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Viviane Obenauf – Hat die Profiboxerin ihren Ehemann erschlagen?

Von einer schier unglaublichen Angelegenheit hört man derzeit aus der Schweiz. Die 34-jährige Profiboxerin und Fitnesstrainerin Viviane Obenauf soll ihren Ehemann, einen Gastwirt (†61) getötet haben und sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Wohlgemerkt: Es geht lediglich um den Verdacht, dass sie ihren Ehemann getötet haben soll. Die Dauer der Untersuchungshaft wurde vom zuständigen Gericht vorläufig auf mindestens 3 Monate festgelegt.

Wer die gebürtige Brasilianerin Vivian Obenauf aus sozialen Netzwerken wie Facebook etc. kennt, kann es kaum fassen, weil sie bisher öffentlich immer einen sehr sanftmütigen und ausgeglichenen Eindruck hinterlassen hat. Selbst nach Niederlagen im Boxring gab es niemals Anlass zu der Annahme, dass sie jemals auch nur irgendwie „austicken“ würde. Doch das scheint nur die eine Seite der Frau Obenauf zu sein.

Das Herkunftsland von Viviane Obenauf ist Brasilien. Nachdem sie sich bereits als Jugendliche für Fußball und olympisches Turnen interessiert hatte, war sie ab ihrem 18. Lebensjahr vom Boxsport begeistert. Viviane de Jesus Costa, so lautet ihr Geburtsname, wurde in Rio de Janeiro geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Sie bestritt ihren Lebensunterhalt im Hotelfach und arbeitete u.a. auch in der Schweiz, wo sie ihren ersten Ehemann, den Österreicher Christian Obenauf kennen lernte, den sie 2009 heiratete. Diese Beziehung endete 2013 und sie zog zusammen mit ihrem Sohn wieder zurück in die Schweiz, wo sie 2014 als Profiboxerin debütierte.

Viviane “Golden Girl” Obenauf ist in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Gewaltanwendung aufgefallen. Sie schlug an ihrem 30. Geburtstag in einem Londoner Nachtclub zwei Männer zusammen, die sie angeblich begrapschen wollten. Sie musste dafür eine Nacht in die Zelle, eine kleine Geldstrafe bezahlen und einen “Entschuldigungsbrief” schreiben. Ihr Ex-Freund Andreas H. gab in einem Artikel des Schweizer „Blick“ an, dass Obenauf zwei Gesichter habe und es manchmal so wäre, als würde man bei ihr einen Schalter umlegen. Auch er habe schon von Obenauf Prügel bekommen – Faustschläge ins Gesicht, worauf diese Romanze ein jähes Ende fand. Dennoch sollte es an dieser Stelle keinerlei Vorverurteilung geben. Die Ermittlungen zum gewaltsamen Tod von Obenaufs Ehemann sind nicht abgeschlossen.

Ihr Kampfrekord (14(7)-6(2)-0) ist recht durchwachsen. Sie kämpfte u.a. 2016 im Manchester auf der Undercard von Whyte vs Chisora gegen Katie Taylor, der sie über 6 Runden nach Punkten unterlag. In einigen ihrer Kämpfe ging es um Titel der Verbände WBA, WBF, IBF und IBO. Ihr größter Erfolg war im August 2018 der vorzeitige Sieg über Natasha Jonas und der damit verbundene WBA-International-Titel im Superfedergewicht. Zuletzt unterlag sie im November 2019 in Manchester der Britin Terri Harper im Kampf um den Gürtel des Verbandes IBO im Superfedergewicht nach Punkten.

Der Interlakener Gastwirt wurde bereits am Morgen des 19. Oktober in seiner Wohnung erschlagen aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben wochenlang kein Ergebnis. Viviane Obenauf hatte sich bereits drei Wochen vorher von ihrem Mann getrennt und zusammen mit ihrem Sohn eine andere Bleibe gefunden. Sie widmete sich ihrer Arbeit im eigenen Gym, wo sie Fitness- und Selbstverteidigungskurse für Frauen anbot. Genau 3 Wochen nach dem Mord, am 9. November erfolgte dann die Festnahme von Viviane Obenauf. Am 12. November wurde bekannt gegeben, dass sie vorläufig in U-Haft bleiben wird. Die zuständigen Strafverfolgungsbehörden geben sich bedeckt. Es wird genaustens untersucht, welche Rolle die 34-jährige im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod ihres Ehemanns spielt.

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