runde hatte Davis Britschs Serien nichts mehr entgegenzusetzen und wurde vom Ringrichter aus dem Kampf genommen. “Ich bin jetzt in den Top 15”, sagte Britsch nach dem Fight. “Ich will jetzt meinen Titel so schnell wie möglich verteidigen. Irgendwann will ich natürlich Weltmeister werden.”

Schwergewichtler Kubrat Pulev musste gegen den Ukrainer Maksym Pediura in seiner Karriere zum insgesamt siebten Mal über die volle Distanz gehen. Pulevs K.o.-Quote ist damit bereits unter 50 Prozent gefallen. Trainer Otto Ramin glaubt dennoch, dass sein Schützling nächstes Jahr reif für die WM ist. Ebenfalls in München siegreich waren Cruisergewichtler David Graf (K.o.-Sieg gegen Steffan Hughes), der österreichische Mittelgewichtler Marcos Nader (Punktsieg gegen Gaetano Nespro) und Halbschwergewichtler Robert Woge (K.o.-Sieg gegen Sam Couzens).

© adrivo Sportpresse GmbH

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5 Kommentare

  1. Mark
    17. Juli 2011 at 01:40 —

    “Kommt endlich raus ! Genug der langen Worte. Wir wollen sie endlich im Ring boxen (ausgesprochen boxxxxxxxxxen) sehen” ! *ganz laut brüll”

  2. leif
    17. Juli 2011 at 09:57 —

    Es war wieder ein gelungenen Boxabend mit viele gute Kämpfe. Schade das ich nicht vor Ort war. Nun musste ich mit TV zufriedenstellen. Sehr zufrieden bin ich mit Woge, Graf, Britsch und Gutknecht. Huck auf Kurs die Rehabiliterung gegen schlechten Ruf. Der Ringrichter war diesmal sehr aktiv und hat sofort die Unsauberkeit unterbunden. Marco zeigte das er doch auch in der Lage ist sauber zu boxen. Hat mir gefallen.

  3. DrHenrik
    17. Juli 2011 at 10:28 —

    Ich fand den Ringrichter ja ein bißchen aufdringlich – ständig quatscht der da rein und unterbricht bei der kleinsten Kleinigkeit, auch wenn er eigentlich mal “Vorteil” laufen lassen müsste. Es ist ja gut, wenn ein Ringrichter auch mal eingreift und nicht alles durchgehen lässt, aber der hat’s doch ziemlich übertrieben und sich ganz schön in den Vordergrund gespielt. Hauptakteure eines Kampfes sollten die Boxer sein, nicht der Schiri.
    Aber Huck hat es geschafft, sich gut drauf einzustellen, das muss man ihm lassen. Insgesamt hat er einen sehr viel besseren Eindruck auf mich gemacht als in den letzten beiden Kämpfen.

  4. KategorieC
    17. Juli 2011 at 14:49 —

    Huck ist ein sehr sympathischer guter fighter-ich wünsche ihn weiterhin viel erfolg!!!

  5. Herbius
    17. Juli 2011 at 19:39 —

    Es war ein typischer Sauerland-Boxabend.
    Es wurden uns wieder viele Flaschen präsentiert.

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