Top News

Vincent Feigenbutz und Avni Yildirim – Hauptkämpfer in Ludwigshafen

Das nächste Sauerland-Event findet am 15. September in Ludwigshafen statt. Im Vorfeld dieser Veranstaltung gab es einige Absagen und Veränderungen bei der vorgesehenen Fightcard. Ursprünglich war Toni Kraft als Gegner von Feigenbutz angesagt. Dann sagte auch Ersatzgegner Ronny Mittag ab. Jetzt ist es der 34Jährige Yusuf Kanguel aus Duisburg, gegen den der 23Jährige Karlsruher kämpfen wird.

Für Vincent Feigenbutz soll dieser Kampf nur eine Zwischenstation zu höheren Zielen sein. Am liebsten würde Feigenbutz nach einem Sieg gegen Kanguel gegen den Briten Rocky Fielding um den WBA-Titel kämpfen. Man muss jetzt sehen, wie Feigenbutz sich gegen Kanguel präsentieren wird. Ob es danach im Interesse des Sauerland-Teams ist, ihn gegen Fielding boxen zu lassen, muss man abwarten. Letztendlich gibt es da auch immernoch einen Arthur Abraham, der von einem letzten großen Kampf und dem „Abgang“ als Weltmeister träumt. Auch für ihn wären Fielding und sein Gürtel ein erstrebenswertes Ziel. Warten wir erst einmal ab, wie der Favorit Feigenbutz mit seinem Gegner fertig wird.

Im zweiten Hauptkampf werden Avni Yildirim und der in Dänemark lebende Kongolese Lolenga Mock gegeneinander kämpfen. Der 27-jährige Yildirim hat nach seiner Niederlage gegen Chris Eubank jr 4 Kämpfe siegreich bestitten und trägt den WBC-International-Titel im Super-Mittelgewicht. Sein gegner Lolenga Mock ist fast 20 Jahre älter, aber daraus sollte man keine falschen Schlüsse ziehen. Bei Mock hat man den Eindruck, dass er in den letzten Jahren immer besser geworden ist. Mock hat 57 Fights auf der Uhr und seit 2013 keinen Kampf mehr verloren. Seine einzige vorzeitige Niederlage musste er vor 15 Jahren gegen David Haye hinnehmen. Zuletzt gewann Mock gegen den 31Jährigen Russen Dmitrii Chudinov nach Punkten. Zu erwarten ist ein zäher Kampf, bei dem sich beide Boxer nichts zu schenken haben. Ein klarer Favorit ist in diesem Kampf nicht auszumachen.

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

Nach 10 Monaten Pause kämpft auch der Kölner Deniz Ilbay in Ludwigshafen. Sein Gegner ist Nikoloz Nakashidze aus Georgien. Für Ilbay sollte dieser Gegner kein Problem sein. Vielleicht bekommen die Zuschauer sogar einen vorzeitigen Sieg zu sehen. Auch der 29Jährige Mittelgewichtler Ahad Ali gibt sich siegessicher. Er freut sich schon darauf, in seiner Heimatstadt Ludwigsburg in den Ring zu steigen. Sein Gegner ist der 33Jährige Finne Mika Joensuu. Neu auf der Card vertreten ist Schwergewichtler Albon Pervizaj aus Hamburg. Er kämpft gegen Nico Wagner aus Halle / Saale.

Es werden insgsamt 10 Kämpfe zu sehen sein, darunter sind 3 Titelkämpfe. Die (hoffentlich) endgültige Fightcard wurde heute bei einer abschließenden Pressekonferenz bekannt gegeben. Unter den Anwesenden bei dieser PK war auch Trainer Uli Wegner zu finden, der sich zum gegenwärtigen Zustand des deutschen Boxsports äußerte. Er meinte, es gäbe in Deutschland genug junge talentierte Nachwuchsboxer, die nur entsprechend gefördert werden müssten. Veranstaltungen wie die in Ludwigshafen sind gewiss ein guter Baustein für das Vorwärtskommen neuer Talente. Im deutschen Boxen steht ein Generationswechsel an.

Es ist wieder einmal mehr als bedauerlich, dass sich SES in Magdeburg und Sauerland in Ludwigshafen zur gleichen Zeit die Show stehlen. Sport1 berichte bereits ab 20:00 Uhr aus Ludwigshafen. Der MDR überträgt ab 22:25 Uhr den Hauptkampf und eine Zusammenfassung der anderen Kämpfe aus Magdeburg.

Voriger Artikel

„Heimspiel“ für Tom Schwarz und Adam Deines

Nächster Artikel

Boxsport – Vorschau auf das kommende Wochenende (KW 37)

1 Kommentar

  1. 14. September 2018 at 08:20 —

    Habe Kanguel schon 2, 3 Mal live boxen sehen. Er bereitet seine Aktionen wenig vor, schlägt kaum mal einen Jab sondern schiebt sich in einer kompakten Doppeldeckung an den Gegner heran, um am Mann in der Halbdistanz seine(n vor allem rechten) Hook(s) ins Ziel zu bringen.

    Er ist leicht auszurechnen, relativ langsam, hat aber eine gute Deckung und kann auch mal einen ordentlichen Treffer wegstecken. Wen es interessiert: Yusuf Kanguel vs Tiran Metz gibts in voller Länge auf Youtube. Da sieht man was ich meine.

    Fazit: Ein Gegner wie gemacht für einem Brawl, an dessen Ende Feigenbutz gut aussehen wird. Dann kann er wieder große Töne spucken.

    Denke, dann wird der Kampf gegen Abraham kommen.

Antwort schreiben