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Vincent Feigenbutz – im Mittelgewicht leichter, frischer und fitter?

Vincent Feigenbutz – im Mittelgewicht leichter, frischer und fitter?

Zumindest die erste der drei Eigenschaften, die Vincent Feigenbutz sich kürzlich in einem Interview zugeschrieben hat, trifft zu. Andernfalls hätte Feigenbutz am heutigen Abend nicht um IBF-Intercontinental-Meisterschaft im Mittelgewicht boxen können.

Beim gestrigen Wiegen brachte der 24-jährige aus Karlsruhe 71,8 kg auf die Waage, Gegner Jama Saidi war mit 71,4 kg etwas leichter. In der Größe schenken sich die Kontrahenten nicht viel: Saidi misst 1,78 m, Feigenbutz ist mit 1,79 m nur unwesentlich größer. Anders sieht es bei der Reichweite aus. Hier kann ‚Iron Junior‘ mit 188 cm zu 181 cm bei Saidi punkten. Ob das im ersten Kampf von Feigenbutz im Mittelgewicht eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten.

Mit seinem Gegner hat sich Vincent Feigenbutz nicht sonderlich beschäftigt. Videostudium? Fehlanzeige! „Ich zieh meine Vorbereitung durch. Mein Trainer beschäftigt sich damit“ erklärte Vincent Feigenbutz im Interview: „Ich box einfach. Durch ein Video kann man sowieso nicht viel feststellen. Im Kampf ist es immer anders!“

Seit Februar ist Feigenbutz` Gegner Jama ‚The Hammer‘ Saidi bei AGON Sports in Berlin unter Vertrag. Saidis Bilanz: 17-1-0. Nur gegen seinen jetzigen Stallkollegen Jack Culcay musste sich Saidi im November 2019 nach Punkten geschlagen geben. Während der Wahlkölner aber nach seiner Niederlage noch einen Kampf gegen den Düsseldorfer Jay Spencer siegreich gestalten konnte, konnte, kommt Vincent Feigenbutz ohne Rückenwind in den Ring: Bei der Begegnung mit IBF-Champion Caleb Plant im Februar in den USA musste sich Feigenbutz deutlich seine boxerischen Grenzen aufzeigen lassen und verlor durch TKO 10.

Nun also der Neustart eine Gewichtsklasse tiefer und ohne seinen langjährigen Manager Rainer Gottwald. „Ich übernehme das alles selbst. Meine sportlichen Ziele stehen weiterhin fest, ich will Weltmeister werden.“ erklärte Feigenbutz nach der Trennung im März.
Ob Jama Saidi der richtige Gegner ist, um diesen Plan in Angriff zu nehmen? Der 27-jährige ist ein guter Techniker und hat auch durchaus genug Dampf in den Fäusten, um Feigenbutz in Bedrängnis zu bringen. Vincent Feigenbutz muss wohl im Ring unter Beweis stellen, beweisen, dass er nicht nur leichter, sondern auch frischer und fitter ist.
Sport1 überträgt die Begegnung am heutigen Abend ab 21 Uhr. Im Hauptkampf stehen sich im Superweltergewicht ‚Golden Jack‘ Culcay und Abass Baraou gegenüber.

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5 Kommentare

  1. 28. August 2020 at 15:04 —

    Na geht doch. Freu mich auf den kampf. feigenbutz hat recht im mittelgewicht passt er besser hin. ob er da viel reißen wird sei dahingestellt aber es passt besser zu seinen physischen voraussetzungen. und spektakulär und unterhaltsam wars mit ihm ohnehin immer. freu mich auf den kampf vom entertainmentfaktor mehr als auf culcay baraou.

  2. 28. August 2020 at 15:40 —

    Kann mir nicht vorstellen, dass einer der AGON Leute da etwas reißen wird, es sei denn durch ein fragwürdiges Urteil. Culcay wird punktemäßig untergehen, da er gegen gute Gegner immer viel zu passiv boxt. Damit möchte ich jetzt nicht behaupten, dass Baraou schon die Klasse eines Andrade oder Dery hätte, aber er ist schneller, jünger und besser als Jack, der einfach keine besonders gute Workrate hat, wenn der Gegner nicht ohnehin schon unterlegen ist.

    Feigenbutz wird vermutlich durch KO gewinnen. Er kann nicht sonderlich viel (Parallelen zu Huck – einfach schlechte Basics), ist aber physisch schon ein Paket und das reicht locker für Saidi.

  3. 28. August 2020 at 16:02 —

    @ adolf klitschko

    Ganz so klar seh ich das nicht für ‘Iron Junior’. Saidi ist schnell, ein guter Techniker und auf flinken Beinen unterwegs. Mal sehen, wo Vincent die knapp 4,5 Kilo abgekocht hat und ob noch genug Bums da ist.

  4. 29. August 2020 at 09:39 —

    Für das “Hier MIT Kommentarfunktion” bekommt Schreiberling ein dickes Like !! 😉
    Ansonsten ist der Kampf ja nun durch heute früh. Feigi gewann nach Punkten. Naja ist und bleibt ein Kampf gegen die Nr. 32 der Welt. Kein Ausrufezeichen für Feigi. Das Abkochen ins Mittelgewicht erscheint irgendwie, obwohl eigentlich logisch, doch als Sackgasse. Im WM warten Saul Alvarez, G. Golovkin, Eubank jr., D. Andrade u.s.w. alles Leute, gegen die Feigi wohl nicht eine Runde machen wird von 12, falls es überhaupt 12 werden.

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