Bild: vitorbelfort / Instagram

Vitor Belfort: Jake Paul oder Canelo Alvarez

Vitor Belfort: Jake Paul oder Canelo Alvarez

Kaum dass Vitor Belfort im Rahmen einer Triller-Fightnight Ex-Schwergewichtsweltmeister Evander Holyfield kurzrundig abgefertigt hat, hält sich der ehemalige brasilianische MMA-Kämpfer offenbar für eine „Granate“.

Nach seinem Sieg über den 58-Jährigen Ex-Champion begann Belfort noch im Ring damit, die Werbetrommel zu rühren. Nachdem er sogar Interesse an einem Kampf gegen ‚Canelo‘ Alvarez signalisiert hatte, konzentrierte sich der 44-jährige aber auf greifbarere Ziele und bezeichnete Jake Paul als kleinen Mistkerl, weil er einem Kampf nicht zugestimmt hatte: „Er hat es verdient … weil er sich seine Gegner aussucht. Jetzt kann er nicht nein zu mir sagen. Er muss ja sagen. Ich werde ihm eine Lektion erteilen. Jemand muss ihm eine Peitsche geben. Und das bin ich. … ich bin sein Vater. Ich werde ihn auf meinen Schoß legen. Er wird Daddy treffen, Big Daddy …“

Eigentlich fehlte nur noch so etwas wie: „Ich bin Dein Vater, Luke!“, um die peinliche Seifenoper perfekt zu machen. Doch mit solchen pseudodramatisch-peinlichen Inszenierungen trifft man offenbar genau den Geschmack US-amerikanischer Fans. Belforts Rechnung ging dann auch prompt auf: Triller-Geschäftsführer Ryan Kavanagh stieg in den Ring und lobte statt der 25 gleich 30 Millionen US-Dollar für einen Boxkampf zwischen Belfort und Paul am Samstag des Thanksgiving-Wochenendes aus, the winner takes it all.

Nun bleibt abzuwarten, ob Jake Paul auf dieses Angebot eingeht. Eigentlich schien ein Rematch zwischen Jake Paul und Tyron Woodley schon in trockenen Tüchern zu sein, aber bislang hat Woodley sein Versprechen noch nicht eingelöst: der 39-jährige muss sich noch das Tattoo „I love Jake Paul“ verpassen lassen.

„30 Millionen US-Dollar für (einen Kampf gegen) Jake Paul … wie kann man dazu nein sagen?“ hatte Belfort in der Pressekonferenz nach dem Holyfield-Kampf erklärt. Unterm Strich ist der Brasilianer wohl nur ein weiterer alternder ehemaliger UFC-Champion, der nur dazu dienen soll, Jake Paul auf die nächste Stufe zu heben. Fraglich ist, ob ‚The Phenom‘ Belfort sich als „Opfer“ eignet. Und ob Jake Paul den Köder schluckt.

Weniger als 24 Stunden nachdem Belfort Holyfield besiegt hatte, war er in den Wettbüros der Favorit bei einem potenziellen Kampf gegen Jake Paul. Und falls Jake Paul nicht will? „Dann eben Canelo. Für 40 Millionen Dollar“, hat Belfort gesagt: „Wie kann man zu 40 Millionen Dollar nein sagen!?

Aus der Sicht eines MMA-Fighters mag das Sinn machen, für Alvarez eher nicht. Beim Kampf gegen Billy Joe Saunders im Mai 2021 hat Alvarez mehr als 40 Millionen US-Dollar verdient, den Deal mit DAZN im Oktober 2018 ließ sich ‚Canelo‘ mit 365 Millionen US-Dollar bezahlen.

5 Gedanken zu “Vitor Belfort: Jake Paul oder Canelo Alvarez

  1. Na ja, so ganz unrecht hat Brennov nicht!

    Das sind Kirmeskämpfe….ob nun Holyfield, Tyson, Jones Jr., Mavrovic oder wie sie alle heißen….die wollen nicht wirklich was beweisen, die haben vermutlich ihre ganze Kohle verprasst und kämpfen deshalb wieder!?
    Aber noch armseliger sind die die sich diesen Mist anschauen!

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