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Vincent Feigenbutz unterschreibt beim Sauerland-Team

Wie heute offiziell bekannt gegeben wurde, hat Vincent Feigenbutz (15(14)-1(1)-0) beim Sauerland-Team einen Promotervertrag unterschrieben. Der jetzt 19-jährige Supermittelgewichtler aus Karlsruhe gilt als einer der besten deutschen Nachwuchsboxer und will sehr gerne in die großen Fußstapfen anderer Boxer aus Karlsruhe, wie Regina Halmich und Sven Ottke treten, die zu Weltmeisterehren gekommen sind.

Vincent Feigenbutz bleibt allerdings seiner Heimat Karlsruhe treu. Sein Manager ist nach wie vor Rainer Gottwald (Fächer Sportmanagement) und er trainiert auch weiterhin im Bulldog – Gym Karlsruhe bei Hansi Brenner. Diese bisher sehr erfolgreiche Teamarbeit bleibt unangetastet bestehen und wird lediglich um einen festen Promotion-Vertrag mit dem Sauerland-Team ergänzt.

Kalle Sauerland hat sich in den zurück liegenden Monaten von den Fähigkeiten des Karlsruhers überzeugen lassen und ist begeistert von dem Kampfstil des jungen Nachwuchsboxers. Feigenbutz ist ein zielstrebiger Kämpfer, der im Ring eindeutige Entscheidungen sucht. Bisher musste Feigenbutz sich nur einmal geschlagen geben. Das war in der Anfangsphase. Er begann bereits mit 16 Jahren ohne Amateurerfahrung als Profi zu boxen und bestritt seither 16 Kämpfe, von denen er 14 innerhalb der ersten 3 Runden für sich entscheiden konnte.

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Kalle Sauerland: „Er ist ein Kämpfer durch und durch – so etwas lieben die Boxfans. Daher freuen wir uns, ihn in unserer Reihen begrüßen zu dürfen.“

Vincent Feigenbutz: „Ich fühle mich geehrt, ab sofort für das Sauerland-Team boxen zu dürfen. Ich bin am Donnerstag 19 Jahre alt geworden. Von vielen Seiten höre ich, dass ich es langsam angehen soll und noch genügend Zeit habe. Doch ich bin davon überzeugt, schon jetzt ganz oben mitmischen zu können. Das werde ich in Kiel erneut unter Beweis stellen!”

Bereits am 27. September gibt es Gelegenheit dazu, wenn Vincent Feigenbutz bei der Sauerland-Veranstaltung in Kiel dabei sein wird. Der Hauptkämpfer des Abends ist Arthur Abraham, der WBO-Weltmeister. Feigenbutz ist ebenfalls WBO Titelträger – Interim WBO-Inter Continental – und hätte jetzt sogar das Recht, Weltmeister Abraham herauszufordern. Ob und wann es dazu kommt, wird die Zukunft zeigen.

Autor Johannes Passehl
Foto: Heiko Schmitt

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14 Kommentare

  1. Carlos2012
    15. September 2014 at 20:49 —

    Gegen den erstbesten Gegner wird Feigenputz verlieren.Das Supermittel ist eines der stärksten Gewichtsklassen überhaubt.Froch,Groves,Ward,Dirrell,und das “Monster” Rodriguez sind doch Boxer,die mindestens zwei Klassen besser sind als der gute Feigênputz.Ich sehe wenig Chancen für den Jungen in dieser Klasse.

  2. ego
    15. September 2014 at 21:01 —

    wieder mal ein guter artikel von johannes.
    allerdings ist ottke nur zugereister karlsruher, stammt ja aus berlin.
    amateurkarriere sponsort by mercedes, und dann weitergereicht nach karlsruhe ( war ein scherz, seine spätere frau hat dort gelebt und er konnte weiter gesponsort werden.).
    dann wollen wir mal hoffen, daß vincent wirklich mal ein jahrhunderttalent ist, hat bei einigen ja nicht wirklich gestimmt.

  3. Knopster
    15. September 2014 at 21:37 —

    Der Junge hat mit 19 schon viel erreicht, keine Frage. Fraglich ist aber, ob er in dieser starken Gewichtsklasse wirklich bis nach ganz oben kommt.

    Aktuell lebt er von seiner Unbekümmertheit, es wird interessant sein, wenn er das erste Mal gegen einen Top 20 Mann ran darf und zeigt, wie er damit umgeht, wenn sein jugendlicher Elan schnell durch Erfahrung ausgekontert werden.

  4. fettundmuskeln
    15. September 2014 at 21:46 —

    Interessanter Kampf auf der Insel zwischen Billy Joe Saunders und Chris Eubank Jr am 29. November auf der Chisora-Fury 2 Card angekündigt, nachdem BJS offensichtlich nicht so schnell an eine WM Chance gegen Matt Koborov kommt, da dieser sich Demetrius Andrade stellen muss, der ins Mittelgewicht hoch wechselt und beim Kampf um den vakanten Titel offensichtlich von der WBO den Vorzug vor Saunders bekam. Ich schätze Eubank Jr eigentlich stärker ein, aber einen Gegner wie Billy Joe hatte er natürlich noch nie vor den Fäusten …

    • ego
      15. September 2014 at 21:55 —

      fett
      hoffe nur, daß der junior nicht genau so ekelhaft wie der vater auftritt.
      bin ich mal voll gespannt.

  5. Grabimir "dr octopus" Clinchko
    15. September 2014 at 23:34 —

    Der gute junge solch sich mal erst beweisen.
    Besonders in Deutschland werden solche Boxer gehypt und künstlich aufgebaut und dann scheitern sie an an der weltelite oder im schlimmstenfall an der top 20.
    Penner verhauen oder ebenwürdige Gegner sind zwei verschiedene äpfel.

  6. Reineckefuchs
    16. September 2014 at 08:30 —

    Leute, macht doch mal bisschen ruhig. Der Vincent ist gerade 19 geworden. Das sollte man mal nicht vergessen. In dem Alter ist Abraham noch Radrennfahrer gewesen (oder nicht mal das). Das was man gerne “Hype” nennt ist einfach nur die Begeisterung darüber, was er in seinen jungen Jahren schon geschafft hat, ohne eine lange Amateurkarriere gehabt zu haben. Ich bin mal froh, dass wir in Deutschland überhaupt so ein Talent haben, der mit Augenmaß und Killerinstinkt vorgeht. Das er jetzt nocht gleich die ganze Weltspitze weghaut, ist doch klar … aber wartet mal ab…. 😉

    Ja, Ottke ist kein geborener Karlsruher, aber er lebt da.

  7. El Demoledor
    16. September 2014 at 09:41 —

    Vom Willen und der Offensive sieht Feigenbutz sehr vielversprechend aus.
    Aber hat er eine gute Defensive? Hat er Kinn?
    Sein Stil mag spektakulär sein, aber ich bezweifle, ob er er bis oben schafft.
    Dass er schnell nach oben will finde ich gut – ich bin kein Freund des gaaanz langsamen Aufbaus. Man darf ihn imo aber andererseits auch noch nicht an die ganz großen Leute ranlassen. 3-4 Fights gegen Leute à la Sjekloca, Davis, Periban oder vielleicht Oosthuizen mit Sauerland´s Kontakten nach Südafrika.
    Wenn er da überzeugend rauskommt dann ab zum WM-Fight.

  8. Dr. Fallobsthammer
    16. September 2014 at 12:18 —

    Sauerland ist die perfekte wahl. Jetzt dürfen sich alle deutschen Trinkhallenbesitzer und Soja Latte servierer in acht nehmen, bald gibts was aus maul vom Feigenbutz! Es hat sich ausgesojat!

  9. MagicMicha
    16. September 2014 at 13:51 —

    Von Ansicht her hat der Feigenbutz schon was drauf.Er besitzt die Power und Kraft es nach oben zu schaffen.Aber er hat auch noch viel zu lernen im taktischen Bereich.Vor allem braucht er jetzt zähe und härtere Gegner.Aber was Stieglitz betrifft denke ich schon das er den packt.Was Abraham betrifft wird schwerer weil er härter schlägt als Stieglitz.Bei stieglitz kann man in den Ring gehen mit dem Wissen der schlägt wattebauschen. Vor allem braucht er mehr Runden im Kampf damit er mehr Ringintelligenz trainiert und auch im defensiven Verhalten an sich arbeitet.Würde aber er Stieglitz aus dem Weg räumen,so würde ich den erstmal gegen stärkere Gegner aus den anderen Verbänden boxen lassen damit er sich auch dort hocharbeitet und herantasten lassen. Aber wenn Stieglitz gegen Ihn verliert.Ist der SES Boxstall weg vom Fenster.Und der Weg wäre frei für Sauerland.Im übrigen besteht intresse von DMAX in Kombination mit dem US Sender HBO an den Sauerlandstall. Unter anderem soll Groves als Zugpferd aufgebaut werden. Schauen wir mal was bei herauskommt.

  10. El Demoledor
    16. September 2014 at 16:25 —

    Ob Stieglitz wirklich einfacher wäre weiß ich nicht.
    Sollte er Stieglitz nicht früh stoppen, könnte er Probleme mit Stieglitz´ Workrate bekommen, und wenn er konditionell das Tempo nicht gehn kann wird er hintenraus abgeschossen.
    AA ist da theoretisch als Gegner angenehmer – da kommen pro Runde 3-4 Spurts und dann wieder 1 Minute nix. Dafür schlägt er härter als RS (aber im SMW ist sein Punch auch nix Besonderes) und hat ein besseres Kinn.
    Da ich Feigenbutz nach seinen bisherigen Gegnern nicht einschätzen kann wäre er für mich da Aussenseiter, RS und AA werden wohl andersrum kaum Interesse an einem Kampf haben, da sie da nur verlieren können.

  11. ego
    16. September 2014 at 17:31 —

    vincents gegner steht wohl fest, der george naths… weiß ich wie, der, der stahl geschlagen hat, undercard bei AA.
    mag den jungen sehen, soll sich nach oben kämpfen und hoffentlich nicht nur müllkämpfe.

  12. Ohso
    16. September 2014 at 18:21 —

    Feigenbutz, ein Name der das Fürchten lehrt! 😉

    Schließe mich meinen Vorschreibern an. Er sollte aufpassen, dass er in seiner boxerischen Karriere und seinem Können/Potential nicht durch Sauerlands (ich nenn es mal) Wirtschaften in Form vom Preis-Leistungs Gegnermanagement, gestoppt wird.

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