Vitali und Wladimir Klitschko: Erstes gemeinsames Trainingscamp seit Jahren

Wladimir Klitschko, Vitali Klitschko ©KMG.
Wladimir Klitschko, Vitali Klitschko © KMG.

Gemeinsame Trainingscamps sind bei den Klitschko-Brüdern eigentlich eine totale Seltenheit, durch die Verschiebung seiner freiwilligen Titelverteidigung gegen den Franzosen Jean-Marc Mormeck (36-4, 22 K.o.’s) steigt Dreifach-Weltmeister Wladimir Klitschko (56-3, 49 K.o.’s) dieses Mal nur zwei Wochen nach seinem Bruder Vitali (43-2, 40 K.o.’s) in den Ring, der am 18. Februar in München gegen den Briten Dereck Chisora (15-2, 9 K.o.’s) boxt.

„Wir machen ein gemeinsames Trainingscamp, unsere Vorbereitungen sind aber sehr verschieden“, sagte Wladimir Klitschko gegenüber Championat.ru. „Jeder hat seinen eigenen Plan und seine eigenen Probleme. Es ist schön, meinen Bruder während des Trainings zu sehen. Es ist so wie während meiner Teenagerzeit, als wir gemeinsam trainiert haben und uns gegenseitig Ratschläge gegeben haben. Vitali macht mich auf gewisse Dinge aufmerksam, ich gebe ihm aber auch Ratschläge, da ich nun auch über Erfahrung verfüge. Wir sehen uns während des Tages, wir sehen uns beim Training und beim Essen.“

Vitali Klitschko hat den ersten Teil seiner Vorbereitung in Kiew bestritten, bevor er mit seinem Trainer Fritz Sdunek ins österreichische Going gereist ist, wo das Klitschko-Team traditionell seine Zelte aufschlägt. Wladimir, der von dem Amerikaner Emanuel Steward trainiert wird, bestreitet seine gesamte Vorbereitung in Tirol.

© adrivo Sportpresse GmbH

88 Gedanken zu “Vitali und Wladimir Klitschko: Erstes gemeinsames Trainingscamp seit Jahren

  1. @ groovstreet

    Man sollte keinen Gegner unterschätzen und das Training vernachlässigen,sonst kann sowas auch mal in die Hose gehen.
    Siehe den ersten Kampf zwischen Ali-Spinks oder auch der erste Kampf zwischen Lewis-Rahman!

  2. Haye vs. Vitali würde ich gerne dieses Jahr sehen.

    Und ich hoffe sehr, dass Papier Champ Panda den Möchtegern Schmeling Erbe Hukic aus dem Leben haut. Unglaublich grausame Vorstellung, dass er den Papier Tiltel holen könnte.

    Schmeling dreht sich doch im Grabe. Zu seiner Zeit gab es einen Gürtel und einen Champ. Heute wollen schon Papier Champs sein Erbe antreten..omg

  3. morgens ne Milchschnitte eine Stunde McFit pro Woche und abends 2 Warsteiner alkoholfrei (pfui), so macht man sich für Chisora und Mormeck fit. Kein Wunder warum die beiden mehr Werbung für irgendwelchen Krampf machen als für den Boxsport. Schämt euch !!!

  4. das macht die klitschkos doch stark. Sie sind auf den punkt bereit, bereiten sich immer 100% vor. Da bin ich genau toms meinung, egal wie der gegner heisst, sobald man einen unterschätzt kann das in die hosen gehen

  5. das ist ein böses omen, nur einzeln wurden sie grosse krieger. das zusammensein tut den beiden nur operflächlich gut. wirklich gut ist es nicht weil es zwei ganz verschiedene typen sind die sich gegenseitig mehr aus dem konzept bringen anstatt einander wirklich zu helfen. ich wünsche beiden viel erfolg aber kann mir vorstellen das wir einen der klitschkos nicht in guter form sehen.

  6. Tommyboy

    kurz zu Wladimir vs Sanders:
    ich glaube nicht dass Wladimir Sanders wirklich unterschätzt hat. Aber er hätte ihn überschätzen sollen. Ich bin mir ziemlich sicher bei einem Re-match hätten wir den gleichen ausgang nochmal erlebt. Wladmir war schon immer etwas sensibler gegen linksausleger aber sanders war auch ein exzellenter puncher mit exzellenten augen und reflexen. man hat ja gesehen mit welcher taktik und super Vorsicht Vitali Sanders stück für Stück abgebaut hat, es war eine zimelich schwere aufgabe für ihn…

  7. groov

    Ein Rückampf wäre anders gelaufen. Will mich nicht auf irgendein bestimmtes Ergebnis festlegen. Und was meinst du eigentlich mit „hätte ihn überschätzen sollen“? Wäre der Kampf dann anders verlaufen? Wenn ja, warum bist du dir dann so sicher, das der Rückkampf den selben Ausgang genommen hätte? Du sagst ja selbst, er hätte ihn überschätzen sollen (was auch immer das bedeutet??). Wenn der Kampf aber ohnehin nicht anders verlaufen wäre, warum denn dann bitteschön „hätte ihn uberschätzen sollen“?
    Und warum hätte es Wlad seinem Bruder, der sich mit einer guten Taktik vorbereitet hat, nicht gleich machen können?

    P.s. In deinem Beitrag stecken mehr Fragezeichen drin als Ausrufezeichen.

  8. @ Tommyboy

    Als WK gegen Sanders geboxt hat war er mit Sicherheit gut trainiert,ob er ihn unterschätzt hat,weiß ich nicht,denn er hätte wissen müssen das Sanders die ersten drei Runden Vollgas gibt,da er in fast all seinen Kämpfen Konditionsprobleme bekommen hat.

    Ich glaube eher das WK panisch geworden ist als er die ersten Volltreffer genommen hat,er ist auch nach dem ersten Niederschlag viel zu früh wieder hochgekommen und wollte dann mit Sanders mitschlagen,was ja bekanntlich zum Desaster für WK geworden ist!

  9. für den kampf gegen mormeck könnte wladimir zur vorbereitung auch einen bastelkurs belegen…ich stelle ihm gerne schere buntstifte und papier zur verfügung…

    vielleicht ändert sich dann was an der gähnende langeweile versprechenden quote von 1,01×15,00
    wohlgemerkt alle 3 minuten 2 werbeclips noch oben drauf….jeder der spaß beim sehen dieses kampfes hat ist masochistisch veranlagt….

    @ kevin: ich freu mich schon auf dein b.e.s.c.h.e.u.r.t.e.s. kommentar dazu;)

  10. Tom

    Bin genau derselben Meinung. Und bei Peter I hat man gesehen, dass er draus gelernt hat. Man kann sich schon mal eine einfangen. Aber dann sollte man einen kühlen Kopf bewahren.

    P.s. Wäre mal interessant, wie sich Vitali verhalten würde, wenn er sich mal richtig eine einfängt (Die wenigen Male, wo er mal durchgerüttelt wurde, kann man nicht zählen.). Er ist bekannt dafür, dass er zuweilen sehr emotional wird und seinen Kopf verliert.

  11. Toll, das die Brothers hier eine Möglichkeit haben, sich gemeinsam vorzubereiten, so kann man nochmal optimieren, weil die anstehenden Gegner unglaublich stark sind und alle Reserven mobilisiert werden müssen, um zu gewinnen. Wichtig: sollte einer der Brothers tatsächlich den Mumm haben, gegen die „Doppel-D-Kobra Manny Money“ Charr anzutreten, sollte auf jeden Fall auch die Mutti Klitschko bei der Vorbereitung dabei sein, sonst sind die Gewinnchancen gegen die Kobra gleich Null!

  12. @Peddersen
    Hier mal eine Antwort auf einer deiner Fragezeichen
    Ein echter Kämpfer sollte immer die Einstellung haben „Rechne mit dem Schlimmsten und hoffe auf das Beste“. Und am besten so das er mit dem Schlimmsten klar kommen würde, also nicht als zu schlimm bewertet. Erst dann ist man richtig bereit für eine Schlacht. Man kann nicht einfach in eine Schlacht ziehen und nur auf das beste hoffen, da kann man ganz schön überrollt werden, von dem Gefühl, wenn man nicht mit dem Schlimmsten klarkommen würde (was ja bei Wlad passiert ist)

  13. die schämen sich nicht mal ,und präsentieren solche gegner .der eine gegner etwas grösser als ein schäferhund .der andere mit grosser klappe und auch nicht viel grösser .und wlad stellt sich hin und sagt auch noch im boxen ist die grösse nicht entscheidend . im inneren lachen die sich doch tot über ihre gegner …….

  14. @ Peddersen

    Ja diese Frage habe ich mir auch schon oft gestellt,was geschieht wenn sich VK mal drei,vier Volltreffer hintereinander einfängt,oder was geschieht wenn er doch mal zu Boden muss?
    Wie reagiert er,wird er genauso suverän weiter boxen können wie bisher????

  15. @Tom

    Bin da bei Dir was WK vs Sanders angeht. Das war reine Panik. Wladimir wusste einfach nicht wie er damit umgehen sollte als er sich die Treffer einfing. Mitschlagen ist nicht sein Ding, das kann Vitali aber bei Wladimir ist da nix mit wilder „Schlägerei“.

    Heute und in den letzten Jahren nach denn Niederlagen ist das was ganz anderes. Er weis das er nicht in den Infight gehen kann oder wild mitschlagen. Er klammert eben oder geht auf Distanz, eben das was er kann und wofür er die Körperlichen Voraussezungen hat.

  16. Also der Wladimir zu damaligen Zeitpunkt hätte m.M. nach ein Rematch wieder verloren.
    Der Wladimir von heute ist anders, der könnte es wohl schaffen, den Kampf in die späteren Runden zu bringen.

    Sanders ist sicherlich kein Superboxer und hat ja auch nicht soviel gerissen, aber er ist halt vom Stil her einfach Gift für Wladimir; Rechtsausleger, gute Reichweite und zumindest die ersten 2-3 Runden extrem aggressiv, schnell, beweglich und schlagstark.
    Selbst Vitali hatte in der ersten Runde Probleme mit ihm und wurde einige Male voll erwischt.
    Ich räume dem Wladimir von heute zwar weitaus mehr Chancen ein als damals, aber er würde es m.M. nach immer noch schwer haben

  17. Tom

    Ich vermute das schlimmste. Und das gibt wiederum berechtigte Hoffnung für jeden Schwergewichtler, der´s ernst meint.
    Chisora hat nun nicht gerade den Punch, aber er setzt konsequent nach, wenn´s beim anderen klingelt. Und wenn´s bei Vitali tatsächlich klingeln sollte, wäre es ihm zuzutrauen, dass er´s auch zu Ende bringt. Und das traue ich übrigens nicht vielen zu.

    P.s. Ist übrigens auch seine einzige Chance, den Ring nicht als Verlierer zu verlassen (ausgenommen natürlich ein Abbruch oder Aufgabe durch Verletzung).

  18. Vitali besitzt die Fähigkeit, die Angriffe des Gegners von innen zu blocken. Er wartet nicht bis der Schlag an die eigene Deckung kommt, wie die meisten Boxer. Er hat eine einzigartige Defense, die kein Boxer vor ihm hatte. Er streckt seine Arme aus, blockt die Schläge des Gegner beim Ellenbogen/Bizeps des Gegners und schlägt aus dieser Position aus kurzer Distanz von innen zu. Insbesondere sind diejenigen Gegner benachteiligt, die lange Hacken schlagen. Ich rate die Kämpfe gegen Peter und Arreola anzuschauen. Ein Arreola, der eigentlich ein sehr guter Offensivboxer ist, konnte an Vitali nicht mal ran. Ich sehe kaum etwas an Chisora, was Arreola nicht hatte. Chisora schlägt in der Regel lange Hacken. Vitali wird sich ungefähr ausrechten, aus welchen Winkeln er seine Arme ausstrecken und die Schläge blocken muss. Das wars dann auch für Chisora. Er wird so ähnlich wie Arreola nicht an Vitali rankommen.

  19. Die Gegner der Brüder der letzten Jahre waren natürlich alle schwach und nicht der Rede wert,ausser Haye natürlich aber beide Klitschkos gehen keiner Pflichtverteidigung aus dem weg,und das schätze ich an ihnen und beide können auch nichts dafür das die Gegner gegen sie wie Amateure aussehen,aber im Vergleich zu Leuten wie diesen Boytsov der wirklich nur dritte Garnitur boxt und wahrscheinlich auch boxen wird,haben die Brüder bisher keine Gegner gescheut.

  20. @ Peddersen

    Habe vor einigen Monaten hier mal geschrieben,wenn einer der Klitschkos mal wieder verliert,wird es jemand sein den man nicht wirklich auf der Rechnung hat,…..Chisora könnte so jemand sein…….

    Wie auch immer der Kampf ausgeht,hoffe ich nur das sich Chisora in den Anfangsrunden nicht zu sehr einschüchtern lässt!

  21. Tom

    Ja, das dürfte sein größtes Problem werden. Gegen einen schwachen Helenius kann man schon mal auftrumpfen, gegen einen starken Vitali wird´s wohl anders aussehen.
    Aber wenn ihm ein Lucky Punch gelingt, wäre er der Mann, der´s drauf hätte, entscheidend nachzusetzen. UND DANN MÖCHTE ICH DEN VITALI MAL SEHEN, WIE ER SICH AUS DER AFFAIRE ZIEHT! Bin da richtig skeptisch. Würde es Wlad eher zutrauen, damit fertig zu werden.

  22. Ne, ist nicht so schlimm, wenn zwei Brüder miteinander trainieren. Ist aber genauso wenig schlimm, wenn man ein paar Wochen vor dem ersten der beiden Kämpfe ein bisschen Werbung macht. Schließlich geht´s hier nicht um irgendwen, sondern um die mit Abstand besten Schwergewichtler seit gut 10 Jahren.

  23. Und wenn man bedenkt das es noch Zwei BRÜDER sind die ALLE GÜRTEL im Schwergewicht vereint haben dann darf man Ruhig sagen das es etwas Einzigartiges ist und wohl auch bleiben wird!

    Spätestens wenn Vitali nachdem der Haye dieses Jahr ausgenockt hat und zurücktritt wird Wladimir alle Vier Gürtel vereinen 3 hat er ja schon!

    Klitschkos sind Straight,Klitschkos sind Sportsmänner,Klitschkos sind Vorzeige Athleten so etwas wird es wohl so schnell im Schwergewicht nicht mehr geben.

    Vitali ist ja schon in die Hall of Fame gewählt worden und Wladimir wird sicherlich bald folgen!

  24. Das wäre mir aber auch neu!

    @Peddersen

    „Aber wenn ihm ein Lucky Punch gelingt, wäre er der Mann, der´s drauf hätte, entscheidend nachzusetzen. UND DANN MÖCHTE ICH DEN VITALI MAL SEHEN, WIE ER SICH AUS DER AFFAIRE ZIEHT! Bin da richtig skeptisch. Würde es Wlad eher zutrauen, damit fertig zu werden“

    Warum glaubst du das? Es ist doch eher Wladimir, der bisher gezeigt hat, dass er nicht damit umgehen kann wenn er getroffen wird

  25. Shlumpf

    „Warum glaubst du das? Es ist doch eher Wladimir, der bisher gezeigt hat, dass er nicht damit umgehen kann wenn er getroffen wird“

    Konnte, solltest du eher sagen. Die Gründe habe ich weiter oben gesagt.

  26. Peddersen sagt:

    “ “Vitali ist ja schon in die Hall of Fame gewählt worden und Wladimir wird sicherlich bald folgen!”

    Seit wann denn das???“

    In die HOF kann er erst nach seinem Rücktritt kommen, aber es ist eigendlich schon sicher, dass er dort aufgenommen wird!

  27. Peddersen sagt:

    „Konnte, solltest du eher sagen. Die Gründe habe ich weiter oben gesagt.“

    Sehe ich genau so, durch Emanuel hat er sehr viel dazugelernt und würde sich nicht wieder so plump locken lassen!

  28. @Peddersen

    Stimmt hab ich nicht gesehen.
    Naja, ich denke da passiert nicht viel. Entweder er bleibt stehen und dass er dann normal weiterboxt haben wir ja bereits mehrmals gesehen, oder er geht halt zu Boden und dann kann er eh nicht viel machen

  29. hari sagt:

    „@Box super kommentar !!!du kennst dich aus …..:-)“

    Bekommst du nur eine Er.ek.tion wenn jemand pro Charr UND negativ Klitschko schreibt, oder reicht einer der 2 Punkte aus!?

  30. Shlumpf! sagt:

    “Naja, ich denke da pas.siert nicht viel. Entweder er bleibt stehen und dass er dann normal weiterboxt haben wir ja bereits mehrmals gesehen”

    Das du ständig die Leistung beider Brüder in Frage stellst und kein gutes Haar an ihnen lässt, ist ja nun schon seit Ewigkeiten bekannt!

    Aber diese Einschätzung ist nun völlig daneben!
    Wie kannst du einen Kampf, der schon 9 Jahre zurückliegt so ausdiskutieren und mit dem heutigem WK vergleichen wollen!?

  31. @kevin22

    Was reitet dich denn da jetzt wieder?

    Du zitierst das hier von mir
    „Naja, ich denke da pas.siert nicht viel. Entweder er bleibt stehen und dass er dann normal weiterboxt haben wir ja bereits mehrmals gesehen”

    Wo hab ich denn da einen Klitschko kritisiert?

  32. @Peddersen

    wann hat Vitali emotional reagiert wenn er hart getroffen wurde?

    Ich erinnere mich nur an zwei Fälle wo es bei ihm richtig „geklingelt“ hat und da hat er absolut nicht seine Linie verlassen: Gegen Lennox Lewis und gegen Corrie Sanders. Und Sanders hat damals nachgesetzt wie ein Berserker…
    Aber wenn man diese beiden Gegner mal vergleicht, dann hatte Sanders wohl mehr Schlagkraft als Lewis. Denn gegen Ersteren war deutlich mehr Wirkung bei Vitali zu sehen. Und das obwohl Lewis Vitali mit seinem gefürchteten Uppercut voll erwischt hatte. Ich bin auch der Meinung das Sanders ein ganz Großer hätte werden können, wäre er nicht so trainingsfaul bzw. konditionsschwach gewesen.

  33. Kirmes

    Weiter oben habe ich genau diese beiden Male, in denen Vitali mal durchgerüttelt wurde, ausgeklammert. Und zwar aus dem Grund, weil er nur durchgerüttelt und nicht wirklich entscheidend getroffen wurde. Vitali ist in seiner gesamten Profikarriere noch nie zu Boden gegangen oder angezählt worden. Und das wäre noch mal ein ganz anderer Schnack. Er ist ein äußerst erfahrener Boxer, ist intelligent, boxt intelligent. Das trifft auch auf den kleinen Bruder zu. Aber der kleine hat seinem Bruder zwei ganz entscheidende Erfahrungen voraus; a) er hat durch KO verloren und b) er hat aus seinen KO-Niederlagen gelernt, indem er trotz mehrfachen zu Boden gehens die Nerven behielt und den Kampf gewonnen hat.
    Auch wenn ich Vitali das bessere Kinn attestiere, wenn er mal richtig getroffen wird (also zu Boden geht und angezählt wird), wird es Neuland für ihn sein. Und da er in bestimmten für ihn überraschenden Situationen dazu neigt, emotional zu reagieren, d.h. den Kopf zu verlieren, ist die Gefahr wesentlich größer als bei seinem Bruder, dass er diese Situation nicht glücklich übersteht.

    Und was die andere Sache anbelangt, man kann die härte des Punches nicht allein auf die Reaktion des angeschlagenen Boxers zurück führen. Die spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Ob Sanders einen härteren Punch hat als Lewis, das lässt sich nur durch objektive Messungen klären (sowas wie ein moderner Hau den Lukas). 😉

  34. @Peddersen sagt:
    30. Januar 2012 um 19:32

    Wladimir hätte Sanders nicht als ein gewöhnlicher mann einschätzen sollen. Er war einer der besten Schwergewichtler von damals. Ob es anders verlaufen hätte kann ich nicht beurteilen aber es hätte zumindest das Risiko minimiert. Wie gesagt Wladimirs Schwäche war damals sich auf linksausleger gut einzustellen. Erst nach dem er eine Reihe von Linksauslegeer hinter einander geboxt hat (Thompson, Byrd, Ibragimov) hat er diesen schwachpunkt einiger maße gut überbrückt und mittlerweile ist er auch ein ganz stabiler mann.

  35. an alle…

    Wie peinlich ist das den? 3 mal dürft ihr raten wie Wladimir VS Mormeck Kampfmotto heissen wird? Habs grad bei RTL.de gelsen, KAMPFMOTTO HEISST:

    Klitschko: Niederlage ausgeschlossen.

    Hahah.. das ist finde ich nur peinlich das weiss jedes kind Herr W. Klitschko.

  36. groov

    Du meinst Rechtsausleger.

    Ja, dass ist aber nur eine Sache, sich vernünftig auf Rechtsausleger einzustellen, bzw. es nicht im ausreichendem Maße getan zu haben. Eine andere Sache ist es, mit einer äußerst kritischen Situation umzugehen – nämlich die, angeknockt zu werden und nicht die völlige Beherrschung zu verlieren. Im Schwergewicht kann man noch so gut vorbereitet sein (auch auf Rechtsausleger). Es besteht immer die Gefahr, sich einen Wirkungstreffer einzufangen. Ich bin der Meinung (und hier spreche ich übrigens auch aus Erfahrung), dass es sehr von Vorteil sein kann, wenn man einmal solche Erfahrung durchleben musste (auch oder gerade ein Scheitern), um für die Zukunft für solche kritischen Situationen besser gewappnet zu sein.
    Daher würde ich sagen, dass Wlad (trotz schwächerem Kinn) für solche Fälle besser gewappnet ist als Vitali.

  37. Peddersen sagt:
    31. Januar 2012 um 11:55

    Es besteht immer die Gefahr, sich einen Wirkungstreffer einzufangen. Ich bin der Meinung (und hier spreche ich übrigens auch aus Erfahrung), dass es sehr von Vorteil sein kann, wenn man einmal solche Erfahrung durchleben musste (auch oder gerade ein Scheitern), ## um für die Zukunft für solche kritischen Situationen besser gewappnet zu sein. Daher würde ich sagen, dass Wlad (trotz schwächerem Kinn) für solche Fälle besser gewappnet ist als Vitali.##

    ——————————————————————

    Und genau das isses. Das erklärt für mich absolut seinen Boxstil. Allerdings bin ich auch nur Laie. Aber is mein empfinden.

  38. Pedderson.

    bin ich auch einverstanden. man braucht den einen oder anderen tiefpunkt um daraus etwas zu lernen. und genau das ist ja auch bei Wladimir geschehen. Ich denke nun hat er sich ziemlcih gut etabiliert. Aber trotzdem bin ich der meinung dass Vitali mit solchen kritischen momenten besser umgeht als Wladimir. Und entscheidend ist dabei immer wenn man sich in ungeahnten situation befindet wo man vorher nicht mit einem problem gerechnet hat sprich Erstbegegnung.

  39. groov

    „Aber trotzdem bin ich der meinung dass Vitali mit solchen kritischen momenten besser umgeht als Wladimir.“

    Da fehlt aber die Begründung. Also warum soll er besser sein? Ich behaupte das Gegenteil und hab´s begründet.

    Und entscheidend ist dabei immer wenn man sich in ungeahnten situation befindet wo man vorher nicht mit einem problem gerechnet hat sprich Erstbegegnung.“

    Und das hat Vitali seinem Bruder voraus? D.h. Vitali kommt mit völlig neuen Situationen besser zurecht als Wlad? Meinst du das?
    Wenn ja, musst du das auch begründen.
    In Bezug auf unsere Thematik hat diese Sache nur am Rande zu tun. Es ist unerheblich, ob Vitali mit völlig neuen Situationen besser zurecht kommt. Denn das heißt nicht unbedingt, dass er mit jeder neuen Situation zurecht kommen wird. Außerdem hat Wlad heute seinem Bruder gegenüber 2 Vorteile. 1. Die Erfahrung einer KO-Niederlage, 2. aus ihr gelernt zu haben. Diese Tatsache verglichen mit deiner Vermutung, Vitali könne mit völlig neuen Situationen besser umgehen, ist Vitali dennoch im Nachteil.

  40. ich verstehe dieses ganze „wie würde Vitaly reagieren“ nicht. Wenn ich Vitalys stärken in die richtigen Reihenfolge einschätzen würde, würde ich sagen seine größte Stärke ist das Menthale und dann die Defensive und danach erst der Rest. Ob er jetzt so reagieren würde wie Wlad damals gegen Sanders, kommt für mich gar nicht in frage. Wlad selber meint, das er zum Kämpfer gemacht werden musste (übrigens war Sanders nicht das erste mal, das Wlad zu Boden ging, selbst vor dem Putti Kampf ging er mal zu boden). Es gibt halt Leute die sind durch und durch Kämpfer. Und wenn ich gesehen hab wie Vitaly gegen Sanders, mit dem Wirkungstreffer (wo er anschließend auf die Knie war, warum auch immer)umgegangen ist, da brauche ich nicht mehr gesehen zu haben. Der würde defenetiv nicht so panisch werden, wie Wlad damals. Habt ihr schonmal überlegt das er wegen seiner Stärken noch nie am Boden war? Ein richtiger Kämpfer ist diese Situation schon ettliche male im Kopf durchgegangen, daher wissen die auch (wie bei Lewis, Sanders) damit umzugehen haben

  41. Pedderson

    die Begründung ist dahin gehend auf vielen realen Ereignissen zurück zuführen (Dafür muss man kein Experte sein). Wenn ich dir ein gutes Beispiel nennen darf dann würde ich mich „leider noch einmal“ auf den lewis kampf beziehen. Hier hat man Vitalis starke Physik und seine kämpferische Überlegenheit mehrfach offiziell bestätigt.
    Der Kampf Corrie Sanders: In der 1. Runde war Vitali angeschlagen, er hätte das gleiche Schicksaal wie Wladimir erlebt, wenn er dadurch mental abgebaut hätte.
    Und Selbst in dem Kampf gegen Solis, wo er sogar einige gute Treffer eingesteckt hat, hat er Solis ausgeknockt (bedeutet wenn er gefahr sieht, versucht er in die gefahr reinzugehen um sie zu endgültig abzuschalten). So etwas hätte ich Wladimr sehr bedingt zugetraut.

    „Außerdem hat Wlad heute seinem Bruder gegenüber 2 Vorteile. 1. Die Erfahrung einer KO-Niederlage, 2. aus ihr gelernt zu haben. Diese Tatsache verglichen mit deiner Vermutung, Vitali könne mit völlig neuen Situationen besser umgehen, ist Vitali dennoch im Nachteil.“

    Du meinst also wenn Vitali seine 2 weitere Kämpfe verlieren würde, dann ist er eher im Vorteil?

  42. groov

    „auf den lewis kampf beziehen. Hier hat man Vitalis starke Physik und seine kämpferische Überlegenheit mehrfach offiziell bestätigt.“

    Mir geht´s doch nicht um die Physis, sondern um die Psyche.

    „Der Kampf Corrie Sanders: In der 1. Runde war Vitali angeschlagen, er hätte das gleiche Schicksaal wie Wladimir erlebt…“

    Eben nicht! Hab ich doch ausdrücklich und mehrfach betont. Vitali war hier angeklingelt, aber nicht am Boden oder schwer angeschlagen wie Wlad. Das ist ein großer Unterschied. Da man hier unterscheiden muss, kann man das auch nicht als Vergleich heranziehen.

    „bedeutet wenn er gefahr sieht, versucht er in die gefahr reinzugehen um sie zu endgültig abzuschalten“

    Und das sollte er mal machen, wenn er RICHTIG angeschlagen ist. Dann endet er nämlich genauso wie sein Bruder im Kampf gegen Sanders.

    „Du meinst also wenn Vitali seine 2 weitere Kämpfe verlieren würde, dann ist er eher im Vorteil?“

    Wieso 2? Er muss ja noch nicht mal unbedingt verlieren. Er muss nur eine solche Extrem- bzw. Grenzerfahrung durchmachen und daraus Lehren ziehen. Dann ist er für zukünftige Kämpfe genauso gut gerüstet wie sein Bruder. Und vielleicht sogar besser, weil ich meine, Vitali hat das bessere Kinn.

  43. o.K. das ist deine Meinung. Du schreibst aus deinen Erfahrungen und ich aus meinen. Nur würde ich nicht den Fehler machen und immer meine Probleme auf andere zu übertragen. Wenn du damit deine Erfahrung machen musstest, heißt das nicht das es jeder machen muss. Es gibt Leute die können so schon damit umgehen, weil es ihnen reicht kleinere schlechtere Erfahrungen zu sammeln. Es muss nicht immer die extreme Erfahrung sein. Dafür sind die Menschen und Kämpfer zu unterchiedlich

  44. Peddersen sagt:
    31. Januar 2012 um 12:44

    P.s. Wer ist schon Laie und wer nicht mehr?

    ———————————————-

    Laien sind für mich sportbegeisterte, die aber nie den Sport wirklich selber mal erfolgreich betrieben haben. Egal in welchem Bereich. ‚Only Theoretiker‘ haben nicht wirklich den Plan. Der entsteht erst durch jahrelange Praxis. Is aber nur meine Meinung. 😉

  45. Geb ich dir recht, mit ein paar Einschränkungen. Jahrelange Praxis und erfolgreich dabei gewesen zu sein, bedeutet noch lange nicht, dass sie gescheit übers Boxen reden können. Es gibt zahlreiche erfolgreiche Boxer oder ehemalige (erfolgreich bedeutet für mich, dass sie über einen gewissen Zeitraum vom Boxen ganz gut leben konnten), die heute noch keinen vernüftigen Satz (auch nicht in ihrer Muttersprache) zustande bringen. Also wenn du mit Experten meinst, dann sind die es bestimmt nicht.

    Beim Boxen sollte man schon mal ein wenig praktische Erfahrenen gemacht haben. Aber erfolgreich mussten sie nicht sein, um sich im Boxgeschaft auszukennen und als Experten zu gelten. Nimm doch die Trainer. Da gibt´s nicht wenige, die gar nicht geboxt haben oder wenn, dann nicht erfolgreich. Würdest du solche Leute als Laien bezeichnen? Sie haben angefangen als Trainer (oder Übungsleiter). Aber eben nicht aufgrund ihrer praktischen Erfahrungen, sondern weil sie intelligent genug waren. Also .

    P.s. Du weißt doch, dass es ein Studienfach names Sportwissenschaft gibt. Da lernt man, ein guter Theoretiker zu werden. Wenn sich da jemand auf das Gebiet Boxen spezialisiert hat, würde ich nicht unbedingt behaupten, er habe „nicht wirklich den Plan“. Leistungssport wird heute ein wenig anders betrieben als noch vor 10-20 Jahren. Heute findet man in fast allen Sportarten Leistungssportler, die eng mit Sportpsychologen (also nach deiner Definition Laien) zusammen arbeiten. Und oft geht es auf dem höchsten Level gar nicht mehr ohne solche Leute. Und auch im Boxen wirst du heute solche Leute finden. Das wird sich in Zukunft noch steigern, denke ich.

  46. Stimmt schon. Erfolgreich muss man nicht sein. Wichtig, für mich, ist es, das man „den Sport“ mal lange Zeit praktisch betrieben und gelebt haben sollte. Egal ob Fußball, Boxen, Tennis.

    Only Theoretiker werden halt niemals über das „Richtige“ Wissen verfügen. Und nur, weil man weiß, wie Fußball oder Tennis funtkioniert, bin ich noch lange kein Experte. Eben ein Laie.

    Man kann nicht den „Plan“ haben, nur weil man sich im Studienfach darauf spezialisiert hat. Solange keine Praxis vorhanden ist, fehlt der wichtigste Part. Problematisch bei „Studierten“, die anderen aus dem Drogensumpf helfen wollen und angeblich „wissen“, wie solche fühlen. Genauso wenig kann der beste Theoretiker den besten „Plan“ über den jeweiligen Sport haben. Er hat ihn nie gelebt.

  47. Problematisch bei “Studierten”, die anderen aus dem Drogensumpf helfen wollen und angeblich “wissen”, wie solche fühlen.

    Sie müssen nicht unbedingt wissen, wie sich der jeweils andere fühlt. Sie müssen nur die richtigen Entscheidungen für sie treffen. Wenn du glaubst, nur Drogenabhängige bzw. ehemalige Drogenabhängige sind in der Lage, andere Abhängige von ihrer Sucht zu befreien, dann sind wir hier grundsätzlich verschiedener Meinung. Dann kommen wir beide auch auf keinen grünen Zweig.

    P.s. Die besten Experten sind eine Kombination aus beides; praktische Erfahrung und theoretisches Know How.

  48. Peddersen sagt:
    1. Februar 2012 um 19:39

    P.s. Die besten Experten sind eine Kombination aus beides; praktische Erfahrung und theoretisches Know How.

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    Das ist der grüne Zweig. Wobei ich für mich einen leichten „Mehranteil“ in der Praxis der jeweiligen Dinge sehe.

    Wie das Andere gemeint war, glaub ich, haste verstanden. 🙂

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