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Vorbild Zeuge zum Siegen verdammt

Brodelnde Stimmung auf der Pressekonferenz vor der Box-WM am Wochenende! Bevor es heute Abend im Ring der Potsdamer MBS Arena zur Sache gehen wird (live ab 22.50 Uhr in SAT.1), trafen sich heute WBA-Champion Tyron Zeuge und Pflichtherausforderer Isaac Ekpo vor der versammelten Presse, um über das Duell um die Weltmeisterschaft im Supermittegewicht zu sprechen – am Ende schossen aber eher die Trainer verbale Giftpfeile ab!

Promoter Kalle Sauerland erhöhte in jedem Fall den Druck auf Zeuge. Sauerland: „Tyron ist der letzte Mohikaner – der letzte deutsche Box-Weltmeister. Er steht quasi in der Pflicht, den Kampf am Samstag siegreich für sich zu entscheiden. Wir haben zwar viele junge Talente, die das Potenzial haben, in Zukunft oben anzugreifen. Trotzdem braucht es jemanden, der den anderen ein Vorbild ist und den Weg ebnet und in dieser Rolle sehe ich aktuell Tyron!“

Der 24-jährige Titelverteidiger bestätigt aber, dass er solche Forderungen nicht an sich heranlässt. Zeuge: „Ich habe mich gewissenhaft auf diesen Kampf vorbereitet und weiß, was ich kann. Am Samstag gebe ich alles für den Sieg – ich tue das allerdings für mich und für niemand anderen!“

Herausforderer Isaac Ekpo (34) verpasste sich, im Gegensatz zum Weltmeister, weitestgehend einen Maulkorb. Er gab zu verstehen, dass „nur entscheidend ist, was im Ring passiert. Am besten lasse ich immer noch meine Fäuste für mich sprechen!“

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Laut Zeuge-Coach Jürgen Brähmer werden die allerdings größtenteils zum Schweigen verdammt sein, „denn mein Boxer ist einfach eine Klasse besser als Ekpo! Wenn Tyron dass abrufen kann, was er in der Vorbereitung gezeigt hat, wird das eine klare Sache für uns werden!“

Das sieht das Lager des Herausforderers hingegen ein wenig anders. Stacey McKinley, der schon Mike Tyson trainierte, sagt einen Albtraum für den letzten deutschen Weltmeister voraus: „Stilistisch wird das eine ganz schwere Geschichte für Zeuge gegen Ekpo. Isaac schlägt aus allen Lagen, geht physisch voll zur Sache. Dafür ist so ein junger Hüpfer wie Zeuge einfach noch nicht bereit!“

Viele Geschichten wurden auch zum zweiten Hauptkampf am Samstag erzählt. Die Camps um GBU-Champion Deniz Ilbay und Herausforderer Angelo Frank belegten sich teilweise so sehr mit Kraftausdrücken, dass beide Kämpfer beim obligatorischen Staredown auf Sicherheitsabstand gehalten werden musste. Nun werden die „Streithähne“ schließlich aufeinander losgelassen und können alle Animositäten sportlich aus der Welt räumen.

Wenige Restkarten für die Box-Nacht in der MBS Arena Potsdam sind im Internet bei www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Foto und Quelle: Team Sauerland

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1 Kommentar

  1. 25. März 2017 at 20:31 —

    Weniger Muskelmasse bedeutet nicht weniger Schlagkraft.Ich erinnere Dich an den ehemaligen Boxer Corrie Sanders.Der hatte auch so gut wie nichts an Muskelmasse.Aber hatte einen Punch der sich gewaschen hat. 😉 Es kann eher ein Vorteil sein weniger zu haben und dadurch weniger Sauerstoff zu brauchen und somit die größere Ausdauer für die Workrate zu haben.Nur weil jemand wenig Muskeln hat,kann der trotzdem den Ko Punch in den Fäusten haben. de Carolis ist nen zäher Boxer den man nicht so eben ko haut. Also Punch hat Zeuge schon.Was dem fehlt ist Erfahrung.Die kriegt er nur mit schweren Gegnern. Dieser jetzige ist ja Pflicht vom Verband.Dafür kann er nichts.

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